Zypern verurteilt „illegale“ Marineübung der Türkei vor seiner Nordküste

Titelbild
Zyperns Präsident Nicos Anastasiades.Foto: AMIR MAKAR/AFP via Getty Images
Epoch Times12. September 2020

Mit der Ankündigung eines Marinemanövers im Mittelmeer hat die Türkei den Zorn Zyperns auf sich gezogen. Derartige Manöver verstießen gegen Zyperns Souveränität und seien „illegal“, erklärte am Samstag die Regierung in Nikosia. Zuvor hatte die Türkei ab Samstag dreitägige Schießübungen direkt vor Zyperns Nordküste angekündigt. Die Insel ist seit 1974 zwischen dem EU-Mitglied Zypern und der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern geteilt.

Seit der Entdeckung reicher Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer gibt es heftigen Streit um deren Ausbeutung. Neben Griechenland und der Türkei erhebt auch Zypern Anspruch auf die Seegebiete. Ankara und Athen untermauerten ihren Anspruch durch die Entsendung von Kriegsschiffen. Die Beziehungen zwischen den beiden Nato-Mitgliedern sind deshalb extrem angespannt.

Die Staats- und Regierungschefs von sieben EU-Mittelmeerstaaten hatten am Donnerstag mit Sanktionen gedroht, sollte Ankara seine „einseitigen und illegalen Aktivitäten im östlichen Mittelmeer und in der Ägäis“ fortsetzen. Das Thema soll beim nächsten EU-Gipfel am 24. und 25. September erneut auf den Tisch kommen.

Unterdessen kündigte die zyprische Küstenwache ihre Teilnahme an einer gemeinsamen Militärübung mit der US-Marine an. Die achttägigen Übungen begannen am Samstag, wenige Stunden vor geplanten Gesprächen von US-Außenminister Mike Pompeo mit dem zyprischen Präsidenten Nicos Anastasiades in Nikosia über die zunehmenden Spannungen mit der Türkei. (afp)



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion