Österreich: Strache fordert Kopftuch-Verbot in Kindergärten

Epoch Times3. April 2018 Aktualisiert: 4. April 2018 13:06
Österreich Vizepräsident hält ein Kopftuch-Verbot an Schulen und Kindergärten für wichtig um Mädchen "in ihrer Entwicklung bis zum zehnten Lebensjahr" zu schützen und die Integration zu fördern. Doch die Debatte um das Kopftuch ist noch nicht beendet.

Der österreichische Vizepräsident und Chef der FPÖ, Heinz-Christian Strache, tritt für ein bundesweites Kopftuch-Verbot für Mädchen in Kindergärten und Volksschulen ein.

Er ist der Ansicht, dass das Kopftuch Kinder voneinander trenne und eine gelungene Integration verhindere.

Dies, so der FPÖ-Chef, spiele „dem politischen Islam in die Hände, der schon heute gefährliche Parallelgesellschaften in diversen Vereinsstrukturen geschaffen hat.“

Auch sei es eine wichtige Maßnahme, um „Mädchen in ihrer Entwicklung bis zum zehnten Lebensjahr“ zu schützen, damit sie „sich frei entwickeln und integrieren können“, so Strache zur „Kronen Zeitung“.

„Im Bildungsbereich, in der Schule, im Kindergarten hat ein Kopftuch keinen Platz“

Auch Wiens neue SPÖ-Landesparteisekretärin Barbara Novak hatte sich für ein Kopftuchverbot an Schulen ausgesprochen.

Novak sagt in einem Interview mit der „Kronen Zeitung“:

Ich bin eine große Feministin und Menschenrechtsaktivistin. In diesem Zusammenhang solidarisiere ich mich vor allem mit den liberalen und feministischen Musliminnen. Im Bildungsbereich, in der Schule, im Kindergarten hat ein Kopftuch keinen Platz.“

Scharfe Kritik erntete Novak daraufhin aus ihrer Partei – ihr wurde die Förderung einer „Ausgrenzungspolitik“ vorgeworfen.

Später trat die SPÖ-Politikerin von ihrer Meinung zurück und sprach sich für „Überzeugungsarbeit“ statt Verboten und Sanktionen aus.

Auch der Wiener SPÖ-Chef Michael Ludwig machte im Bezug auf das Kopftuch-Verbot deutlich, dass er „kein Freund von Verboten“ ist.

Video: „Zwischen Islamdebatte und Heimatministerium – wer gehört zu Deutschland?“

(vm)

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