„JPMorgan lebt länger als die KP Chinas“ – Banken-Chef entschuldigt sich für Scherz

Von 28. November 2021 Aktualisiert: 28. November 2021 10:55

Ein vermeintlicher Scherz ging schief – „Wie lange wird die Kommunistische Partei Chinas überleben – bei all den Krisen und Spannungen?“

Der Vorstandsvorsitzende von JPMorgan Chase, Jamie Dimon, witzelte, dass die KP Chinas nicht länger als seine Bank leben wird.

„Ich habe neulich einen Witz gemacht …, dass die kommunistische Partei ihr 100-jähriges Bestehen feiert, genau wie JPMorgan. Und ich gehe jede Wette ein, dass wir länger durchhalten. In China kann ich sowas nicht sagen. Wahrscheinlich hören sie mich sowieso ab.“ – Jamie Dimon, JPMorgan-Chef.

Der Chef der größten US-Bank äußerte diese Behauptung am Dienstag in einer Podiumsdiskussion im Boston College über das China-Geschäft seiner Bank.

JPMorgan ist seit 1921 in China tätig, demselben Jahr, in dem die Kommunistische Partei dort gegründet wurde. In diesem Jahr feiern sowohl JPMorgan als auch die KPC ihr 100-jähriges Bestehen in China.

Aber wird China den Witz von Dimon mit Humor nehmen? – Wahrscheinlich nicht.

Am Mittwoch verurteilte das chinesische Außenministerium Dimons Bemerkung mit den Worten: „Ist das wirklich notwendig?“

Und Dimon ruderte zurück. Noch am selben Tag veröffentlichte JPMorgen eine Erklärung von Dimon, in der er seine Bemerkung bedauerte.

Wie war Dimons Einstellung zu China in der Vergangenheit? Er sagte einmal: „China ist eine der größten Chancen der Welt“. 

JPMorgans China-Geschäfte werden auf fast 20 Milliarden Dollar geschätzt. Dies ist nur ein winziger Teil der Bilanzsumme der Bank von fast 3,8 Billionen Dollar. 

Die Bank plant, in China weiter zu expandieren. Anfang dieses Jahres wurde JPMorgan die erste ausländische Investmentbank, die ein Wertpapierunternehmen in China vollständig besitzt. Zuvor waren alle ausländischen Finanzinstitute verpflichtet, einen chinesischen Partner zu haben. 

JPMorgan ist dafür bekannt, dass es enge Beziehungen zur KP Chinas unterhält, insbesondere durch sein „Söhne und Töchter Programm“.

Zwischen 2006 und 2013 stellte JPMorgan rund 100 Praktikanten und Vollzeitmitarbeiter mit speziellem Hintergrund ein. Die meisten von ihnen waren Söhne und Töchter von hochrangigen chinesischen KP-Funktionären.

Die meisten von ihnen waren unqualifiziert, doch es war für die Bank anscheinend wichtiger, Beziehungen in China aufzubauen und lukrative Geschäfte zu machen.

Die US-Behörden bezeichneten das Programm als „schlichte Korruption“ und meinten, es sei „korrupte Beeinflussung von Regierungsbeamten“. Im Jahr 2016 wurde JPMorgan daraufhin zu einer Geldstrafe von 264 Millionen US-Dollar verurteilt.



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