Stühlingen: Hausarzt lehnt weitere Behandlung einer Patientin wegen AfD-Mitgliedschaft ab

Von 23. Februar 2021 Aktualisiert: 23. Februar 2021 14:46

Am Donnerstag, 18. Februar, besuchte die Konstanzer AfD-Kreisvorsitzende Andrea Zürcher ihren Hausarzt in Stühlingen „wegen eines akuten – allerdings nicht schlimmen – medizinischen Problems“. Unmittelbar nach der Behandlung teilte der Arzt ihr mit, sie künftig wegen ihrer AfD-Zugehörigkeit nicht mehr behandeln zu wollen. Es sei denn, es handele sich um einen Notfall.

Über ihr Erlebnis postete die Bundestagskandidatin der Oppositionspartei im baden-württembergischen Wahlkreises Waldshut auf Facebook:

Im Anschluss an die Behandlung eröffnete er mir, dass er sich im Zuge meiner Mitgliedschaft in der Alternative für Deutschland und als Direktkandidatin des Wahlkreises 288, gezwungen sieht, den Behandlungsvertrag mit mir aufzulösen und zukünftig maximal noch im Zusammenhang eines medizinischen Notfalls, keinesfalls allerdings als behandelnder Arzt zur Verfügung steht.“

Hausarzt angezeigt

Frau Zürchers Anwältin Martina Böswald erklärte gegenüber der Epoch Times: „Da Frau Zürcher chronisch krank ist und aktuell unter einer viralen Erkrankung leidet, muss hier unbedingt die Nachsorge gewährleistet sein. Frau Zürcher befindet sich nahezu jederzeit in einem gesundheitlich gefährdeten Zustand.“

Nach Angaben der Rechtsanwältin wurde gegen den Hausarzt Anzeige gestellt. „Zu prüfen sind Nötigung, versuchte Körperverletzung und insbesondere die Verletzung der besonderen ärztlichen Berufspflichten aus dem kassenärztlichen Behandlungsvertrag“, so Böswald weiter. Mit der Ärztekammer und der Krankenkasse sei Kontakt aufgenommen und eine Beschwerde geprüft worden.

Die Praxis des Hausarztes wollte auf Anfrage der Epoch Times keinen Kommentar abgeben.

Gefährliche Entwicklung?

Die Aussage des Arztes habe Frau Zürcher ihren Angaben zufolge vor Augen geführt, „welche Repressalien gegen aktive Mitglieder einer demokratisch gewählten Partei ergriffen werden, um eine unbegründete Ausgrenzung aus der sich tolerant und pluralistisch schimpfenden Gesellschaft anzutreiben“.

„Es ist gleichermaßen erschütternd wie ernüchternd, in welcher Offenheit die vermeintlich tolerante – von sich selbst als bürgerliche Mitte sprechende – Gesellschaft ungeniert und vor Publikum, medizinische Versorgung vom eigenen politischen und ideologischen Ideal abhängig macht“, so Frau Zürcher zu Epoch Times.

Frau Zürcher befürchtet, wenn sich diese Art der Begutachtung durchsetze – „medizinische Diagnose erst nach Diagnose der Gesinnung“ –, stehe ein düsterer Blick in die Zukunft bevor. Man frage sich unweigerlich, was wohl als Nächstes komme. „Einige Verhaltensmuster erinnern einen zwangsläufig leider an die Jahre ab 1933“, so die Bundestagskandidatin weiter.

 

 

 



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