Ralf Stegner (SPD) fordert Kanzlerin Merkel auf, gegen Äußerungen der CDU/CSU über die Gewalt beim G20-Gipfel vorzugehen.Foto: Miguel Villagran / Getty Images

SPD-Vize Stegner: Kanzlerin Merkel soll Union in G20-Debatte mäßigen

Epoch Times16. Juli 2017 Aktualisiert: 16. Juli 2017 16:19
Ralf Stegner (SPD) fordert Kanzlerin Merkel auf, gegen Äußerungen der CDU/CSU zum G20-Gipfel vorzugehen: "Den Versuch von Wahlkampfstrategen von CDU/CSU, der SPD ein ungeklärtes Verhältnis zu gewalttätigen Extremisten zu unterstellen", empfinde er als "ehrverletzend".

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, in der Debatte über die Gewalt beim G20-Gipfel gegen Äußerungen aus der CDU/CSU vorzugehen.

Der „politischen Rechten“ wirft er vor, in ihrem Denken sei Gewalt „angelegt“. „Den Versuch von Wahlkampfstrategen von CDU/CSU, der SPD ein ungeklärtes Verhältnis zu gewalttätigen Extremisten zu unterstellen“, empfinde er als „ehrverletzend“, schreibt Stegner in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Rundschau“.

„Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel muss dieses infame Spiel sofort unterbinden.“

Der SPD-Vize erhebt in dem Beitrag seinerseits schwere Vorwürfe gegen die Kanzlerin und Innenminister Thomas de Maizière (CDU): „Wir müssen über das Versagen der Konservativen reden.“

Es sei Merkel gewesen, die G20 nach Hamburg eingeladen habe, „weil sie sich schöne Bilder im Wahlkampf erhoffte“. Stegner fragt: „Wie konnten eigentlich ausländische Gewaltkarawanen nach Deutschland kommen? Das ist die Verantwortung des Bundesinnenministers de Maizière. Was macht der eigentlich beruflich?“

Der „politischen Rechten“ wirft der SPD-Politiker vor, in ihrem Denken seien „Ressentiments gegen Minderheiten oder physische Attacken auf Andersdenkende … unzweifelhaft angelegt. Von Ressentiments über die Abwertung und Verächtlichmachung von Minderheiten ist der Weg zur Gewalt geebnet.“

Stegner berichtet auch über Schmähungen wegen seiner bisherigen Äußerungen zu G20: „Die Hetze und die Lügen schließen inzwischen meine Familie mit ein. Das ist deutlich schwerer zu ertragen als alles andere.“ (dts)



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