Dramatische Aussagen in der Asyldebatte – EU-Präsident: Grenzkontrollen bedeuten Ende des Euro

Epoch Times25. November 2015 Aktualisiert: 25. November 2015 18:50
EU-Präsident Jean-Claude Juncker spricht von einem Ende des Euro, sollten die Grenzkontrollen wieder eingeführt werden. Unterdessen fordert Angela Merkel "die letzten Schritte zu gehen", um einen dauerhaften Erhalt des Euro zu garantieren...

Wegen der Unstimmigkeiten in der Asylkrise, sieht der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auch den Euro in Gefahr. Juncker meinte, wenn innerhalb Europas wieder Grenzkontrollen eingeführt würden, dann sei auch der Euro am Ende, berichten die Deutschen Wirtschaftsnachrichten.

Wenn der passfreie Schengen-Raum zerfalle, werde das politische Folgen für die gesamte EU haben, einschließlich der Euro-Zone, meinte der EU-Präsident am Mittwoch vor dem EU-Parlament in Straßburg, so "DWN".

Das Abkommen zum Abbau von Personenkontrollen an den Binnengrenzen wird wegen der Flüchtlingskrise in einigen Mitgliedstaaten immer offener infrage gestellt. Mehrere Staaten in Osteuropa weigern sich, vor allem jetzt nach den Anschlägen in Paris, Flüchtlinge aufzunehmen. 

Trotz Widerstand: Merkel besteht auf Flüchtlingsverteilung

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besteht aber auf einem permanenten und verbindlichen Verteilungsmechanismus für Flüchtlinge in Europa. Dies sagte sie im Zusammenhang mit dem Erhalt des passfreien Schengenraums.

Die EU habe etliche nötige Reformen im Bereich der Asylpolitik noch nicht durchgesetzt, sagte Merkel in der Generaldebatte im Bundestag in Berlin, berichtet "Die Welt". Deshalb sei die Frage einer solidarischen Verteilung der Flüchtlinge und "die Bereitschaft zu einem permanenten Verteilungsmechanismus nicht irgendeine Petitesse, sondern die Frage, ob wir Schengen noch auf Dauer aufrechterhalten können", so Merkel.

Es scheint, als habe sich Jean-Claude Juncker mit der Kanzlerin abgesprochen, bevor er seine Äußerungen über den Schengen-Raum und den Euro tätigte.

"Ähnlich wie bei der Währungsunion sind wir bei Schengen nicht ganz am Ende dessen, was man hätte politisch lösen müssen", sagte Merkel. Sie fordert auch dazu auf "die letzten Schritte zu gehen", um einen dauerhaften Erhalt des Euro zu gewährleisten. Deutschland werde angesichts des Widerstands nicht aufgeben, meinte sie, sondern werde weiter auf diese Reformen drängen.

In Osteuropa widersetzt man sich der Flüchtlingspoltik der Kanzlerin aber standhaft. Neben Ungarn, Tschechien und der Slowakei hat jetzt auch Polen die Flüchtlingsaufnahme ganz ausgeschlossen. Auch Frankreich fordert bereits einen sofortigen Aufnahmestopp. (so) 

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