Mr. Dax über Barroso/Goldmann Sachs: Diese Verfilzung ist das Kernproblem der EU

Epoch Times10. Juli 2016 Aktualisiert: 10. Juli 2016 19:02
Der frühere Chef der EU-Kommission José Manuel Barroso wechselt zu Goldmann Sachs. Dirk Müller von Cashkurs.com kommentiert: "Genau diese Verfilzung zwischen EU-Politikern und Großkonzernen/Finanzkonzernen ist das Kernproblem der EU. Wen wundert es, dass viele EU-Politiker ihre Politik zu Gunsten der Konzerne statt zu Gunsten der Bürger machen. Jede ihrer Entscheidungen ist ein Bewerbungsschreiben für einen gut bezahlten Job "danach"."
Der frühere Chef der EU-Kommission José Manuel Barroso wechselt zu Goldmann Sachs. Zusätzlich wurde er von Goldmann Sachs zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Londoner Tochtergesellschaft Goldman Sachs International ernannt.
Dirk Müller con Cashkurs.com kommentiert: „Genau diese Verfilzung zwischen EU-Politikern und Großkonzernen/Finanzkonzernen ist das Kernproblem der EU.“
Und: „Wen wundert es, dass viele EU-Politiker ihre Politik zu Gunsten der Konzerne statt zu Gunsten der Bürger machen. Jede ihrer Entscheidungen ist ein Bewerbungsschreiben für einen gut bezahlten Job „danach“. Wenn er nicht schon während der Amtszeit in Aussicht gestellt wurde.“
Auf seiner Seite schreibt er: „Besonders anfälig dafür sind drittklassige Politiker, die in Brüssel „zwischengelagert“ wurden, deren Perspektiven ohne ein Angebot aus der Industrie sehr trübe wären. DAS ist der Kern, der die Menschen von der einst guten Idee „Europa“ angewiedert abrücken lässt. Eine Politik für Konzerne und gegen die Menschen.“
Der Wechsel ruft auch bei Anderen Kritik hervor. So schrieb der französische Außenhandelsstaatssekretär Matthias Fekl in twitter, Barroso leiste den Bürgern einen schlechten Dienst und bediene sich selbst bei Goldman Sachs. Damit sei er „ein unanständiger Vertreter eines alten Europa“.
Auf twitter überwiegen die kritischen Stimmen: „EU-Boss und Bilderberger Barroso geht zu Goldman Sachs. Sowas schafft wirklich Vertrauen in die elitäre EUdSSR.“ Oder auch: „Eine typische EU-Karriere. Irgendwann wird man eben von jenen belohnt, für die man über Jahre hinweg die Politik…“

Der Tagesschau zufolge wurde Goldmann Sachs vom Brexit überrascht: „Goldman Sachs baut gerade erst seine Europazentrale in London aus und wurde vom Brexit-Votum unangenehm überrascht. Die Bank beschäftigt derzeit allein rund 5000 Mitarbeiter in der Londoner Niederlassung. Das sind 90 Prozent aller in Europa angestellten Mitarbeiter des Geldhauses.“

Zwischen 2004 und 2014 war Barroso Präsident der EU-Kommission, vorher Ministerpräsident in Portugal. Nun wird spekuliert, ob er verpflichtet wurde, um bei den Brexit-Folgen zu helfen. Barroso wurde von der „Financial Times“ mit den Worten zitiert, er werde alles tun, um die negativen Effekte der Brexit-Entscheidung zu lindern.

Die EU-Kommission weist darauf hin, dass Barroso mit seinem Schritt nicht gegen geltende Regelungen verstößt. Anderthalb Jahre nach Abschluss ihres Mandats steht es ehemaligen Kommissionsmitgliedern frei, neue Verpflichtungen einzugehen. (ks)

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