arbeitnehmerFoto: iStock

Zu strenge Ökostandards? Unternehmen wandern ab: Saarland bittet Merkel um Milliardenhilfe wegen Stahlkrise

Epoch Times3. Oktober 2019 Aktualisiert: 3. Oktober 2019 16:58
Das Saarland dringt offenbar auf Bundeshilfen für seine kriselnde Stahlindustrie. CDU-Politiker Tobias Hans warnt vor der Abwanderung der Stahlproduktion in Länder die keine so hohen ökologischen und sozialen Standards haben.

Das Saarland dringt auf Hilfen des Bundes für seine kriselnde Stahlindustrie. Er warne vor einer Abwanderung der Stahlproduktion in andere Länder mit geringeren ökologischen und sozialen Standards, heißt es in einem Brief des saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), über den die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitagsausgabe) berichtet.

Die Produktion von sauberen und innovativen Stahlprodukten „Made in Germany“ müsse erhalten werden. Er verweise auf die beiden saarländischen Stahlunternehmen Dillinger Hütte und Saarstahl, die einen Abbau von annähernd 20 Prozent der Beschäftigten in den kommenden drei Jahren angekündigt hätten, heißt es in dem Brief von Hans weiter.

Hinzu kämen nun die drohende Zusatzbelastungen für den Klimaschutz und Energieauflage. Die Stahlproduktion der Zukunft sei für ihn eine Schlüsselfrage der wirtschaftlichen Stabilität, schreibt der saarländische Ministerpräsident.

„Daher appelliere ich sehr eindringlich an Sie, die saarländische Stahlindustrie zu unterstützen“, heißt es in dem Schreiben von Hans an Merkel.

Saarlands Ministerpräsident suche den Schulterschluss mit den Kollegen aus den übrigen betroffenen Bundesländern, um den Druck auf Berlin erhöhen zu können, berichtet die Zeitung weiter. Der CDU-Politiker warb dafür, die Stahlindustrie ähnlich wie die Energiewirtschaft zu unterstützen:

Wenn wir 40 Milliarden haben, um aus Klimaschutzgründen aus der Kohleverstromung auszusteigen, müssen wir auch einen Milliardenbetrag, der nicht zweistellig ist, aufbringen können, um unsere Stahlindustrie in eine klimaneutrale Zukunft zu führen“, sagte Hans der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Wenn der Stahl erst einmal weg sei, werde dies auch für andere Industriezweige erhebliche Folgen haben. „Dies wäre für die Volkswirtschaft katastrophal“, so der saarländische Ministerpräsident weiter. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion