3.000 US-Soldaten und schweres Kriegsgerät – Riesiger US-Truppentransport durch Deutschland erreicht Polen

Epoch Times12. Januar 2017 Aktualisiert: 12. Januar 2017 16:34
Kurz vor Amtsende ließ der scheidende US-Präsident Barack Obama eine Panzerbrigade in den Osten Europas verlegen. Schweres Kriegsgerät und Tausende Soldaten werden an der russischen Grenze aufgestellt.

Eine der größten Truppenverlegungen der US-Armee in Europa seit Ende des Kalten Krieges läuft nach Deutschland seit Donnerstag über Polen.

Ein Kontingent der US-Panzerbrigade passierte den Grenzübergang Forst/Olszyna östlich von Cottbus. Dem Voraustrupp folgen in den kommenden Tagen unter anderem 87 Abrams-Panzer sowie 500 teilweise schwer bewaffnete Truppentransporter. Russland kritisierte den Aufmarsch von US-Truppen an seiner Westgrenze als „Bedrohung“.

Die dritte Kampfbrigade der vierten US-Infanteriedivision aus Fort Carson im US-Bundesstaat Colorado wird im Rahmen der US-Operation „Atlantic Resolve“ verlegt. Die Einheit mit ihren mehr als 3000 Soldaten soll in Polen und den östlichen Nato-Staaten Estland, Lettland, Litauen, Ungarn sowie Rumänien und Bulgarien rotieren.

Die Unterstützung der nationalen Streitkräfte in diesen Ländern war im Jahr 2014 nach der Eingliederung der Halbinsel Krim in die Russische Föderation von den Nato-Staaten beschlossen worden.

Eine über 3.000 Mann starke US-Armee samt schwerem Kriegsgerät erreicht Polen. 12. Januar 2017. Foto:Getty Images

Die Truppenverlegung geschieht mit Hilfe der Bundeswehr quer durch Deutschland, nachdem das Material der Panzerbrigade von den USA aus nach Bremerhaven verschifft worden war. Die rund 2000 Fahrzeuge und Frachtcontainer werden überwiegend per Bahn transportiert, hinzu kommen Lkw-Konvois.

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hatte die Verlegung der Panzerbrigade angeordnet. Zudem soll ein von den US-Streitkräften geführtes Nato-Bataillon im Nordosten Polens an der Grenze zu Kaliningrad stationiert werden. Russland stationierte seinerseits atomwaffenfähige Iskander-Kurzstreckenraketen in der russischen Enklave zwischen Polen und Litauen.

Unklar ist, ob auch der künftige US-Präsident Donald Trump an der derzeitigen Strategie gegenüber Russland festhalten wird. Der Republikaner hatte wiederholt erklärt, er wolle die Beziehungen zwischen Washington und Moskau verbessern. Der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, sagte am Donnerstag, die US-Truppenverlegung „bedroht unsere Interessen und unsere Sicherheit.“ Der stellvertretende Außenminister Alexej Mechkow sagte, die Verlegung destabilisiere die europäische Sicherheit. (afp)

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