Pariser wütend auf Bürgermeisterin wegen „verwüsteter“ Stadt

Von 16. Oktober 2021 Aktualisiert: 16. Oktober 2021 8:35

Seit Monaten beschweren sich die Bürger von Paris über den verwahrlosten Zustand ihrer Stadt. Die Straßen seien mit Müll und Graffiti übersät. Das Stadtmobiliar, ein historisches Erbe der Stadt, würde schlecht gepflegt und statt restauriert immer weiter beschädigt.

Seit einigen Monaten ist der Hashtag „Saccage Paris“ – was bedeutet: „Verwüstetes Paris“ – auf Twitter in aller Munde. Die Pariser posten Bilder von Graffitis, Müll oder kaputten Stadtmobiliar. Viele machen die sozialistische Führung der Stadt für die Zustände verantwortlich.

Am vergangenen Wochenende wurde bei einer Demonstration vor dem Pariser Rathaus die Verwüstung der Hauptstadt angeprangert.

Wir wollen wissen, warum das Paris unserer Eltern und Großeltern verschwindet. Wir wollen wissen, warum das Paris, das wir als Kinder kannten, verschwindet und warum wir in einer verschandelten, seelenlosen Stadt leben.“ – Marina Yaloyan, Gründerin, Verein Sauvons Notre Paris.

Laut einer Umfrage des französischen Instituts für öffentliche Meinung (Ifop) finden 84 Prozent der Pariser ihre Stadt schmutzig, 40 Prozent sogar „sehr schmutzig“. Ein Ziel der Bewegung ist, zu verhindern, dass das Kulturerbe der Stadt weiter verkommt oder zerstört wird.

Marina Yaloyan gründete vor sechs Monaten einen Verein namens „Rettet unser Paris“. Die Gruppe hat inzwischen 22.000 Mitglieder. Ihr Hauptanliegen ist die allmähliche Zerstörung der historischen Stadtmöbel.

„Das ist die neue Ästhetik der Pariser Bürgermeisterin, die sie überall hinbringt. Die Leute sind nicht dafür. Sie wissen, dass wir dieses erstaunliche Erbe haben, das wir bewahren müssen und das die ganze Welt bewundert. Was wir jetzt sehen, ist völlige Zerstörung.“ – Marina Yaloyan.

Unweit des Rathauses sieht man aussagekräftige Beispiele für abstrakte Modernisierungen.

„In Paris haben wir wunderschöne Bänke aus dem 18. Jahrhundert, und was haben wir hier? Diese Bank sieht aus, als käme sie aus einem Bunker im alten kommunistischen Russland. Wir ermutigen die Menschen, die Bürgermeisterin der Stadt zu verklagen. Das scheint die einzige Möglichkeit zu sein, diesen Wahnsinn zu stoppen.“ – Alexandre Mouci, Mitbegründer, Verein Sauvons Notre Paris.

Ein weiteres Beispiel befindet sich auf der Insel Saint Louis in der Seine. Diese Steine sind mit Graffiti beschmiert. Anstatt sie zu säubern, entschied die Bürgermeisterin, die tausend Jahre alten Steine grau zu streichen.

Die Pariser Bürgermeisterin, Anne Hidalgo, gehört der Sozialistischen Partei an. Sie glaubt, dass Rechtsextremisten hinter den Protesten stecken. Für diese Behauptung gibt es jedoch keine Beweise.

Im April räumte sie ein, dass die Reinigungsteams der Stadt wegen der Pandemie unterbesetzt seien. Der stellvertretende Bürgermeister sagte, dass es in Paris wie in jeder anderen großen, dicht besiedelten Stadt schon immer schwierig sei, die Straßen sauber zu halten.

In der Zwischenzeit werden in Paris viele neue Gebäude gebaut, da sich die Stadtverwaltung auf die Olympischen Spiele 2024 vorbereitet. Sie sollen in der französischen Hauptstadt stattfinden.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]chtimes.de


Ihre Epoch Times - Redaktion