Greinsfurth: Ehefrau mit 38 Messerstichen getötet – 37-Jähriger als „islamistischer Fundamentalist“ den Behörden bekannt

Von 10. January 2019 Aktualisiert: 10. Januar 2019 20:20
Sie war zum Islam konvertiert. Sie hatte mit ihm vier Kinder. Nun ist sie tot.

Greinsfurth-Amstetten, Niederösterreich: Immer wieder soll er massiv versucht haben, Nachbarn und selbst Kinder zum Islam zu bekehren. Schwarz sei er gekleidet gewesen. Oft habe er an den Häusern geklingelt, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, berichtet der österreichische „Kurier“. Doch aggressiv soll er dabei nie aufgetreten sein, auch nicht „hinsichtlich Gewalttaten an seiner Ehefrau oder an seinen Kindern“, so die Polizei Niederösterreich.

Plötzlicher Gewaltausbruch

Um so überraschter war die Polizei wohl über den plötzlichen und blutigen Gewaltausbruch des österreichischen Staatsbürgers mit türkischen Wurzeln gegenüber seiner Ehefrau am Dienstagnachmittag, 8. Januar 2019. Diese war für ihn und die Ehe zum Islam konvertiert. Das Paar hatte vier gemeinsame Kinder im Alter von 9, 5 und einem Jahr, sowie einen 18-jährigen Sohn, der nicht mehr zuhause wohnt.

Zweimal hatte der 37-Jährige in der Küche und vor den Augen der drei jüngeren Kinder auf seine 40-jährige Ehefrau mit einem Küchenmesser eingestochen, die noch zu fliehen versuchte, verfolgt durch ihren Ehemann. Vor der Eingangstür des Mehrparteienhauses erwischte er sie nochmals, stach immer wieder auf sie ein, wie von Sinnen. Ein Passant sah den Angriff und alarmierte die Polizei. Insgesamt wurde die Frau 38 Mal getroffen. In ihrem Blut liegend, ließ der 37-Jährige sie zurück und verschanzte sich in der Wohnung.

Das Opfer wurde nach dem Messerangriff noch lebend in das Landesklinikum Amstetten verbracht, wo es jedoch seinen Verletzungen erlag.“

(LPD Niederösterreich)

Derweil verhandelte ein Team der Spezialeinheit Cobra mit dem Mann und konnte ihn nach einer halben Stunden zur Aufgabe bewegen.

Zum Islam konvertiert

Wie der „Kurier“ weiter berichtet, sollen sowohl der Mann als auch die Frau vor einiger Zeit zum Islam konvertiert sein.

Die Polizei Niederösterreich  betonte, dass der Mann wegen seiner „religiös motivierten Tätigkeiten“ bereits vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung „ordnungsgemäß im Rahmen der rechtlichen Vorgaben überprüft“ worden sei. Ein Anwohner hatte ihn dort im Juli 2018 gemeldet.

Der Beschuldigte übte seinen Glauben sehr fundamentalistisch aus, versuchte andere Personen von seinem Bekenntnis zu überzeugen und legte ihnen die Konvertierung zum Islam nahe.“

(Landespolizeidirektion Niederösterreich)

Auch der Ortsvorsteher von Greinsfurth, Bernhard Wagner, war dieser Umstand zur Genüge bekannt. Menschen hätten sich mehrfach bei der Polizei und der Gemeindeleitung darüber beschwert: „Er war in der Wohnhausanlage und auf Spielplätzen unterwegs, um Menschen zu überreden, dass sie zum Islam konvertieren sollen“, sagte der Ortsvorsteher Wagner gegenüber dem „Kurier“.

Nach Angaben der „Niederösterreichischen Nachrichten“ wurden in den letzten Monaten wegen der „Bekehrungsversuche“ über 30 Anzeigen bei der Behörde wegen Ordnungsstörung erstattet, was laut „NÖN“ mit Geldstrafen geahndet wird, aber nicht strafrechtlich relevant sei.

Wie Polizeisprecher Johann Baumschlager am Mittwoch auf Anfrage der „NÖN“ erklärte, sei der Mann als „islamistischer Fundamentalist“ anzusehen. Bei ihm wurde jedoch zuvor „kein strafrechtlich relevanter Tatbestand festgestellt“.

Polizei geht von „Beziehungstat“ aus

Die Polizei steht indes vor einem Rätsel bezüglich des Motivs der Tat. Gibt es einen religiösen Hintergrund?

„Da der Beschuldigte jegliche Kommunikation mit den ermittelnden Beamten des Landeskriminalamtes verweigert, wird bei der gestrigen Bluttat auf Grund des Tatablaufes aktuell von einer reinen Beziehungstat ausgegangen“, schreibt die Landespolizeidirektion Niederösterreich.

Der 37-Jährige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.

Im Video: Martin Sellner, Identitäre Bewegung Österreich, im Telefongespräch mit einem Anwohner. Dieser erklärte, dass die Frau, eine Österreicherin, nur vollverschleiert war und seit dem Vermummungsverbot nicht mehr vor die Tür gegangen war. Jeder habe den Mann gekannt, weil er immer mit seinem Rucksack unterwegs war und Leute zu bekehren versucht hatte. Man sah ihn offenbar als tickende Zeitbombe an …

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