Agenten der Grenzpatrouille nehmen am 15. März 2021 sieben illegale Einwanderer fest, die versucht haben, sich der Festnahme in der Nähe von Penitas, Texas, zu entziehen.Foto: Charlotte Cuthbertson/The Epoch Times USA

USA: 150.000 illegale Grenzübertritte im März – Kinder in überfüllten Auffanglagern

Epoch Times3. April 2021 Aktualisiert: 3. April 2021 16:19
Die Einwanderungspolitik der USA steht erneut auf dem Prüfstand. Die Zahl der aufgegriffenen illegalen Einwanderer ist in den letzten Wochen rasant angestiegen und die gefährlichen Bedingungen, denen unbegleitete Minderjährige auf ihrer Reise in die Vereinigten Staaten ausgesetzt sind, erregen zunehmend Besorgnis.

Die US-Grenzpatrouille hat im März mehr als 150.000 illegale Grenzgänger festgenommen. Laut dem ehemaligen Zoll- und Grenzschutzbeauftragten („Customs and Border Protection“, CBP), Mark Morgan, seien das 50.000 Personen mehr als im Februar.

„Weitere 30.000 entzogen sich einer Festnahme“, so Morgan, der die vorläufigen CBP-Zahlen aus internen Quellen erhalten hat.

Während der jüngsten Grenzkrise übertreffe die Gesamtzahl der illegalen Einwanderer vom Monat März den höchsten Wert vom Jahr 2019. Im Mai 2019 nahm die amerikanische Grenzpolizei 144.000 Personen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA fest.

„Die Grenze steht weit offen (…) Sie ist nicht sicher. Drogen und kriminelle Ausländer strömen gerade jetzt herein“, sagte Morgan während einer Pressekonferenz entlang des Rio Grande am 30. März.

In seiner ersten Pressekonferenz seit seinem Amtsantritt sagte US-Präsident Joe Biden am 25. März, sein Fokus würde darauf liegen, „das System wieder aufzubauen, das dem gerecht werden kann, was heute passiert.“ Auf die Frage nach dem rasanten Anstieg der illegalen Einwanderer, sagte Biden: „Ich würde gerne glauben, dass es daran liegt, dass ich ein netter Kerl bin, aber das ist es nicht. Es liegt an dem, was jedes Jahr passiert ist.“

Morgan betonte jedoch, dass der aktuelle Anstieg nicht mit einem normalen saisonalen Aufschwung erklärt werden kann.

Unbegleitete Kinder in überfüllten Auffanglagern

Die Biden-Administration steht unter starkem Druck, den kontinuierlichen Strom illegaler Grenzübertritte, insbesondere von unbegleiteten Minderjährigen, schnell zu bewältigen. Zu diesem Zweck eröffnete die Regierung mehrere Auffanglager.

Während die meisten alleinstehenden Erwachsenen und einige Familien zurückgeschickt werden, erlaubt die Biden-Administration allen unbegleiteten Minderjährigen – also Kindern, die ohne einen Erwachsenen illegal ins Land kommen – zu bleiben.

Derzeit sind im San Diego Convention Center 500 Kinder untergebracht. Weitere 500 wurden am 30. März an einen Standort auf der Militärbasis Fort Bliss in Texas geschickt. Bis zum 29. März waren dem Department of Health and Human Services (HHS) zufolge etwa 17.200 unbegleitete Minderjährige in der Obhut der CBP (Customs and Border Protection) oder der HHS.

Jüngste Fotos und Berichte aus den Grenzeinrichtungen in Texas zeigen entsetzliche Zustände und völlig überfüllte Räume – trotz der Pandemie. Kinder schlafen in beengten „Zellen“ auf Fußmatten und in einigen Fällen auf dem Boden und haben kaum bis gar keinen Platz, um sich zu bewegen.

„Regierung verursacht Krise und verdreht Tatsachen“

Die Regierung habe diese Krise geschaffen und versuche nun die Tatsachen zu verdrehen, so Morgan. Sie gebe dabei allen außer sich selbst die Schuld. „Das Einzige, was wirklich ehrlich ausgesprochen wurde, ist, dass wir Zahlen sehen werden, die wir seit über 20 Jahren nicht mehr gesehen haben“, fügte er mit Blick auf die illegalen Grenzübertritte hinzu.

Ein hochrangiger Beamter der Grenzpatrouille sagte in einem Telefongespräch mit den Medien, dass 85 Prozent der 2.200 Personen innerhalb von Familieneinheiten, die am 25. März aufgegriffen wurden, einfach in die USA weitergeschickt wurden. Brächte ein Elternteil ein Kind unter 7 Jahren mit, werde dieses automatisch ins Landesinnere geschickt, anstatt nach der Bestimmung des „Artikels 42 für gesundheitliche Notfälle“ ausgewiesen zu werden, so der Beamte weiter.

Die CBP habe Bidens Übergangsteam „ausführliche Briefings“ zur Verfügung gestellt, um sie vor einer „ausgewachsenen Krise“ zu warnen, wenn Biden das „Migrant Protection Protocols“-Programm und die Asyl-Kooperationsabkommen mit den Ländern Guatemala, Honduras und El Salvador beenden würde, erklärte Morgan.

„Wir haben ihnen immer wieder gesagt, dass die Zahlen eines Ansturms in die Höhe schießen und die Einrichtungen der Grenzschutzbehörde überfordert sein würden.“

„Kriminell und moralisch verwerflich“

Andere Grenzschutzbeamte und lokale Behörden berichteten von erschreckenden Vorfällen, bei denen Menschenschmuggler unbegleitete Kinder an der Grenze oder im Rio Grande zurückgelassen haben. Am 31. März wurden zwei kleine Mädchen aus Ecuador von Menschenschmugglern über die vier Meter hohe Grenzmauer geworfen.

„Die unmenschliche Art und Weise, wie Schmuggler Kinder missbrauchen, während sie von der Verzweiflung der Eltern profitieren, ist kriminell und moralisch verwerflich“, sagte Alejandro Mayorkas, Minister für Innere Sicherheit der Vereinigten Staaten, am 31. März.

Erst diesen Monat sei ein junges Mädchen durch Ertrinken gestorben, ein sechs Monate altes Kind in den Fluss geworfen, und zwei kleine Kinder von einer Mauer abgeworfen und allein in der Wüste zurückgelassen worden, so der Minister.

(Mit Material von The Epoch Times USA/aa)


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