Burka, Schleier, Kopftuch – „Frauen tun das nicht freiwillig“, sagt muslimische Schriftstellerin Obhodjas (65)

Epoch Times17. August 2016 Aktualisiert: 17. August 2016 16:15
In der aktuellen Burka-Debatte scheint es vornehmlich um Bedenken der Sicherheit zu gehen. Berlins Innensenator Frank Henkel führt nun auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau als Überlegung in die Schlacht. Dem gegenüber werden die Forderungen nach ungehinderter Ausübung der Religion gestellt. Westliche Multi-Kulti-Aktivisten gehen dabei wie selbstverständlich davon aus, dass alle muslimischen Frauen es mögen, in einem "Käfig aus Stoff" zu leben, wie es Frank Henkel nennt.

Die muslimisch-bosnische Schriftstellerin Safeta Obhodjas glaubt mit ihren 65 Lebensjahren, dass viele der Frauen sich gern von solchen Kleidungszwängen befreien würden, wenn sie nur könnten.

„Für die ältere Generation, für meine Generation, die ist so verkrustet, und sogar alles über 40, das ist schon verloren. Aber ich versuche, den Jüngeren ein bisschen Mut zu machen. Es lohnt sich, zu kämpfen“, sagt die muslimisch-bosnische Schriftstellerin Safeta Obhodjas (65). Sie geht in Schulen, schaut dort besonders nach den jungen Muslimen, erzählt ihre Geschichte und ihre Geschichten, macht bei Theater- und Integrationsprojekten mit.

„Safeta Obhodjas pendelt zwischen Energie und Entmutigung. Sie klopft kämpferisch auf den Plastiktisch, im nächsten Moment winkt sie mit beiden Armen heftig ab – als würde sie die Dauerdebatten – Islam, Integration, Frauen – von sich schieben, sich von der Last befreien“, schreibt der „Deutschlandfunk“ zum Interview.

Sie wolle die Hoffnung nicht aufgeben, glaube aber auch nicht daran, dass „wir in absehbarer Zeit etwas da ändern können“, so die Schriftstellerin.

„Sehen Sie sich um! Alle sind Kopftuchträgerinnen, alle haben drei, vier, fünf Kinder.“ Könne man von diesen Frauen erwarten, sich um die Kinder zu kümmern und sich gleichzeitig zu integrieren?

Frauenrechte?

Schon zu ihrer Zeit in Bosnien hatte sich Safeta Obhodjas als Schriftstellerin für Frauen starkgemacht. Seit 1992 ist Wuppertal zu ihrer neuen Heimat geworden, auch hier engagiert sie sich. Viele Muslime bringen ihre Rollenbilder nach Deutschland mit, ist sich die Schriftstellerin sicher.

Doch wie sieht es mit jenen aus, die sich für die Rechte der Frauen in Deutschland einsetzen, also auch für die Kopftuchträgerinnen, und wie denkt Safeta Obhodjas, die 65-jährige Muslima, darüber?

Da gibt es jetzt große Modekonzerne, die sogenannte islamkonforme Mode für sich entdeckt haben, schreibt der DF.

„Jetzt auf einmal machen sie große Umsätze, schlagen viel Kapital aus Frauenmode und damit betonieren sie praktisch Frauen in diese Rolle ein“, so Obhodjas.

Niemand soll mir sagen, dass Frauen das freiwillig tun.“ (S. Obhodjas (65), muslimische Schriftstellerin)

Die Schriftstellerin selbst trägt weder Schleier noch Kopftuch. In Bosnien sei es anders, einfacher gewesen: „Wir konnten uns doch frei vom Islam entwickeln, was in der arabischen Welt, teilweise auch in der türkischen Welt, nicht möglich war.“

Sie wünscht sich mehr Unterstützung für sich und ihre Anliegen – besonders von Frauen. Jedoch: „Ich habe bis jetzt nie erlebt, dass eine Kosmopolitin oder eine Feministin mich unterstützt hat. Deutsche Frauen, wenn sie dich nicht gerade exotisch sehen, dann sehen sie dich als Konkurrenz. Dann bist Du erledigt.“

Lebenslüge Multi-Kulti-Welt

Frau Obhodjas lebt seit über 20 Jahren mit ihrer Familie in Wuppertal. Einst kam sie auf der Flucht vor dem Balkan-Krieg nach Deutschland.

„Viele, die links oder grün orientiert waren, sie dachten, Ex-Jugoslawien wäre ein Konglomerat der Religionen und Kulturen, wir hatten uns alle lieb.“, so die Schriftstellerin. „Die wollten mich nicht mehr einladen, weil ich eine andere Geschichte erzählt habe, eine ganz andere Geschichte, die sie nicht kannten und nicht kennenlernen wollten.“

„Sobald ich Medien angesprochen haben oder diese Multi-Kulti-Institutionen besonders, wurde ich immer abgelehnt.“ Diese Erfahrungen hätten auch viele andere engagierte Musliminnen gemacht.

Ein Lektor wollte ein Buch bei ihr bestellen, eine „Multi-Kulti-Romanze“, die Liebe zwischen einem christlichen Serben und einer muslimischen Bosnierin, gegen alle Widerstände. Sie lehnte ab, arbeitet lieber weiter als Putzfrau“, sagte sie dem DF.

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Bezüglich der Sex-Attacken muslimischer Männer auf Frauen sieht die Bosnierin auch die muslimischen Frauen in der Verantwortung: „Diese jungen Männer erfahren von ihren Müttern und Großmüttern, dass Frauen, die keine Kopftücher tragen, die sich nicht anständig anziehen, dass sie Freiwild sind.“

Diese würden ihre Söhne zu Paschas erziehen und den Töchtern Gehorsam lehren. Dies habe sie auch thematisieren wollen, in ihren ersten Geschichten in Deutschland. Die Schriftstellerin hatte allerdings „kaum Erfolg“ damit: „Das wollte Multi-Kulti-Klientel gar nicht hören“, so Obhodjas.

Und die Männer? „Wo sind die Männer? Entweder in der Moschee oder in einer Spielhalle oder in einer Kneipe, wo sie Shisha und Drogen und weiß ich nicht“, so Obhodjas.

Doch einen arabischen jungen Mann mit unzügelbaren Sehnsüchten interessiert die Traumwelt linker Romantiker nicht.

Und wenn beides aufeinandertrifft, wie im Fall der linken Nachwuchspolitikerin Selin Gören, als das Refugee-Welcome-Girl von muslimischen Sex-Tätern vergewaltigt wurde? Dann entstehen skurrile Dinge, wie ein Entschuldigungsbrief an einen fiktiven männlichen Migranten auf Facebook, geschrieben von einem gedemütigten Opfer nach der Tat. (sm)

Siehe auch:

Vergewaltigt von Flüchtlingen – Linke Nachwuchs-Politikerin überwindet auf dem Weg zur Wahrheit ihre „Political Correctness“