MH17-Abschuss: Russland enthüllt Identität seines MH17-Zeugen

Epoch Times3. Juni 2015 Aktualisiert: 3. Juni 2015 18:16

Russland hat die Identität seines Hauptzeugen zum MH17-Abschuss enthüllt: Er heißt Jewgeni Agapow, ist 22 Jahre alt und war seit 2013 Luftwaffentechniker bei der ukrainischen Armee. Das russische Ermittlungskomitee machte heute eine Kopie seines Passes publik, um zu zeigen, dass es sich um eine reale Person handelt. Sputnik News berichtete.

Um alle Zweifel an der Existenz des Zeugen auszuräumen, habe das Ermittlungskomitee beschlossen, den Namen des Zeugen publik zu machen, teilte der Sprecher der Behörde Wladimir Markin am Mittwoch mit. „Der Zeuge heißt Jewgeni Wladimirowitsch Agapow, Staatsbürger der Ukraine. Er hatte bei der ersten Staffel der taktischen Fliegerkräfte der ukrainischen Luftwaffe, Truppenteil Nummer А4465, als Mechaniker gedient.“

War der Abschuss ein Irrtum?

Kurz vor Weihnachten war er in Russland bei der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ aufgetaucht und hatte zum Abschuss der Malaysia Airlines eine detaillierte Aussage gemacht. Er hatte am 17. Juli 2014 Merkwürdiges auf einer ukrainischen Militärbasis beobachtet: Ein sichtlich verstörter Kampfjet-Pilot kam von einem Routineflug zurück und sagte: "Es war nicht das richtige Flugzeug“.

Als das Unglück wenig später bekannt wurde, folgerte Agapow, dass jener „Hauptmann Wladislaw Woloshin“ die Passagiermaschine irrtümlich abgeschossen haben musste. Woloshin hatte Raketen an seiner SU-25, als er abhob. Zurück kam er jedoch ohne die Munition.

Er bestand den Lügendetektor-Test

Die Redaktion der Zeitung und die russischen Behörden hatten Agapows Identität geprüft und seine Glaubwürdigkeit mit einem Lügendetektor getestet, bevor sie ein ausführliches Interview mit ihm veröffentlichten, das EPOCH TIMES in deutscher Übersetzung HIER im Wortlaut wiedergab.

Darin zeichnete Agapow ein tristes Bild von der routinemäßigen Zerstörung der Ostukraine.

Am 17. Juli 2014 wurde die Malaysia Airlines MH 17 über der Ostukraine abgeschossen. Bis jetzt gibt es keine stichhaltigen Ermittlungsergebnisse, wer den Tod der 298 Menschen an Bord verursacht hat. Russland war bisher der einzige Player, der stichhaltiges Satelliten-Material veröffentlichte.

Die Veröffentlichung von Agapows Identität dürfte eine Antwort sein auf die vor kurzem erhobenen Vorwürfe, Russland habe Satellitenbilder zur MH17-Katastrophe gefälscht. Die NATO und die USA haben bis heute kein einziges Satelliten-Bild dazu veröffentlicht, obwohl sie zum Zeitpunkt der Katastrophe mit einem Satelliten über der Region präsent waren. (rf)

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