Wiener Imam fordert islamischen Staat und Scharia in Österreich

Von 11. May 2018 Aktualisiert: 12. Mai 2018 18:32
Gleich mehrere Anzeigen wurden gegen die As-Sunnah-Moschee in Wien eingereicht. Ein Prediger ruft in einem Youtube-Video zur Errichtung eines islamischen Staates in Österreich auf und fordert die Einführung der Scharia.

Wien, As-Sunnah-Moschee: Ein Prediger ruft in einem Youtube-Video zur Errichtung eines islamischen Staates in Österreich auf und fordert die Einführung der Scharia.

Dies geht aus einem Übersetzungsprotokoll einer Tonbandaufzeichnung aus der Moschee hervor, in der der Prediger auf Arabisch zu den Menschen sprach. Der Wiener FPÖ-Stadtrat will nun die Angelegenheit von der Staatsanwaltschaft auf strafrechtliche Relevanz prüfen lassen und erstattete Anzeige.

Wie die „Krone“ über den Fall berichtet, zeigte sich auch Terror-Experte Amer Albayati alarmiert: „In der Predigt wird die Einführung der Scharia gefordert und die Errichtung eines islamischen Staates. Diese Tendenzen sind gefährlich und müssen im Keim erstickt werden.“

Derzeit weist die Youtube-Seite der Moschee keine öffentlichen Videos mehr auf. In der einzigen Playlist sind noch ganze sieben Videos zu finden, alle privat und nicht aufrufbar. Zuvor wurden knapp 5.000 Aufrufe und 104 Abonnenten verzeichnet.

Am Montag veröffentlichte der VSC-Kulturverein, dass nach dem Medienrummel um die Moschee  moslemfeindliche Parolen „durch aufgehetzte BürgerInnen“ an die Tür geschmiert wurden, wofür er die „verantwortungslose Berichterstattung mancher Medien, voller Lügen und falscher, haltloser Vorwürfe gegenüber dem VSC-Kulturverein“ verantwortlich machte.

Bereits im April erstattete die FPÖ gegen das muslimische Gebetshaus in der Garbergasse und den Kulturverein VSC Anzeige „wegen Gutheißung von terroristischen Straftaten“. Der Wiener Landtagsabgeordnete und Wiener Gemeinderat Leo Kohlbauer (FPÖ) erklärte, dass er die Staatsanwaltschaft wegen radikaler Hasspredigten auf Facebook und Youtube durch die Betreiber in Kenntnis setzen werde und betonte, dass er davon ausgehe, „dass im Hintergrund dieses Vereins die gefährliche Muslimbruderschaft“ stehe, wie die „Krone“ berichtete.

Die Hass-Botschaften wurden demnach auf Deutsch über Facebook verbreitet.

Die Moschee selbst veröffentlichte vor zwei Wochen eine Stellungnahme zu den Vorwürfen und sieht Texte aus dem Zusammenhang gerissen und teils falsch übersetzt.

Kriegsspiele in Wien (A) und Herford (D)

Zuvor war die Moschee bereits durch Kriegsspiele mit Kleinkindern in die Schlagzeilen geraten. Der türkische Muslim-Verband ATIB suspendierte daraufhin den verantwortlichen Imam, so „Krone“ und der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ), Ibrahim Olgun, kündigte interne Ermittlungen und eine Sitzung des Obersten Rats zu den Vorfällen an.

„Dieser Vorfall ist ein Skandal und ist nicht mit der Linie der Glaubensgemeinschaft vereinbar“, so Olgun, der noch erklärte, dass Moscheen Orte des Friedens und nicht kriegerischer Aufführungen seien. Die Kinder seien instrumentalisiert worden, das Ansehen „unserer Gotteshäuser wurde beschädigt“.

Wie ein Youtube-Video zeigt, soll es auch im deutschen Herford derartige Kriegsspiele in einer DITIB-Moschee gegeben haben. Kinder traten auch hier als Soldaten auf.

Musikalisch inspiriert und offenbar tief beeindruckt wurde der Choreograph der Veranstaltung wohl durch dieselbe türkische Musik, wie sie für ein Propaganda-und Personenkult-Video nach dem Kongress der Türkische Jugendverband Föderation (TÜGEF) im September 2015, zwei Monate vor den Parlamentswahlen in der Türkei, benutzt wurde. Als Redner sprach Osman Gökcek, Präsident des Jugendverbandes:

„Bis 2023 werden weitere Tausende Recep Tayyip Erdogans (…), bis 2053 weitere Fatih [dt. der Eroberer] Sultan Mehmets (…), bis 2071 weitere Hunderttausende Asparslans [mutige Löwen] heranwachsen (…) und die Enkel der Osmanen, die Türkei, neu revolutionieren (…), um erneut Ordnung und Frieden in die Welt zu setzen.“

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