Atomanlage Iran: Angereichertes Uran wurde im Iran nach Russland verschifft.Foto: Abedin Taherkenareh/Archiv/dpa

US-Sanktionen gegen Firmen in China und Russland die iranisches Atomprogramm unterstützen

Epoch Times28. November 2020 Aktualisiert: 28. November 2020 14:34

Die USA haben Wirtschaftssanktionen gegen chinesische und russisches Unternehmen angekündigt, da diese sich an der Entwicklung des iranischen Atomprogramms beteiligt hätten. „Wir werden weiterhin daran arbeiten, Irans Bemühungen zur Entwicklung von Raketen zu behindern und von unseren Sanktionsmöglichkeiten Gebrauch zu machen“, erklärte der US-Außenminister Mike Pompeo am Freitag.

Die am Mittwoch verhängten Sanktionen richten sich demnach gegen die zwei in China ansässige Unternehmen „Chengdu Best New Materials“ und „Zibo Elim Trade“ sowie gegen die in Russland ansässigen Unternehmen „Nilco Group“ und „Joint Stock Company Elecon“.

Den vier Unternehmen werde vorgeworfen, „sensible Technologien“ für das iranische Atomprogramm bereitgestellt zu haben. Dafür werden sie laut Pompeo zwei Jahre lang Beschränkungen der US-Regierungshilfe und ihrer Exporte unterliegen.

„Vater der iranischen Atombombe“ getötet

Am Freitag ist nahe der iranischen Hauptstadt Teheran ein hochrangiger iranischer Atomwissenschaftler und Offizier der militanten iranischen Revolutionsgarde getötet worden. Er galt als „Vater der iranischen Atombombe“.

Er galt als Chef des iranischen Atomprogramms und Leiter der Forschungs- und Innovationsabteilung des iranischen Verteidigungsministeriums. Der Iran machte Israel für den Anschlag mitverantwortlich.

Eigentlich sollte mit dem 2015 geschlossenen internationalen Abkommen über das iranische Atomprogramm sichergestellt werden, dass der Iran nicht die Fähigkeiten zum Bau einer Atombombe erlangt. Mittlerweile ist bekannt, dass der Iran im Besitz der zwölffachen Menge an Uran ist, die er eigentlich – entsprechend dem Atomabkommen von 2015 – besitzen dürfte.

Beide Länder standen seit Juni 2019 zweimal am Rande eines Krieges. Unter dem neugewählten Präsidenten Joe Biden hofft der Iran wieder auf Annäherung. (afp/er)

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