Die Passagiere tragen Gesichtsmasken zum Schutz vor der Verbreitung des Coronavirus, als sie am 29. Januar 2020 mit einem Flug aus Asien am internationalen Flughafen von Los Angeles, Kalifornien, ankommen.Foto: MARK RALSTON/AFP über Getty Images

Gesundheitsnotstand ausgerufen: USA verhängen wegen Coronavirus Einreiseverbot für China-Reisende

Epoch Times31. Januar 2020 Aktualisiert: 1. Februar 2020 8:05
Die USA haben wegen des Coronavirus einen öffentlichen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Nicht-US-Bürgern, die sich in den vergangenen zwei Wochen in China aufgehalten haben, werde die Einreise verboten, erklärte US-Gesundheitsminister Alex Azar.

Aus Furcht vor einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus haben die USA einen öffentlichen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Nicht-US-Bürgern, die sich in den vergangenen zwei Wochen in China aufgehalten haben, werde die Einreise verboten, erklärte US-Gesundheitsminister Alex Azar am Freitag. Ausnahmen gebe es für enge Familienmitglieder von US-Bürgern und Menschen mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung. Die Anweisung gilt ab dem 2. Februar.

US-Bürger, die sich in der chinesischen Provinz Hubei aufhielten, sollen zudem zwei Wochen lang unter Quarantäne gestellt werden. In der zentralchinesischen Provinz liegt auch die Millionenmetropole Wuhan. Dort war das Virus im Dezember zum ersten Mal aufgetreten. Reisende aus anderen Teilen Festland-Chinas werden Azar zufolge gebeten, sich freiwillig in Quarantäne zu begeben. Azar betonte, es handele sich dabei um „vorbeugende Maßnahmen“, das Risiko in den USA sei gering.

Alle Flüge aus China werden zudem an sieben US-Flughäfen umgeleitet und dürfen nur noch am New Yorker JFK-Flughafen, in Chicago, San Francisco, Seattle, Atlanta, Honolulu und Los Angeles landen.

Zuvor waren bereits die 195 aus Wuhan ausgeflogenen US-Bürger für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt worden. Der Schritt sei Teil einer „aggressiven Antwort“ der Bundesbehörden und ziele darauf ab, die Verbreitung des neuartigen Virus zu verhindern, sagte Nancy Messonier, Vertreterin der US-Gesundheitsbehörde (CDC).

Es war das erste Mal seit den 60er Jahren, dass die US-Bundesbehörden Menschen im Zusammenhang mit einer Krankheit unter Quarantäne stellen. Die 195 am Mittwoch aus China zurückgebrachten US-Bürger waren zunächst zu einer kalifornischen Militärbasis gebracht worden. Sie sollten sich freiwillig unter Quarantäne stellen lassen. Doch nachdem einer der Rückkehrer die Militärbasis verlassen wollte, ordnete zunächst der US-Bundesstaat Kalifornien eine Zwangsquarantäne für den Rückkehrer an.

Derweil verschärften Kreuzfahrt-Unternehmen ihre Regeln für Passagiere, die kürzlich in China gewesen waren. Das Unternehmen Costa teilte mit, dass Reisende, die in den vergangenen 14 Tagen in Festland-China unterwegs waren, nicht an Bord seiner Schiffe gehen dürften. Zudem würden Gesundheitschecks vor dem Betreten der Schiffe vorgenommen.

Zuvor hatten bereits die Anbieter Royal Caribbean Cruises und MSC Restriktionen für China-Reisende verhängt. Bei Royal Caribbean Cruises darf niemand an Bord, der während der vergangenen 15 Tage in China war. Bei MSC beträgt die Frist sogar 30 Tage. Am Donnerstag waren knapp 7000 Touristen und Mitarbeiter an Bord eines Kreuzfahrtschiffes vor Italien wegen eines Coronavirus-Verdachtsfalls auf dem Schiff für mehr als zehn Stunden festgesessen.

Die Behörden in Zypern meldeten am Freitag ihrerseits den ersten Coronavirus-Verdacht in dem Inselstaat. Ein Mann, der aus China zurückgekehrt war, zeige Symptome des neuartigen Virus. Bislang sei der Verdacht aber nicht bestätigt, teilte das zyprische Gesundheitsministerium mit.

Bis Heute sind mehr als hundert Fälle in etwa 20 weiteren Ländern gemeldet. In Deutschland sind bislang sieben Fälle bekannt.  Weltweite Infektionszahlen: Thailand 14, Hong Kong 12, Japan 11, Singapore 10, Australien 9, Taiwan 9, Malaysia 8, Macau 7, Deutschland 7, Süd Korea 6, USA 6, Frankreich 5,  Vereinigte Emirate 4, Kanada 3, Italien 2, Vietnam 2, Rußland 2, Großbritanien 2, Kambodia 1, Finnland 1, Indien 1, Nepal 1, Philippinen 1, Sri Lanka 1, Schweden 1. (afp)

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