Neu angekommene Migranten schlafen in einem Olivenhain, der am 17. Oktober 2019 in Mytilene, Griechenland, neben dem überfüllten Flüchtlingslager Moria zu einem provisorischen Lager geworden ist. Das Migrantenlager Moria wurde für 3.000 Menschen gebaut, soll aber heute bis zu 14.000 Menschen aufnehmen und hat sich in die benachbarten Olivenhaine ausgebreitet.Foto: Christopher Furlong/Getty Images

Gescheiterte Staaten: Nahost-Experte prophezeit Europa „viel größeren Flüchtlingsstrom“

Epoch Times20. Oktober 2019 Aktualisiert: 20. Oktober 2019 12:39
"Europa hat wohl erst den Anfang eines viel größeren Flüchtlingsstroms gesehen", prognostiziert US-Nahost-Experte Bernard Haykel. Denn in Nahost "leben viele junge Menschen, deren Regierungen ihnen keine Chancen bieten können".

Der US-Nahost-Experte Bernard Haykel prophezeit Europa in den nächsten Jahren deutlich mehr Flüchtlinge. „Europa hat wohl erst den Anfang eines viel größeren Flüchtlingsstroms gesehen“, sagte Haykel Spiegel-Online in einem am Sonntag veröffentlichten Interview.

Grund sei, dass im Nahen Osten die Konflikte zunähmen und es in den nächsten Jahren noch mehr gescheiterte Staaten geben werde.

„Die Folgen werden vor allem die Europäer spüren. In all diesen Ländern leben viele junge Menschen, deren Regierungen ihnen keine Chancen bieten können“, sagte Haykel. Der US-amerikanische Rückzug aus dem Nahen Osten verschärfe die Situation.

Russland werde in diese Lücke hineinstoßen, auch die Türkei und der Iran vergrößerten ihren Einfluss.

Haykel ist Professor für Nahost-Studien und Direktor des Instituts für Transregionale Studien des zeitgenössischen Mittleren Ostens, Nordafrika und Zentralasien an der Princeton-Universität in New Jersey. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion