Chemnitz: Und täglich grüßt der „Führer“ – oder doch nicht? – Trouble um „Hitlergruss“-Foto bei linker Band

Epoch Times4. September 2018 Aktualisiert: 4. September 2018 18:41
Ich sehe was, was du nicht siehst und du siehst was, dass gar nicht ist ... So schnell kann es gehen im Zeitalter der Digitalen Medien. Allerdings war die Band in ihren Texten nicht weniger extremistisch als so mancher Nazi. Dennoch wurde das Konzert gegen Rechts durch Bundespräsident Steinmeier auf Facebook beworben.

Gestern noch Linker, heute Neo-Nazi, oder doch nicht?

Es heißt, ein Bild sage mehr als Tausend Worte. Doch manchmal kann es auch eine trügerische Information enthalten, wie der Sänger der linken Band „Feine Sahne Fischfilet“ kurz vor dem Chemnitz-Konzert gegen Rechtsextremismus beweisen durfte.

Die Polizei ermittelte rasch, dass es sich um ein „Fake“ handelt, zumindest im angedeuteten Zusammenhang.

Daraus wird ersichtlich, dass nicht jede gehobene Hand auch gleich ein Hitlergruss sein muss. Wer auch immer das Foto mit dem „Hitlergruss“ in Umlauf brachte, konnte damit die Beweiskraft derartiger Bilder durchaus infrage stellen.

Nach Angaben von „Tag24“ ist die Band allerdings nicht so harmlos und friedlich, wie manche glauben mögen. Den Angaben zufolge wurde die Band 2011 im Verfassungsschutzbericht von Meck-Pomm als linksextremistisch aufgeführt und die „Bild“ hatte herausgefunden, dass es zwischen 2009 und 2016 offenbar 16 Ermittlungsverfahren gegen Bandmitglieder gab, u.a. wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Raub und Nötigung.

Warum auch immer: „Aktuell steht die Gruppe aber nicht mehr im Verfassungsschutzbericht“, schreibt „Tag24“ abschließend.

Immerhin wurde die Veranstaltung in Chemnitz durch Bundespräsident Steinmeier beworben. Gut, dass es kein echter „Hitlergruss“ des Sängers war … Allerdings sangen die linksextremistischen Barden aus Mecklenburg-Vorpommern von alles anderem als von Friede, Freude und Eierkuchen. Wie die „Bild“ vom Konzert berichtet, wurden gefordert: „Die Bullenhelme – sie sollen fliegen. Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein …“ („Staatsgewalt“) oder: „Die nächste Bullenwache ist nur einen Steinwurf entfernt“, sangen sie in „Wut“.

Da kann man schon mal beim Bundespräsidenten nachfragen, was das denn soll, diese linken Gewaltphantasien als Staatsoberhaupt zu supporten. Die „Welt am Sonntag“ fragte nach und erfuhr, dass es Frank-Walter Steinmeier darum gehe, „Menschen zu ermutigen, die nach den aufwühlenden Ereignissen von Chemnitz für das Miteinander eintreten wollen und klar Stellung beziehen möchten gegen Fremdenhass und Gewalt“, sagte eine Sprecherin des Bundespräsidenten.

Schade, dass der Bundespräsident es versäumt hat, den Veranstaltern klarzumachen, dass diese Band mit ihrer Verachtung für unser Land die völlig falsche Besetzung ist.“

(Wolfgang Bosbach, CDU-Innenexperte)

(sm)

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