„Black Lives Matter“-Demonstrant ohne Maske im ZDF gefeiert – Anti-Corona-Demonstrant gefeuert

Von 6. August 2020 Aktualisiert: 6. August 2020 14:56
Wer in Zeiten von Corona an der "richtigen" Demonstration teilnimmt, wird gefeiert – wer an der "falschen" teilnimmt, gefeuert.

Der Basketball-Nationalspieler Joshiko Saibou nahm am Wochenende an der Demonstration von Kritikern an den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung in Berlin teil. Deshalb wurde er von seinem Klub, den Telekom Baskets Bonn, fristlos gekündigt.

Der Bundesligaverein gab als Grund „Verstöße gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrages als Profisportler“ an. In seiner Mitteilung erklärt Wolfgang Wiedlich, Geschäftsführer der BonBas GmbH: „Die Vereine der BBL arbeiten gerade akribisch an Hygienekonzepten für die Zuschauer in der nächsten Saison und an speziellen Arbeitsschutzrichtlinien für die Aktiven. Deshalb können wir ein permanentes Infektionsrisiko, wie es der Spieler Saibou darstellt, weder gegenüber seinen Arbeitskollegen in unserem Team noch gegenüber anderen BBL-Teams im Wettkampf verantworten.“

Der Sportrechtler Roland Nasse meinte sogar, Saibous Teilnahme an der Demonstration erfülle „schon fast den Tatbestand der fahrlässigen Körperverletzung“.

Auch in den Öffentlich-Rechtlichen und in den sozialen Medien wurde der Basketball-Spieler für seine Teilnahme an der Demonstration scharf kritisiert. Unter anderem hieß es: „Die Entlassung von Saibou war notwendig. Neben seiner Vorbildrolle ist er außerdem ein Gesundheitsrisiko für andere, insbesondere Mitspieler. Ein Ligabetrieb mit ihm wäre zu gefährlich für alle anderen Beteiligten.“

Die „Welt“ schrieb sogar, er sei durch „krude Verschwörungstheorien“ aufgefallen. Auch die Weitspringerin Alexandra Wester wurde in dem Bericht erwähnt, da auch sie an dem Protest in Berlin teilgenommen hatte. „Wie sich zwei Coronaleugner die Karriere zerstören“, hieß es in der Zeitung.

Wester zu Kündigung von Saibou: „Heuchlerisch“

Alexandra Wester hat die Telekom Baskets Bonn für die Kündigung ihres Freundes Saibou heftig kritisiert. „Ein Verein sollte einen Athleten in seiner Diversity, seiner Entwicklung und auch seiner polarisierenden Meinung unterstützen oder zumindest sie akzeptieren“, sagte die 26 Jahre alte Leichtathletin aus Köln in einem Video auf Instagram und betonte: „Ihn aber so abzufertigen, ist ein Schlag ins Gesicht, und es ist unfair. Das ist krass, und ich hätte nicht gedacht, dass das im Jahr 2020 noch passieren kann.“

Sie sagte auch: „Er hat die Staatsmaßnahmen auf einer Demo hinterfragt und wird danach fristlos von den Telekom Baskets gekündigt. Sie versuchen sich an irgendeiner Art Körperverletzung aufzuhängen, weil er auf einem Foto keine Maske getragen hat. Wir haben sehr bewusst darauf geachtet, niemanden bei der Demo in Gefahr zu bringen und erst recht nicht seine Teamkollegen, weil die Telekom Baskets im Moment gar nicht im Team spielen oder trainieren. Das hat absolut keine Grundlage und ist wirklich heuchlerisch.“

Fußball-Nationalspieler für Teilnahme an BLM-Demonstration gelobt

Nicht alle Sportler, die in Corona-Zeiten an Protesten teilnehmen, werden von den Medien derart kritisiert. Es kommt offenbar lediglich darauf an, an welcher Demonstration man teilnimmt.

Der deutsche Journalist und Sachbuch-Autor Boris Reitschuster, macht in einem Bericht darauf aufmerksam, dass Fußball-Nationalspieler Benjamin Henrichs am 6. Juni auch an einer Demonstration teilgenommen hatte. Mit heruntergezogenem Mundschutz wurde der Spieler auf einer „Black Lives Matter“-Demo abgelichtet. „Ganz offensichtlich“ habe der Sportler, der zu RB Leipzig wechselt, den Mindestabstand nicht eingehalten, so Reitschuster.

Auf einem Video, dass auf Henrichs‘ Instagramm-Kanal gepostet wurde, ist das auch zu sehen:

Nach seiner Teilnahme an dem BLM-Protest wurde Henrichs am 13. Juni von Dunja Hayali ins ZDF-Sportstudio eingeladen. Dort wurde das Video gezeigt, in dem Henrichs ohne Mundschutz an der Demonstration teilgenommen hatte. Auch die Hygiene-Vorschriften wurden von dem Spieler missachtet.

Dennoch wurde der Kicker von Hayali gelobt. Über den Hygiene-Verstoß wurde in der ZDF-Sendung nicht gesprochen. Reitschuster, der jahrelang Leiter des Moskauer Büros des deutschen Nachrichtenmagazins „Focus“ war, kritisierte, dass sich Hayali aber nur ein Wochenende davor über die gleichen Hygiene-Verstöße bei anderen Demonstrationen „massiv“ aufgeregt hätte.

Die ZDF-Moderatorin frage sodann eine zugeschaltete Sportlerin, ob wir in einer besonderen Zeit lebten, in der Sportler eine Vorbildfunktion hätten? Zudem sprach sie an, dass es Probleme mit der Meinungsfreiheit für Sportler gebe. Reitschuster weist in seinem Bericht darauf hin, dass Hayali auch dieses Mal nichts über den fehlenden Mundschutz von Henrichs sagte.

Die beiden zugeschalteten Sportler hatten dann auch noch über „positiven Rassismus“ geklagt – ein Kompliment über die Hautfarbe gehöre beispielsweise dazu. Henrichs beklagte, dass er auf seine Frisur angesprochen würde.

Sportstudio oder Polit-Sendung?

In seinem Bericht fragt Reitschuster: Warum das „aktuelle Sportstudio zu einer Polit-Sendung und Werbeveranstaltung für die Anti-Rassismus-Bewegung“ gemacht worden wäre? „Das ist Zweckentfremdung von Gebührengeldern und Irreführung der Zuschauer: Wo Sport draufsteht, hat auch Sport drinnen zu sein“, betont der Journalist. Moderatorin Hayali hätte in der Sendung auch noch betont, dass nicht nur „Menschen Rechtsaußen“ rassistisch seien, sondern sich der Rassismus „quer durch die Gesellschaft“ ziehe. „Liebesgrüße an den Gebührenzahler“, schreibt Reitschuster sarkastisch.

Unterdessen hat nicht nur das ZDF-Sportstudio Henrichs für seine Teilnahme an der „Black Lives Matter“-Demonstration gelobt, sondern auch „Sport 1“. Dazu schreibt der ehemalige Russland-Korrespondent: Die Sendung habe keine Probleme damit gehabt, dem ohne Mundschutz und ohne Mindestabstand demonstrierenden Henrichs eine Plattform zu bieten, ohne seine Verstöße auch nur ansatzweise zu thematisieren.

Das Gegenteil wäre sogar der Fall gewesen: „Benjamin Henricks, ein Vorbild vom Allerfeinsten“, zitiert Reitschuster den „Sport 1“-Sprecher. Und weiter: „Im Gespräch mit uns zeigt er sein wertvolles gesellschaftliches Denken, nicht nur beten, dass vieles besser wird, sondern aktiv dazu beitragen, in der Anti-Rassismus-Bewegung Black-Lives Matter“. Henricks sagte darauf hin: „Ich wollte zeigen, dass ich auf die Straße gehe, für Gleichberechtigung kämpfe“. Danach wurden Bilder eingespielt, die den Fußballer erneut ohne Mundschutz und ohne Mindestabstand von anderen Demonstranten zeigten.

Dennoch sagte der Sprecher der Sportsendung: „Genau dafür, Öffentlichkeit schaffen, genau darum geht es, und als Prominenter hat er eine Stimme, die gehört wird.“ Henricks meinte daraufhin: „Es reicht nicht aus, zu sagen, man ist kein Rassist. Man muss Antirassist sein.“ Das sind Worte, die auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verwendet hatte.

(Mit Material von dts)


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