Silvester: Nordafrikaner verabredeten sich zu Köln 2016 – Damokles-Schwert schwebte bereits über der Stadt

Von 2. Januar 2017 Aktualisiert: 3. Januar 2017 10:52
Aus der Ferne lässt sich sagen, das Kölner Silvester 2016 lief im Gegensatz zum Vorjahr ruhig ab. Aus der Nähe betrachtet, hätte es ohne den massiven Polizeieinsatz wohl eine Wiederholung der Silvester-Pogrome von Köln 2015 geben können. "Es wäre zu Vorfällen wie vor einem Jahr gekommen." (Polizeigewerkschafter)

Laut der Bundespolizeibehörde waren rund 2.000 fahndungsrelevante und gewaltbereite Personen angereist. Es wurde von großen Gruppen von Männern aus Nordafrika gesprochen.

Allein am Hauptbahnhof und am Bahnhof Deutz seien mehrere Hundert Männer mit einer „Grundaggressivität“ aufgetreten. In Deutz konnte ein Zug mit 300 von ihnen rechtzeitig gestoppt werden, sie wurden zu Fuß in die Innenstadt geleitet.

Der Kölner Polizeisprecher Wolfgang Baldes: „Diese Leute lesen keine Zeitung die denken einfach: ‚Letztes Jahr ging ja auch alles gut.'“

Nordafrikaner verabredeten sich im Chat

Unter den rund 650 überprüften Personen, meist Nordafrikanern, kamen viele aus anderen Teilen NRWs oder den südlicheren Bundesländern.

Aufgrund von Smartphone-Chats haben wir herausgefunden, dass sich Gruppen von fahndungsrelevanten Personen abgesprochen haben, dass sie sich in Köln zu Silvester treffen wollen.“

(Jürgen Mathies, Polizeipräsident Köln)

Auch im vergangenen Jahr kamen nur zehn Prozent der ermittelten 335 Tatverdächtigen direkt aus Köln, berichtet die „Krone“.

Dem „Stern“ gegenüber sagte Mathies am Sonntag:

Ein Großteil der Personen hatte die Qualität, die ähnliche Straftaten wie 2015 befürchten ließen. Dies wollten wir unter allen Umständen vermeiden und haben deswegen konsequent gehandelt.“

(Polizeipräsident Mathies)

Herumlungernde junge Männer im Bahnhof

Laut dem Chef der Bundespolizei, Wolfgang Wurm, kippte gegen 21.30 Uhr die Stimmung, als plötzliche Hunderte junge Männer im Hauptbahnhof standen oder umherliefen, „99 Prozent“, so Polizeipräsident Mathies, stammten „aus den nordafrikanischen Maghreb-Staaten“. Sie hatten sich mit den Smartphones in den Social Media verabredet, „um 22 Uhr in Köln zu sein“, so Bundespolizeichef Wurm.

Es kommt zu Festnahmen und Platzverweisen. Herumlungernde junge Männer werden angesprochen, müssen sich ausweisen. Wer das nicht kann, wird im Mannschaftswagen überprüft. Vor dem Bahnhof werden rund 80 von ihnen eingekesselt, Nordafrikaner hauptsächlich, einige Syrer, Afghanen und Schwarzafrikaner, so der „Stern“.

Die Bilanz von Köln: Laut einem Artikel der „Krone“ gab es 180 Platzverweise durch die Landespolizei und 950 durch die Bundespolizei. Zudem kam es zu 164 Strafanzeigen, davon 50 bei der Bundespolizei, 27 Festnahmen und zehn Straftaten mit sexuellem Hintergrund. Insgesamt seien 92 Personen in Gewahrsam genommen worden.

https://www.youtube.com/watch?v=3u4G1QYKEEE

Dumpfe Stimmen aus der Vergangenheit

Stunden später wird die Polizei mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert, sie hätte die jungen Männer nur wegen ihres Aussehens und ihrer Herkunft überprüft. Doch Mathies weist das zurück, Köln 2015 wird wohl niemals vergessen werden: „Es handelte sich um das gleiche Klientel wie an Silvester 2015. Wir stellten die gleiche aggressive Grundstimmung wie vor einem Jahr fest.“

Und Mathies macht den ewig Gestrigen noch einmal deutlich: „Es geht nicht um die ethnische Ausrichtung, sondern um das Verhalten.“

Dem kann die Bundespolizei wohl nur beipflichten:

Wenn die Polizei nicht eingegriffen hätte, wäre es wieder zu Vorfällen wie vor einem Jahr gekommen, das ist Fakt.“

(Ernst Walter, Chef der Deutschen Bundespolizeigewerkschaft)

Im Einsatz waren:

  • 1.700 Landespolizisten, das Zehnfache vom letzten Jahr
  • 800 Bundespolizisten
  • 350 Ordnungsamtsmitarbeiter
  • 250 private Sicherheitsleute
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