Extrembergsteiger Kammerlander gegen Klima-Panikmache: „Gletscher sind wieder größer geworden“

Von 13. Juni 2019 Aktualisiert: 13. Juni 2019 18:27
Der Südtiroler Extrembergsteiger Hans Kammerlander stammt aus einem Bergbauerndorf und hat zwölf 8000er Gipfel in aller Welt erklommen. Seit seiner Kindheit beobachtet er Naturerscheinungen. Er mahnte jüngst in einem Interview zum respektvollen Umgang mit der Umwelt. Für Klimahysterie sieht er jedoch keinen Anlass.

Das Informationsportal zur „Wetterversicherung“ hat mit der Südtiroler Bergsteigerlegende Hans Kammerlander (58) über seine Wahrnehmungen zum Thema Klimawandel gesprochen. Bei der „Wetterversicherung“ handelt es sich um ein Maklerbüro für Landwirte, das Versicherungslösungen vermittelt, welche diese gegen witterungsbedingte Ertragsausfälle absichern sollen.

Der aus einem Bergbauerndorf im Tauferer Ahrntal stammende Kammerlander ist seit 25 Jahren Extrembergsteiger und hat als solcher Gletscher in aller Welt bezwungen. Unter anderem hat er zweimal den Rekord in der schnellsten Besteigung des Mount Everest aufgestellt und insgesamt zwölf Gipfel über 8000 Meter bestiegen. Derzeit tourt Kammerlander mit seiner Vortragsreihe „Matterhörner der Welt“ durch Deutschland.

„Klimaschwankungen hat es immer schon gegeben“

Vom Portal der „Wetterversicherung“ auf Meldungen über ein stetiges Abschmelzen der Gletscher durch den Klimawandel angesprochen, bestätigt er zwar die Einschätzung, dass es global gesehen in den letzten Jahren einen Rückgang der Gletscher gegeben habe. Dies treffe jedoch nicht überall in gleichem Maße zu und sei keine grundlegend neue Entwicklung.

Ich habe allerdings beobachtet, dass der Rückgang bei uns in Mitteleuropa stehengeblieben ist. Die Gletscher sind sogar wieder größer geworden,“ erklärt der Alpinist.

Grund dafür seien strenge Winter in den Alpen während der vorangegangenen Jahre. Auf alten Gemälden hingegen sei zu erkennen, dass die Gletscher des Großglockners, des höchsten Berges Österreichs, in früheren Zeiten schon einmal deutlich kleiner gewesen wären: „Das zeigt, dass es immer schon Klimaschwankungen gegeben hat.“

Vor einigen hundert Jahren war die Waldgrenze höher

Erst vor kurzem sei er in der Nähe einer Schutzhütte in Südtirol auf uralte Baumstümpfe gestoßen, die belegten, dass die Waldgrenze dort vor einigen hundert Jahren viel höher gelegen hätte als heute. Dies zeige, dass es zu jener Zeit deutlich wärmer gewesen sein musste.

Kammerlander macht deutlich, dass es ihm ein „großes Anliegen“ sei, „auf die Umwelt auf[zu]passen“. Die Panikmache durch Katastrophenszenarien im Zusammenhang mit der angeblichen „menschengemachten Erderwärmung“, die auch von Wissenschaftlern nach Kräften angefacht wird, hält er jedoch für unangebracht.

Sobald in den Dolomiten Felsen runterkommen, sind sofort Experten mit Hubschraubern vor Ort und wenn man die reden hört, glaubt man, dass morgen die Welt untergeht“, schildert der Extrembergsteiger. „Die Wiesen unterhalb der Wände sind aber voll von Felsbrocken, die nicht erst seit gestern da liegen.“

Früher habe man nicht so ein Aufsehen über derartige Ereignisse gemacht: „Damals hat man halt gesagt, die Nacht hat es aber wieder gekracht’ und dann das Ganze wieder vergessen“, erklärt Kammerlander. „Das genaue Hinsehen und die Aufzeichnungen der Wissenschaftler machen den Menschen heute Angst.“

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.
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