(NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND)

Vom Urmeter zum IQ

Epoch Times5. November 2007 Aktualisiert: 5. November 2007 14:12
Der erste und vollständig illustrierte Wegweiser durch die Maßeinheiten der Welt

Aus unserem Leben sind Maßeinheiten nicht mehr wegzudenken. Dabei waren in langen Perioden der Menschheitsgeschichte nicht-genormte Einheiten in Gebrauch. So benutzten Nomaden in der Sahara eine Vielfalt von Begriffen zur Beschreibung einer Entfernung zwischen zwei Wasserstellen: Sie rechneten in Blickweiten, die man mit bloßem Auge am Boden oder vom Kamelrücken aus hat oder in Marschleistungen eines Mannes, der keine Last trägt, der eine Last trägt oder der einen beladenen Esel oder Ochsen führt. Für uns ist heute nur noch schwer vorstellbar, wie man mit den Längenmaßen Spanne, Fuß, Elle und Klafter leben konnte, die sich aus Körperteilen individueller Größe ableiteten. Oder mit Hohlmaßen wie Becher, Eimer, Scheffel, deren Inhalt je nach Region und Messgut variierte. Ein weiteres Beispiel sind die Feldmaße: Flächen wurden vom Frühmittelalter bis zur Metrifizierung im 19. Jahrhundert nicht nur in regional verschieden definierten Einheiten wie Klafter oder Route, Acker oder Hufe angegeben, sondern Ackerland konnte auch anhand der zum Pflügen benötigten Zeit (Morgen, Tagewerk) oder der erforderlichen Saatmenge (Scheffel) gemessen werden.

Die Vereinheitlichung der Maßsysteme ist vor allen Dingen eine Notwendigkeit unserer modernen Zeit: Im Jahr 1875 unterzeichneten 17 Staaten die so genannte Meterkonvention zum „Zwecke internationaler Vereinheitlichung von Flächen und Gewichten“. Damit war der Grundstein gelegt für die technischen Fortschritte hin zu etwa Mobiltelefon, Internet und Satellitennavigation, die erst durch verbindliche Messungen möglich wurden. Im Buch „Das Abenteuer der Vermessung – Vom Urmeter zum IQ“ nimmt der Autor Andrew Robinson den Leser mit auf eine spannende Reise: Von den alten Griechen bis zu den Atomphysikern der heutigen Zeit, von der Numismatik über die Entdeckung des metrischen Systems und der Vermessung von Naturkatastrophen bis hin zum Body-Maß-Index. Detailliert beantwortet der Autor interessante Fragen aus dem Alltag und veranschaulicht mit mehr als 250 Fotos und Illustrationen die Bedeutung von Maßzahlen für die menschliche Zivilisation. (jel)

Das NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND-Buch „Das Abenteuer der Vermessung – Vom Urmeter zum IQ“ von Andrew Robinson hat 224 Seiten, kostet 29,95 Euro (D) und ist ab sofort im Handel und unter www.nationalgeographic.de/shop erhältlich.



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