Der Journalist James Foley wurde von der Terrormiliz ISIS hingerichtet. Sein Mörder sprach mit Londoner Akzent.Foto: Twitter

Schwester von ISIS-Opfer James Foley: „Boykottiert die ISIS-Propaganda! Das Video keinesfalls anzusehen und weiterzuverbreiten“

Epoch Times20. August 2014 Aktualisiert: 20. August 2014 11:58

Am Dienstagabend veröffentlichte die ultraradikale Terrororganisation ISIS wieder eines ihrer brutalen Videos: Es zeigte die Enthauptung des US-Photojournalisten James Wright Foley (40). Zwei US-Regierungsvertreter bestätigten mittlerweile die Echtheit des Videos und den Tod des Journalisten, der im November 2012 in Syrien entführt worden war.

Zwar löschte Youtube das Horror-Video kurz nach seinem Auftauchen, doch der Film zirkuliert auf verschiedenen Websites weiter im Internet. Unter dem Hashtag #ISISMediaBlackout fordern Twitter-Nutzer nun: „Boykottiert die Terror-Propaganda von ISIS!“

Unterstützt werden sie dabei von Kelly Foley, der Schwester des Ermordeten, die auf Facebook dazu aufforderte, das Video keinesfalls anzusehen und weiterzuverbreiten.

Bilder sollen die Menschlichkeit zerstören

ISIS bediente sich immer wieder der Socialmedia, um Bilder und Videos von Gewalttaten zu veröffentlichen. Dies hat zwei Effekte: Einerseits werden damit weltweit Angst und Schrecken verbreitet, andererseits werben die Terroristen damit auch neue Mitglieder, die Lust darauf haben, selbst solche Verbrechen zu begehen. Umso wichtiger ist der Boykott des Materials, denn jegliche Weiterverbreitung spielt den Terroristen in die Hände.

Twitter-Nutzerin @LibyaLiberty formulierte es so : "Amputiert ihre Reichweite. Gießt Wasser in ihr Feuer.“ Und Wajahat Ali, ein Amerika-Korrespondent von al-Jazeera schrieb: „Verbreitet das ISIS-Enthauptungsvideo von Journalist #jamesfoley nicht weiter. Das ist genau, was sie haben wollen – gebt ihnen diese Befriedigung nicht."

Andere warnten davor, das die Bilder dazu dienen, die Massen gegenüber Gewalt zu desensibilisieren.

„Im Irak sind unsere Kinder schon ganz abgestumpft gegenüber Ermordungs-Bildern, weil so etwas dauernd gezeigt wird. Lasst nicht zu, dass das auch anderswo passiert“, schrieb ein Nutzer namens Sajad Jiyad.

Hinter ISIS steckt noch mehr

Das bizarre an der Sache: Viele Analysten sagen, dass die Terrormiliz ISIS ohne gewissen mächtige Unterstützer niemals zu dieser Größe hätte wachsen können. Sie soll hinter den Kulissen von den USA, Saudi-Arabien und sogar Israel gefördert worden sein.

Siehe folgende Analysen:

"USA und Israel halfen der Terrorgruppe IS dabei, im Irak an Macht zu gewinnen"

„Irak-Angriffe: Warum Obama die Gruppe Islamischer Staat erst jetzt zum Feind erklärt“

ISIS Führer Al-Baghdadi ein israelischer Mossad Agent?

Saudi-Mufti: "ISIS – Der Feind Nummer eins des Islam"

Der vierzigjährige James Wright Foley, war ein erfahrener Korrespondent, der vom Krieg in Lybien berichtet hatte, bevor er nach Syrien ging, um von dort für die AFP, GlobalPost und andere Agenturen zu berichten. Foley war seit dem 22. November 2012 vermisst worden.

In diesem Video erzählte James Foley, wie er 2011 in Libyen sechs Wochen lang von Gaddafi-Kräften gefangen gehalten wurde und vom dortigen Aufstand von Ray Suarez.

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(rf)



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