Ein Mitglied der NGO "Sea Watch" beim Einsatz im Mittelmeer.Foto: ALESSIO PADUANO/AFP/Getty Images

NGO-Schiff „Sea Watch 3“ darf im Mittelmeer wieder illegale Migranten einsammeln

Epoch Times2. Juni 2019 Aktualisiert: 2. Juni 2019 8:13
Ein in Italien beschlagnahmtes Schiff der deutschen NGO Sea-Watch ist wieder frei. Das Schiff hatte 65 illegale Migranten vor der Küste Libyens aufgesammelt und nach Italien gebracht. 

Ein von den italienischen Behörden beschlagnahmtes Schiff der deutschen NGO Sea-Watch darf wieder in See stechen. „Die Sea-Watch 3 ist frei!“, teilte die Organisation am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

Sie sei offiziell darüber informiert worden, dass das Schiff freigegeben sei und wieder in Betrieb genommen werden könne. Hundert Flüchtlinge und illegale Migranten, die am Donnerstag von der italienischen Marine im Mittelmeer aufgesammelt worden waren, sollen derweil auf mehrere EU-Länder verteilt werden.

Die „Sea-Watch 3“, die unter niederländischer Flagge fährt, war am 20. Mai beschlagnahmt worden, nachdem es 65 illegale Migranten vor der Küste Libyens aufgesammelt und nach Italien gebracht hatte.

Salvinis Anordnung ignoriert: Illegale Migranten wurden auf Lampedusa gebracht

Dass die illegalen Migranten von italienischen Beamten auf die Insel Lampedusa südlich von Sizilien gebracht wurden, erfuhr Italiens Innenminister Matteo Salvini erst durch die Berichterstattung im Fernsehen.

Er reagierte empört und stellte die Frage, wer in der Regierung eine solche Entscheidung gegen seine ausdrückliche Anordnung getroffen habe. Er hatte die „Sea-Watch 3“ zuvor gewarnt, sich italienischem Hoheitsgewässern zu nähern.

Salvini verbietet seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr NGOs, mit ihren Schiffen in Italien anzulegen. In der Folge mussten illegale Migranten immer wieder tagelang auf den NGO-Schiffen ausharren, bis ihr Landgang mit Italien oder anderen Ländern ausgehandelt war.

Italienische Marine liest illegale Migranten im Schlauchboot auf

Hundert Migranten, die am Donnerstag von der italienischen Marine von einem Schlauchboot im Mittelmeer aufgelesen worden waren, sollen am Sonntag in Genau eintreffen. Nach Angaben Salvinis hatten sich fünf EU-Länder und der Vatikan bereit erklärt, die Menschen aufzunehmen. Um welche Staaten es sich handelt, sagte Salvini nicht.

75 illegale Migranten, die von einem ägyptischen Schleppschiff aufgegriffen worden waren, sitzen unterdessen weiter auf dem Boot fest. Die tunesischen Behörden lehnen eine Aufnahme der Passagiere ab, da nicht genügend Kapazitäten für ihre Unterbringung vorhanden seien, teilte die Nichtregierungsorganisation FTDES mit. (afp/as)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion