Ein Jahr nach dem UN-Migrationspakt: UNHCR sieht Deutschland als Vorzeigemodell

Von 20. Dezember 2019 Aktualisiert: 21. Dezember 2019 7:24
Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) sieht Deutschland als „Best Practice“-Projekt im Umgang mit groß angelegten Fluchtbewegungen. Am Rande des Globalen Flüchtlingsforums in Genf gab es vor allem Lob für „zivilgesellschaftliche Ansätze“.

Der umstrittene UN-Migrationspakt ist etwas mehr als ein Jahr alt und aus Sicht des Repräsentanten des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) in Deutschland, Dominik Bartsch, hat er sich jetzt schon gelohnt. Dies liegt nicht nur daran, dass Deutschland zu den bislang lediglich etwas mehr als ein Dutzend Ländern gehört, die das UN-Flüchtlingskommissariat mit insgesamt mehr als 20 Millionen US-Dollar unterstützen.

Wie der Diplomat gegenüber der „Deutschen Welle“ erklärte, soll Deutschland mit seiner Aufnahmepraxis von mehr als einer Million Asylsuchenden seit 2015 auch international als „Best Practice“-Beispiel dienen, an dem sich andere Länder, die vor einer Flüchtlingskrise stehen, orientieren sollten.

„Wir haben in vielen Ländern beim Flüchtlingsschutz große Fortschritte erzielt“, erklärte Bartsch am Rande des Globalen Flüchtlingsforums, das in der Vorwoche (17./18.12.) in Genf stattfand. Dort erinnerte er gemeinsam mit anderen Funktionären die Geberländer an die Einhaltung ihrer Finanzierungszusagen. Außerdem sei es in Genf darum gegangen, „Ansätze und Erfahrungen, die zum Beispiel Deutschland gesammelt hat, anderen Staaten mitzuteilen und zu eruieren, inwieweit sie in einem anderen Kontext anwendbar sind“.

Uganda und Kolumbien besonders stark betroffen

Bartsch lobt dabei insbesondere „zivilgesellschaftliche Ansätze“, etwa wie jener großen Unternehmen in Deutschland wie VW. Diese hätten „spezielle Ausbildungs- und Trainingsprogramme aufgelegt und so den Geflüchteten geholfen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen“. Die Erfahrungen sollen etwa auch jenen Ländern mitgeteilt werden, die derzeit mit einer akuten Flüchtlingskrise konfrontiert seien.

Zu diesen gehörten etwa Kolumbien, wo sich derzeit 3,9 jener 4,8 Millionen Venezolaner aufhalten, die vor Elend und Gewalt in der kommunistischen Diktatur unter Machthaber Nicolás Maduro geflohen sind. „Weil Länder wie Ecuador, Peru oder Chile ihre Einreisebestimmungen verschärft haben, besteht die Gefahr, dass Kolumbien über kurz oder lang mit den Flüchtlingen aus Venezuela überfordert wird“, zitiert die Deutsche Welle (DW) Olga Sarrado, die Sprecherin des Flüchtlingshilfswerks UNHCR, zur Situation in Venezuela.

Aber auch in Uganda sei die Situation prekär, das seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Südsudan mehr als einer Million Flüchtlingen aus dem Nachbarland Schutz bietet. Dort versuche man, die Flüchtlinge nicht in Lagern unterzubringen, sondern in die Dorfgemeinschaften zu integrieren. In den benachbarten Ländern mit christlicher Bevölkerung scheint man damit bislang positive Erfahrungen gemacht zu haben.

Weltbank will mit 4,7 Milliarden US-Dollar helfen

Insgesamt seien im Rahmen des Forums, an dem 3000 Personen teilgenommen haben sollen, über 770 Zusagen in verschiedenen Bereichen verkündet worden, meldet das UNHCR selbst auf seiner Homepage.

Einige davon waren auch größerer Natur. So soll die Weltbankgruppe 4,7 Milliarden US-Dollar zugesagt haben, unter anderem für Aufnahmegemeinschaften, aber auch zur Ankurbelung des Privatsektors und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in den betroffenen Regionen. Die Interamerikanische Entwicklungsbank sagte eine Milliarde US-Dollar an Unterstützung zu, Staaten und andere Interessensgruppen wollen über zwei Milliarden USD beisteuern.

Beim Forum, so heißt es weiter, seien sechs Schwerpunkte im Fokus gestanden: Bildung, Arbeit, Energie und Infrastruktur, geteilte Verantwortung, Schutzmechanismen und „dauerhafte Lösungen wie Resettlement“. Das nächste Forum dieser Art soll 2023 stattfinden.

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