„Perfekter Zeitpunkt“: User behaupten Straßburg-Terror war False Flag-Angriff wegen „Gelbwesten“-Protesten

Epoch Times12. Dezember 2018 Aktualisiert: 13. Dezember 2018 21:52
Am Dienstag wurde Frankreich von einem Terrorangriff erschüttert. Es heißt ein bekannter "Islamist" habe mehrere Menschen erschossen. User in den sozialen Medien trauen den offiziellen Angaben nicht.

Nach der Terror-Attacke auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt mit drei Toten wird noch immer fieberhaft nach dem flüchtigen Täter gesucht. An der Fahndung sind 350 Sicherheitskräfte beteiligt, wie Frankreichs Innenminister Christophe Castaner in Straßburg sagte.

Außerdem rief die Regierung die höchste Terrorwarnstufe aus. Derweil wurden weitere Angaben zu dem polizeibekannten Gefährder bekannt, der in der Vergangenheit auch in Deutschland verurteilt worden war.

Der Mann hatte am Dienstagabend an drei Orten in Straßburg Angriffe verübt, wie der aus Paris in die elsässische Stadt geeilte Innenminister Castaner sagte. Er habe dabei drei Menschen getötet und zwölf weitere verletzt, sechs von ihnen schwer. Bei der Flucht habe sich der Angreifer zwei Mal Schusswechsel mit Sicherheitskräften geliefert. Der Mann soll dabei von Soldaten verletzt worden sein. Ein Soldat wurde bei einem Schusswechsel leicht an der Hand verletzt.

Der aus Straßburg stammende Mann sei in der Vergangenheit sowohl in Frankreich als auch in Deutschland verurteilt worden, sagte Castaner. Seine Strafen habe er abgesessen.

So weit die offizielle Version.

User spekulieren über False Flag-Angriff

Doch es gibt User in den sozialen Netzwerken, die der offiziellen Geschichte nicht trauen. Sie meinen, dass es sich bei dem Angriff um eine False Flag-Aktion der Regierung gehandelt haben könnte. Der Grund: die sich ausweitenden „Gelbwesten“-Proteste, die das Ende der Präsidentschaft von Emmanuel Macron bedeuten könnten.

Ein User schreibt:

Bizarr, gestern hat Macron [die Protestteilnehmer] nicht überzeugen können. Dann sagen uns die Medien, dass die Gelbenwesten-Proteste vorbei sind und heute Abend wird Straßburg angegriffen.“

Ein anderer Nutzer meint:

Viele Leute sagen, dass der Angriff in Straßburg ein zu perfektes Timing hat.“

Ein weiterer Nutzer schreibt:

Seltsam dieser Angriff am Tag nach der Rede von Macron…. Sieht aus wie ein Putsch, um die Leute an der Fortsetzung der Demonstrationen zu hindern.“

Ein anderer User schreibt auf Twitter:

„Bequeme False Flag in #Straßburg gerade noch rechtzeitig, damit #MacronDemission strenge Maßnahmen zur „Sicherheit“ ergreifen kann: Wie in diesen Fällen üblich, sind Name und Lebenslauf des Täters innerhalb von Minuten bekannt, die vorab erstellten Pressemitteilungen, lange bevor die Opfer anerkannt werden……….“

Die Zeitung TheStarsPost schreibt: „Verschwörungstheoretiker behaupten, dass die Schießerei in Straßburg eine von Macron organisierte False Flage-Operation war, um von den Unruhen abzulenken.“

Die Journalistin Assma Maad twitterte, „dass einige Gruppen Verschwörungstheorien verbreiteten“ würden.

Mehr Sicherheitskontrollen, mehr Soldaten

Nach dem Anschlag werden nun auf allen französischen Weihnachtsmärkten die Sicherheitskontrollen verschärft, um Nachahmungstaten zu verhindern, sagte Innenminister Castaner. Auch die Grenzkontrollen sollen verstärkt werden. Außerdem würden die Soldatenpatrouillen in Frankreich ausgeweitet.

Staatschef Macron versprach den Opfern des Angriffs die Solidarität Frankreichs.

Solidarität der gesamten Nation mit Straßburg, unseren Opfern und ihren Familien“, schrieb Macron im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Frankreich ist in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel islamistischer Anschläge geworden. Seit Anfang 2015 wurden dabei mehr als 240 Menschen getötet.

Straßburgs Weihnachtsmarkt ist einer der ältesten und größten in Europa. Er gilt seit längerem als potenzielles Anschlagsziel und wird deswegen verstärkt von der Polizei bewacht.

Nach den Schüssen auf dem Weihnachtsmarkt riegelte die Polizei auch das Gebäude des Europäischen Parlaments in Straßburg ab. Wegen der polizeilichen Absperrung konnten Parlamentarier, Mitarbeiter und Journalisten das Gebäude am Abend zunächst nicht verlassen. In der Nacht begannen die Behörden dann, die Menschen aus dem Gebäude zu bringen. (afp/so)