Tech-Riesen besprechen bei Geheimtreffen Strategie für Zwischenwahlen – Trump: Twitter & Co bringen Millionen zum Schweigen

Epoch Times26. August 2018 Aktualisiert: 26. August 2018 21:03
Es sind wichtige Wahlen für US-Präsident Donald Trump - die US-Zwischenwahlen im November. Am Wochenende berieten mehrere Tech-Riesen ihre Strategie zu der Wahl.

US-Präsident Donald Trump forderte die großen Tech-Unternehmen wie Twitter und Facebook auf, die Zensur konservativer Meinungen zu unterlassen.

Am Freitag schrieb Trump auf Twitter: Die „Giganten“ unter den Netzwerken „bringen Millionen Menschen zum Schweigen. Die Leute müssen herausfinden, was die Wahrheit ist und was nicht, ohne Zensur!“

Zuvor gab Jack Dorsey, Vorstandsvorsitzender von Twitter, zu, dass sein Unternehmen „linksgerichtet“ sei.

Geheimes Treffen vor den US-Zwischenwahlen

Unterdessen fand am Freitag ein geheimes Treffen statt, bei dem die Vertreter von rund einem Dutzend der größten Technologieunternehmen der USA ihre Strategien für die US-Zwischenwahlen im November 2018 besprochen haben.

Das Meeting fand in der Twitter-Zentrale in San Francisco statt. Es waren Vertreter von Facebook, Google, Microsoft und Snapchat anwesend, berichtet „BuzzFeed“.

Die Wahlen finden am 6. November 2018 statt. Es handelt sich um Halbzeitwahlen (englisch midterm elections) während der Amtszeit von US-Präsident Trump. Sie liegen genau zwischen zwei Präsidentschaftswahlen.

Gewählt werden:

  • Alle Sitze im Repräsentantenhaus, siehe Wahl zum Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten 2018
  • Ein Drittel der Sitze im Senat, siehe Wahl zum Senat der Vereinigten Staaten 2018
  • Die Gouverneure in 36 Staaten und 3 Territorien, siehe Gouverneurswahlen in den Vereinigten Staaten 2018

Die Zwischenwahlen sind wichtig für Präsident Trump.

„Politische Ziele“ mittels Twitter & Co erreichen

Die Einladung zu dem geheimen Treffen kam von Nathaniel Gleicher, dem Leiter der Cybersicherheitspolitik bei Facebook – in der es laut „BuzzFeed“ hieß:

„Ich habe bereits in den vergangenen Wochen gegenüber einigen von Ihnen erwähnt, dass wir ein Folgegespräch nach unserem letzten Geschäftsgespräch – über den Informationskrieg, Wahlmanipulationen und den Herausforderungen denen wir diesbezüglich begegnen – planen.“

Bereits im Mai trafen sich neun Tech-Unternehmen, um ähnliche Probleme zu diskutieren. Damals waren auch Chris Krebs und Mike Burham, zwei US-Regierungsvertreter von der im November gegründeten „Foreign Influence Task Force“ des FBI, dabei. Diesmal war die Regierung jedoch nicht eingeladen.

Nach Angaben von Gleicher, wurde das Treffen in drei Themenblöcke eingeteilt: Jedes Unternehmen berichtet von seinen Initiativen Falschmeldungen entgegenzuwirken; eine Diskussionsrunde zur Bewältigung aktueller Probleme jedes Unternehmens, und eine Diskussionsrunde darüber, ob diese Treffen regelmäßig stattfinden sollen.

Kritiker meinen, das geheime Treffen der Internet-Schwergewichte zielte hauptsächlich darauf ab, vor und während den Zwischenwahlen die Verbreitung konservativer Meinungen und Inhalte auf ihren Webseiten weiter einzuschränken und zu zensieren.

Tatsächlich wurde bei dem Tech-Treffen hervorgehoben, dass Regierungen die Sozialen-Media-Plattformen verstärkt nutzen, „um politische Ziele zu erreichen“, zitierte „BuzzFeed“ einen Teilnehmer. (so)

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