Erika Steinbach gibt nach übler Hetze der CSU gegen die AfD ihren Bayerischen Verdienstorden zurück

Von 16. May 2018 Aktualisiert: 16. Mai 2018 12:33
Der Schuss könnte kräftig nach hinten losgehen. Aufs Allerübelste hetzte die bürgerliche CSU über die bürgerliche AfD. Von „braunem Schmutz“, der in Bayern nichts verloren habe, und von „Alternative zur NPD“ war die Rede. Diese verbalen Totalausfälle zeitigen nun erste Folgen.

Erika Steinbach, die Vorsitzende der Desiderius-Erasmus-Stiftung, die über 42 Jahre lang CDU-Mitglied war, gab nun bekannt, angesichts dieser CSU-Entgleisungen ihren Bayerischen Verdienstorden zurückzugeben.

Wüste Beschimpfungen der CSU gegenüber der AfD zeitigen erste Folgen

Über 42 Jahre lang war sie Mitglied der CDU, von 1990 bis 2017 (27 Jahre) Mitglied des Deutschen Bundestages und von 1998 bis November 2014 Präsidentin des Bundes der Vertriebenen. Sie war Sprecherin für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und gehörte dem Fraktionsvorstand an. Mitte Januar 2017 trat Erika Steinbach dann wegen der schweren Rechtsbrüche der CDU/CSU-SPD-Regierung unter Merkel, die die CDU alle mit trug, aus dieser Partei und deren Bundestagsfraktion aus und wurde fraktionslose Abgeordnete. Bei der Bundestagswahl 2017 unterstützte sie die AfD, ohne Mitglied der Partei zu sein.

Anfang März 2018 wurde sie dann einstimmig zur neuen Vorsitzenden der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung gewählt. Gestern kündigte Frau Steinbach nunmehr in einem Schreiben an den Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern, ein CSU-ler, an, ihren Bayerischen Verdienstorden zurückzugeben, nachdem es in einem CSU-„Strategiepapier“ zu widerlicher, völlig unwürdiger Hetze der untersten Schublade gegen die AfD gekommen war, die bei der kommenden Landtagswahl im Oktober ein harter Konkurrent werden dürfte, der der CSU viele Stimmen und damit die absolute Mehrheit im Landtag wegzunehmen droht.

Die CSU steht den deutschlandhassenden Grünen viel näher als der bürgerlich-liberalen, patriotischen AfD

Die AfD sei ein „Feind von allem, für das Bayern steht“, heißt es in dem Diffamierungsblatt, das sich selbst als „Strategiepapier“ bezeichnet: „Wir sind entschlossen, die AfD als zutiefst unbayerisch zu bekämpfen.“ Die AfD, das seien „Feinde Bayerns“, die man „stellen“ wolle. Die AfD sei kein politischer „Wettbewerber“, sondern politischer Gegner. Denn sie versuche, „Radikalismus einen bürgerlichen Anstrich zu geben – und ist doch nichts anderes als eine Alternative zur NPD.“ Ja, es ist sogar von „braunem Schmutz“ die Rede, der „in Bayern nichts verloren“ habe.

Wie sehr auch die CSU inzwischen degeneriert ist, kann man daran erkennen, um wie viel sie längst den verfassungsfeindlichen grünen Deutschenhassern näher steht als der patriotischen, bürgerlich, liberalen AfD. Nicht nur, dass man sich gerne die Hand schüttelt mit den Grünen, dass man sich glänzend versteht, zusammen lacht und scherzt, nein, die CSU wollte sogar unbedingt eine Regierung zusammen mit den Grünen auf Bundesebene bilden, Stichwort Jamaika.

Meuthen: Die CSU ist inzwischen im Antifa-Jargon angelangt

AfD-Chef Jörg Meuthen hatte diese Tage schon auf diese CSU-Hetzkampagne reagiert und eine gebührende Antwort gen CSU gesandt. Die AfD sei klar konservativ, bürgerlich-freiheitlich und patriotisch. Die Verzweiflung in der CSU müsse sehr groß sein, wenn sie das als unbayerisch bezeichne. Das erstaune angesichts der desolaten Verfassung der CSU aber nicht mehr. „Die CSU ist inzwischen im Antifa-Jargon angelangt.“ Die Quittung dafür gebe es im Oktober bei der Landtagswahl.

Laut letzten Umfragen aus April und Anfang Mai droht die CSU tatsächlich von zuletzt knapp 48 Prozent bei der Landtagswahl 2013 auf jetzt unter 44 Prozent zu fallen (GMS), wenn nicht sogar auf 42 (INSA) oder 41 Prozent (Infratest dimap). Die Angst vor dem Machtverlust ist wohl in der Tat riesig, und jetzt scheint jedes Mittel Recht, um verlorene Wählerstimmen irgendwie zurückzuholen. Doch dieser Schuss könnte natürlich nach hinten losgehen und die Verluste könnten noch viel größer werden.

Auf jeden Fall hat sich nunmehr eine bisher sehr solidarische Frau gänzlich auch von der CSU abgewendet, nachdem sie letztes Jahr schon aus der völlig vermerkelten CDU ausgetreten war. Auf Twitter hat Erika Steinbach gestern am späten Abend, kurz vor 23 Uhr ihren Brief an Markus Söder eingestellt.

Erika Steinbachs Brief an Söder

Brief an Söder (3)

Mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Fritz

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