2,42 Milliarden Euro: EU-Kommission verhängt Rekordstrafe gegen Google

Epoch Times27. Juni 2017 Aktualisiert: 27. Juni 2017 12:43
Google habe seine eigenen Online-Shopping-Angebote als erste Suchergebnisse aufgeführt. Das sei eine Benachteiligung von Konkurrenten, meinte die EU-Kommission und verdonnerte den Suchmaschinenbetreiber zu einer Strafe von 2,42 Milliarden Euro.

Die EU-Kommission hat eine Rekordstrafe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google verhängt. Der US-Internetkonzern habe seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber missbraucht, weil es seine eigenen Online-Shopping-Angebote als erste Suchergebnisse aufführte und damit seine Konkurrenten benachteiligte, wie die Kommission am Dienstag mitteilte. Google müsse seine Geschäftspraktiken innerhalb von drei Monaten ändern.

Das Unternehmen teilte umgehend mit, es erwäge, vor dem Europäischen Gerichtshof in Berufung zu gehen. „Wir werden die Entscheidung der EU-Kommission in ihren Einzelheiten prüfen“, erklärte Google.

Die bisher höchste von der EU verhängte Strafe beläuft sich auf 1,06 Milliarden Euro. Zu dieser Zahlung war 2009 der US-Chiphersteller Intel verdonnert worden.

Mit den nun verhängten 2,42 Milliarden Euro gegen Google bleibt die EU-Kommission andererseits deutlich hinter der zulässigen Höchststrafe zurück, die sich auf zehn Prozent der Jahreseinnahmen von Google und damit auf acht Milliarden Euro beliefe. (afp)

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