Die Gretchen-Frage im G20-Terror: Linke Gewalt gibt’s nicht (Martin Schulz)

Nach den linksextremistischen Ausschreitungen im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel in Hamburg stellt sich für viele linke Politiker die Gretchen-Frage. Doch mit Wortgeschwadern versuchen sie den gefährlichen Felsen des gemeinsamen Ursprungs zu umschiffen.
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Vermummte Randalierer bei Anti-G20-Protest am 07.07.2017Foto: über dts Nachrichtenagentur
Von 10. Juli 2017

Der Präsident der Bundespolizei spricht nach den G20-Krawallen von einer „neuen Dimension linksterroristischer und autonomer Gewalt“. Doch für viele linksgerichtete Politiker hat dies alles nichts mit „links“ zu tun. Ist das noch glaubwürdig?

Schulz: Es gibt keine linke Gewalt

Angesichts der bürgerkriegsartigen Zustände in Hamburg anlässlich des G20-Gipfels werden die Gewalttäter von linker Seite einstimmig als nicht links und als gewöhnliche Kriminelle hingestellt. Warum also zogen nicht auch kriminelle Familienclans oder die Mafia durch die Straßen und schlugen Supermärkte zusammen?

Wo bleibt die Gretchenfrage zum G20-Terror?

Während in der Politik immer mehr Stimmen gegen „das jahrelange Wegschauen und Wegducken, falsche Liberalität“ (Innenminister Strobel, CDU, BW) laut werden und dass der Linksextremismus „zu lange verharmlost“ (Lindner, FDP-Chef) wurde, weigern sich andere, das Kind beim Namen zu nennen.

Der ehemalige Parteivorsitzende der SPD, Bundesaußenminister Sigmar Gabriel, twitterte angesichts des G20-Terrors:

Ähnlich sieht es der Gabriel auf den SPD-Thron gefolgte Kanzlerkandidat Martin Schulz, der den Gewalttätern von Hamburg im ZDF-„heute“-Interview einerseits eine „Form von Terrorismus“ bescheinigt, ihnen aber andererseits kurzerhand die linke Gesinnung verwehrt, denn: „Die Leute, die da für sich reklamieren, sie seien links, die sind bescheuert, aber nicht links“, so Schulz.

Mehr noch: Der SPD-Chef geht sogar noch einen Schritt weiter und erklärt, dass es eigentlich gar keine linke Gewalt gebe, denn:

Links und Gewaltanwendung schließt sich gegenseitig aus.“

(Martin Schulz, SPD-Chef und Kanzlerkandidat)

Auch sein Bundesvize, Ralf Stegner, kann sich nicht vorstellen, dass die Ausschreitungen von Hamburg irgendetwas mit „links“ zu tun hätten:

Die geschätzt 100 Millionen Opfer der kommunistischen Schreckensherrschaft in der Welt ignorierend eifert Stegner weiter:

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Die Schuldfrage

Gegenüber Vorwürfen eines zeitweise „rechtsfreien Raums“ im Schanzenviertel erklärte Romann dem „Westen“:

Bevor man in die Honigfalle eines Lagerfeuers rennt, muss die Polizei erst alle Nebengassen, Häuser und Dächer absichern, weil die Beamten ansonsten von dort aus dem Hinterhalt mit letal wirkenden Präzisionszwillen beschossen oder mit Gehwegplatten beworfen werden.“

(Dieter Romann, Präsident der Bundespolizei)

Dabei musste sich die Polizei von der „Linken“-Vorsitzenden Katja Kipping vorwerfen lassen, die „Gewalteskalationen“ geradezu heraufbeschworen zu haben, so „Der Westen“:

Die Polizeiführung hat alles getan, um jene Bilder zu erzeugen, mit denen sie im Vorhinein ihren martialischen Einsatz und die maßlose Einschränkung des Demonstrationsrechtes gerechtfertigt hat.“

(Katja Kipping, Parteivorsitzende, Die Linke)

 

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) postete dazu :

Die Linken-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Sahra Wagenknecht, setzte sich von Kippings Position zwar ab, verweigert aber dennoch den Ursprung der kriminellen Energie der Antifa-Gruppen in der linken Ideologie:

Leute, die durch Straßen marodieren, Autos anzünden, Anwohner angreifen und Polizisten verletzten, sind keine Linken, sondern kriminelle Gewalttäter.“

(Sahra Wagenknecht, Linke)

Doch zur Zeit der G20-„Proteste“ suchte man vergeblich nach anderen „kriminellen Gewalttätern“, die durch die Straßen der Hansestadt zogen und randalierten.

Der Ursprung der Zerstörung

Wo auch immer in der Welt die „Linken“ an der Macht waren und es die staatlichen Strukturen zuließen, verbreiteten sich Terror und Gewalt. Um an die Macht zu kommen, gingen die Revolutionäre den Weg der Gewalt und der totalen Kontrolle.

Selbst die Französische Revolution war im Grunde genommen kein Aufstand der edlen Ziele, sondern eine Machtergreifung durch die Pariser Gosse. Doch bekanntlich schreibt der Sieger die Geschichte …

Der Ur-Vater des Kommunismus, der Deutsche Karl Marx, schrieb am Ende seines als „Manifest“(ation des Bösen) bekannt gewordenen Machwerks:

Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären offen, dass ihre Zwecke nur durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnungen erreicht werden können.“

(Karl Marx)

[Siehe: „Neun Kommentare über die kommunistische Partei“, Teil 1]

Die Parallelen zu den Ereignissen von Hamburg sind unübersehbar.

Doch das ist auch nicht verwunderlich, war doch Ur-Kommunist Marx schon von dunkler Energie umgeben. In seinem Abituraufsatz zum Thema Berufswahl kam das themenuntypische Wort „vernichten“ allein schon sechsmal vor, wie der renommierte Historik-Professor Konrad Löw, Autor des „Rotbuchs über den Kommunismus“ im Interview mit „Epochtimes“ aufdeckte.

Doch Marx hatte noch Größeres vor, weitaus düsterer:

Einen Thron will ich mir auferbauen,

kalt und riesig soll sein Gipfel sein,

Bollwerk sei ihm übermenschlich Grauen,

und sein Marschall sei die düst’re Pein!

(Karl Marx, 1837, Gedicht-Auszug)

Durch Zusammenziehen aller Kräfte und den persönlichen Einsatz bis an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit, konnte die Polizei das Schlimmste verhindern. Dennoch zeigte Hamburg nach den Ausschreitungen ein verheerendes Bild der Zerstörung.

Fast 500 verletzte Polizisten

Nach Informationen des Bundespolizei-Chefs wurden während des Hamburg-Einsatzes 110 Beamte der Bundespolizei verletzt. Doch das ist nicht alles: Der Einsatzleiter der Hamburger Polizei, Hartmut Dudde, sagte, dass es vom 22. Juni bis zum Sonntag des G20-Gipfels insgesamt 476 verletzte Polizisten in diesem Zusammenhang gab, teilweise aus zahlreichen anderen Bundesländern, 20 aus Sachsen, zehn aus Thüringen, 14 aus Sachsen-Anhalt, so der „MDR“.

Bei den Ausschreitungen wurden rund 186 Personen festgenommen, 225 weitere kamen zeitweise in Gewahrsam.

Von den Gerichten erwartet Romann nun Urteile mit abschreckender Wirkung, um „Polizeivollzugsbeamte für die Zukunft vor einer Wiederholung zu schützen“, so der BP-Chef, der zugleich die Sicherheit der ausländischen Staatsgäste „jederzeit gewährleistet“ sah.

[G20-Polizeivideo]

https://www.youtube.com/watch?v=QHOuc-1Uq6s

Siehe auch:

Scholz wegen G20-Gewalt unter Druck: Polizisten kämpften um ihr Leben – Bürgermeister hörte Musik



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