„Sanktioniert die chinesische Diktatur“: Uiguren und Hongkonger Pro-Demokratie-Unterstützer in Berlin

Von 20. Januar 2020 Aktualisiert: 20. Januar 2020 16:04
Am Sonntag demonstrierten Menschen weltweit gegen die Diktatur in China, auch in Berlin. Sie stellten verschiedenen Forderungen an die Bundesregierung.

Die Gruppe „Hongkongers in Germany Concern Group“ und der „Weltkongress der Uiguren in Deutschland“ hatten am Sonntag in Berlin zu einer gemeinsamen Demonstration unter dem Motto „Freiheit von der Angst: Sanktioniert die chinesische Diktatur“ aufgerufen. Dabei fordern die Veranstalter, „weltweit Sanktionen gegen die chinesische Diktatur“ zu verhängen.

Die chinesische Verfassung beinhaltetet auch die Religionsfreiheit, sagte Gyde Jensen, Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Bundestag. Sie forderte die sofortige Schließung der Lager in Xinjiang. Weiter forderte sie auch die Bundesregierung auf, das Thema der Uiguren bei dem kommenden EU-China-Gipfel im September zur „Chefsache“ zu erklären.

Chinas Wirtschaft sei nur so stark, weil wir sie so stark gemacht hätten, sagte Jensen im Hinblick auf Hongkong. Man müsse sich gegen die dortige Polizeigewalt stellen und die Forderungen nach Demokratie unterstützen.

Der Repräsentant Taiwans, Prof. Dr. Shieh Jhy-Wey, wies darauf hin, dass das Problem mit China nicht neu sei. Taiwan, Hongkong, die Uiguren und auch Chinesen teilen das gleiche Schicksal, denn sie „werden von einem und demselben, grausamen, diktatorischem Regime bedroht.“

Mehmet Kezelkeya, der auch an der Demonstration teilnahm, erhofft sich, dass „Deutschland mehr Druck auf China“ machen würde. Er fordert die Freiheit für die Menschen in Xinjiang, sowie auch in Hongkong. Er bewundere auch den Mut der Hongkonger, die nun seit mehr als einem halben Jahr für ihre Rechte auf die Straße gehen.

Banner fordern Freiheit von der Angst

Auf Bannern und Schildern war zu lesen: „Lasst Millionen Uiguren in Konzentrationslagern frei“, „Freiheit von der Angst“ oder „Boykottiert chinesische Produkte“.

Weiterhin wurde auch auf den Organraub in China aufmerksam gemacht. Untersuchungen zufolge sind die Zahlen von Organtransplantationen in China seit den 90er Jahren stetig angestiegen, ohne das ein wirkliches Organspendersystem besteht.

Das Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurde zuerst durch Berichte in Zusammenhang mit der unrechtmäßigen Verfolgung von Falun Gong immer mehr bekannt. Das „China Organ Harvest Research Center“ brachte erst 2019 einen aktualisierten Bericht, der sowohl Zeugenaussagen von Angehörigen mutmaßlicher Organentnahmeopfer enthält, sowie neue Beweise und Zahlen aus einer Vielzahl von Quellen aufgedeckt, die „die wahre Natur und das wahre Ausmaß dieser Missbräuche offenbaren“.

In der Ankündigung der Demonstration in Berlin forderten die Organisatoren auf, „gemeinsam mit uns die Stimme für ein Leben in Würde und Menschlichkeit und für die Freiheit von Angst vor der Kommunistischen Partei Chinas (KPC)“ zu erheben.

Gemeinsam zeigen wir, dass wir nicht gekauft, zum Schweigen gebracht werden können. Wir kommen zusammen, um eine Welt frei von Angst zu bauen.“

Germany Stand with Hong Kong auf Facebook

Neben Berlin fanden auch zeitgleich Proteste in Hongkong, den Vereinigten Staaten, Kanada, Neuseeland, Belgien und Großbritannien statt. Laut Veranstalter ist es das erste Mal, dass die beiden Gruppen auf diese Weise miteinander kooperieren.

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