Kap. 5: Europa ist in den Händen des Feindes (Schluss)

Epoch Times3. November 2018 Aktualisiert: 6. November 2018 14:53
Ein Blick auf die Rolle der Sozialdemokratie in Europa.

Die Sozialdemokratischen Parteien arbeiten überall in Europa im Wesentlichen daran, den Sozialismus so schnell wie möglich voranzutreiben. Länder in Europa fördern absichtlich oder unabsichtlich kommunistische Ideologien und Grundsätze. Erst im Laufe der Zeit sahen die Menschen immer deutlicher, dass der Kommunismus überall mit Gewalt, Lügen, Krieg, Hungersnot und Diktatur einhergeht.

Die Frage ist daher: „Warum gibt es immer noch so viele Menschen, die dem Kommunismus von ganzem Herzen helfen, seine Lügen zu verbreiten und sogar zu seinen gehorsamen Werkzeugen werden?“

Die Epoch Times veröffentlicht hier den letzten Teil des 5. Kapitels des neuen Buches „Wie der Teufel die Welt regiert“. Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 können entsprechend nachgelesen werden. In der nächsten Woche erscheint dann das Kapitel 6.

Inhaltsverzeichnis – Teil 5

9. Die Verbreitung des Sozialismus in Europa

10. Warum fallen wir auf die Tricks des Teufels herein?

Teil 1: Einleitung  * 1. Zwei Strategien des Kommunismus: offene und verborgene Gewalt

Teil 2: 2. Kommunistische Internationale, Spionagekrieg und Desinformation * 3. Von Roosevelts „New Deal“ zum Progressivismus * 4. Die Kulturrevolution im Westen

Teil 3: 5. Die Antikriegs- und Bürgerrechtsbewegung * 6. Die Neomarxisten, die Satan anbeten

Teil 4: Der lange Marsch der Linken durch die Institutionen * Politische Korrektheit: Die Gedankenpolizei des Teufels

9. Die Verbreitung des Sozialismus in Europa – Ein Blick auf die Rolle der Sozialdemokraten

1889 gründete Friedrich Engels die „Zweite Internationale“, aus der die heutige „Sozialistische Internationale“ hervorging. Zu den frühen Sozialisten gehörten Lenin, der für eine gewaltsame Revolution eintrat, und Menschen wie Karl Kautsky und Robert Burns, die sich für progressive Reformen einsetzten. Zur Zeit der Gründung der „Zweiten Internationalen“ gab es weltweit über 100 politische Parteien, die sich auf den Marxismus als ihr Fundament beriefen. 66 von ihnen waren damals schon Regierungsparteien, die in ihrem jeweiligen Staat den Sozialismus voran trieben. Der Name „Sozialistische Internationale“ entstand 1951 nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie besteht aus sozialdemokratischen Parteien, Arbeiterparteien und  sozialistischen Parteien aus der ganzen Welt.

Mittlerweile gibt es überall in Europa sozialistische Parteien, die auf die „Zweite Internationale“ zurückgehen. Viele von ihnen sind Regierungsparteien. Innerhalb der „Sozialistischen Internationalen“ sind sozialistische Demokratie und demokratischer Sozialismus fast identisch. Alle vertreten die Idee, dass der Sozialismus das neue System ist, das den Kapitalismus ersetzen wird. Derzeit besteht die „Sozialistische Internationale“ aus über 160 Organisationen und Mitgliedern. Sie ist die größte internationale politische Organisation der Welt.

Die Sozialdemokratische Partei Europas (SPE), die im Europäischen Parlament vertreten ist, ist ein Mitglied der „Sozialistischen Internationalen“. Die Mitglieder der SPE sind die sozialdemokratischen Parteien der EU und ihrer Nachbarländer. Sie ist eine der politischen Parteien im Europäischen Parlament und wurde 1992 gegründet. Die SPE ist in der Mehrheit der europäischen Organisationen vertreten, unter anderem im Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission und dem Europarat. Im Jahr 2018 gehören im EU-Parlament 181 der 751 Europaabgeordneten der Sozialdemokratischen Partei Europas an.

Die sozialistische Fraktion, der neben der SPE noch einige wenige andere Parteien angehören, trägt den offiziellen Namen „Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament“ (S&D).

Die Sozialdemokratische Partei Europas hat derzeit 32 Parteimitglieder aus 25 Ländern der EU und aus Norwegen, acht assoziierte Mitglieder und fünf Beobachter. Insgesamt besteht sie also aus 45 politischen Parteien – sozialdemokratische Parteien, sozialistischen Parteien und Arbeiterparteien. Sie übt eine Vielzahl von Tätigkeiten aus. Die Hauptziele der Sozialdemokratischen Partei Europas sind die Stärkung der sozialistischen und sozialdemokratischen Bewegung innerhalb der EU und in ganz Europa sowie die Entwicklung einer engen Zusammenarbeit zwischen ihren Mitgliedsparteien und parlamentarischen Untergruppen. Im Wesentlichen arbeitet sie daran, die sozialistische Sache so schnell wie möglich voranzutreiben.

Ein Blick auf die wichtigsten europäischen Sozialdemokratischen Parteien

Deutschland:

Deutschland ist der Geburtsort von Marx und Engels und die Heimat der einflussreichen Frankfurter Schule, einer Ausprägung des Marxismus (siehe spätere Kapitel). Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) wird häufig als die älteste noch bestehende Partei Deutschlands bezeichnet.

Ein Alleinstellungsmerkmal der SPD ist ihre absolute Vormachtstellung in der deutschen Medienbranche. Auch weltweit gehört die Partei zu den größten Medienmächten. Sie dominiert die Politik Deutschlands nicht nur über ihre Abgeordneten, sondern auch dann, wenn sie nicht an der Macht ist. Zeitungen, Radiosender, Medien – darunter die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg) und die Hannoveraner Verlagsgesellschaft Madsack – gehören zur SPD. Das Portal „Sciensfiles“ listete 2014 in einem pdf-Dokument alle SPD-Beteiligungen auf und kam auf rund 10.300 Beteiligungen der SPD auf 412 A4-Seiten mit rund 25 Einträgen pro Seite. [56]

Der Schwerpunkt der SPD-Medienbeteiligungen liegt im Bereich regional erscheinender Tageszeitungen – in vielen Gebieten beherrscht die Partei den Markt absolut. Inge Wettig-Danielmeier, SPD-Schatzmeisterin und Generaltreuhänderin der DDVG 2002 sagte: „Auch dort, wo wir nur 30 oder 40 Prozent haben, kann in der Regel nichts ohne uns passieren“. [57] Im Impressum der Zeitungen ist die SPD jedoch nicht zu finden – sie bedient sich der eigenen Medien-Holding ddvg.

Über diese Medienmacht hat das Gespenst des Kommunismus das gesamte Land mitsamt den bürgerlichen und konservativen politischen Kräfte unmerklich immer weiter nach links gezogen. Die Verquickung der SPD mit Tageszeitungen ist einmalig in Deutschland. Andere Parteien Deutschlands können nicht auf diese Art und Weise Einfluss auf die Bevölkerung nehmen. Wegen dieser speziellen Strategie können die Sozialdemokraten zu Recht als die heimlichen Regierenden Deutschlands und der wahre Hauptakteur der aktuellen politischen Zustände bezeichnet werden.

Der ehemalige SPD-Vorsitzende und deutsche Bundeskanzler Willy Brandt führte die „Sozialistische Internationale“ sechzehn Jahre lang – und wandelte sie zu einem der wichtigsten Agenten der globalen Politik um. Nachfolger von Willy Brandt wurde erst der frühere französische Premier Pierre Mauroy, später der portugiesische Regierungschef Antonio Guterres. Seit 1. Januar 2017 ist Guterres Generalsekretär der UNO.

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Die „Sozialistische Internationale“ schaltet sich international vor allem in Lateinamerika ein, im Nahen Osten und auch in Afrika. Nicht nur Chile und Nicaragua wurden massiv unterstützt. Der Gießener Politik-Professor Seidelmann ist überzeugt, ... dass in Nicaragua die sandinistische Revolution ohne die stille und auch offene hilfsflankierende Unterstützung der „Sozialistischen Internationalen“ nicht möglich gewesen wäre. [58]

Frankreich:

Die Sozialistische Partei in Frankreich ist die größte Mitte-Links-Partei Frankreichs und Mitglied der „Sozialistischen Internationalen“ sowie der Sozialdemokratischen Partei Europas. Ihr Präsidentschaftskandidat François Hollande wurde 2012 zum Präsidenten Frankreichs gewählt. Der im Jahr 2017 gewählte französische Präsident Emmanuel Macron erklärte in einem Interview mit “Le Parisien” im März 2017, selbst Maoist zu sein. [59]

Großbritannien:

Die Leitprinzipien der britischen Labour Party basieren auf dem Fabian-Sozialismus. Wie bereits erwähnt, ist der Fabian-Sozialismus einfach eine andere Version des Marxismus, betont aber den schrittweisen Übergang vom Sozialismus zum Kommunismus. Er befürwortet ebenfalls hohe Steuern, hohe Sozialleistungen und andere sozialistische Ideen. Die Labour Party wurde in den letzten Jahrzehnten mehrfach zur Regierungspartei Großbritanniens und hat sich stets für die sozialistischen Ideen der „Fabian Society“ (auf Deutsch: „Fabier“ oder „Fabian-Gesellschaft”) eingesetzt.

Die Kommunistische Partei Großbritanniens versucht ebenfalls sehr aktiv, die britische Politik zu beeinflussen, indem sie mit dem „Morning Star“ sogar eine eigene Zeitung herausgibt. Die Kommunistische Partei Großbritanniens wurde 1920 gegründet. Zu ihren Glanzzeiten wurde die Partei sogar ins britische Unterhaus gewählt. Zu Beginn der letzten Wahlen 2017 in England kündigte die Kommunistische Partei Großbritanniens plötzlich ihre Absicht an, den führenden linksorientierten Politiker der Labour Party, Jeremy Corbyn, zu unterstützen.

Als wichtiges Mitglied der Labour Party hat er 40 Jahre lang die Verstaatlichung von Vermögen und den Sozialismus gefördert. Im September 2015 wurde er mit knapp 60 Prozent der Stimmen zum Vorsitzenden der Labour Party gewählt. Corbyn ist seit Jahren ein prominenter Teilnehmer an LGBT-Veranstaltungen und -Aktivitäten. Von einem BBC-Reporter nach seinen Ansichten über Marx gefragt, lobte er Marx als großen Ökonomen und „faszinierende Figur, die viel beobachtet hat und von der wir viel lernen können“.

Italien:

Der erfahrene italienische Kommunist Antonio Gramsci gründete 1921 nicht nur die Kommunistische Partei Italiens, sondern war auch ihr Generalsekretär. Bis in die 90er Jahre hinein war die Kommunistische Partei Italiens sehr aktiv und behauptete lange Zeit ihre Position als zweitgrößte politische Partei des Landes. 1991 wurde die Partei in Demokratische Partei (PD) umbenannt. Sie stellt im Europäischen Parlament die meisten Abgeordneten einer einzelnen Partei.

Schweden:

Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Schwedens, die Regierungspartei Schwedens, sagt offen, dass sie den Marxismus als ihren theoretischen Leitfaden benutzt. Während der Jahrzehnte ihrer Herrschaft förderte sie die sozialistische Ideologie der „Gleichheit“ und der „Wohlfahrt“. Noch heute hängen Porträts von Marx und Engels in den Gebäuden der Partei.

Österreich:

Der langjährige Bundeskanzler Österreichs, Bruno Kreisky (SPÖ), war über ein Jahrzehnt (1976 bis 1989) Vizepräsident der “Sozialistischen Internationale” und enger Vertrauter von Willy Brandt. Der bis Dezember 2017 amtierende Bundeskanzler Österreichs, Christian Kern (SPÖ), wurde in seiner Amtszeit 2017 in den Vorstand der „Progressiven Allianz“ gewählt, zu der 130 [Anm.: laut Wikipedia sind es nur 80] sozialistische und sozialdemokratische Parteien gehören. [60]

Ein Vertreter der „Progressiven Allianz“ aus Österreich im Europäischen Parlament ist ein ehemaliger Fernsehmoderator und USA-Büroleiter des staatlichen Österreichischen Rundfunks (ORF).

Länder wie Spanien und Portugal haben ebenfalls sehr aktive kommunistische Parteien mit großem Einfluss. Ganz Europa, nicht nur die osteuropäischen Länder, wird vom Kommunismus beherrscht. Nichtkommunistische Länder in Nordeuropa, Südeuropa und Westeuropa fördern und setzen absichtlich oder unabsichtlich kommunistische Ideologien und Grundsätze um. Europa „in den Händen des Feindes“ zu sehen, ist keine Übertreibung.

10. Warum fallen wir auf die Tricks des Teufels herein?

Der US-Soziologe Paul Hollander erzählt in seinem Buch „Political Pilgrims“ (auf Deutsch: “Politische Pilger”) die Geschichten junger Intellektueller, die die Sowjetunion, das maoistische China und das kommunistische Kuba bereisten. Während dieser Zeit wurden dort entsetzliche Gräueltaten verübt, doch diese jungen „politischen Pilger“ sahen nichts davon und schrieben nach ihrer Rückkehr begeistert Bücher, die die sozialistischen Ideen verherrlichten. [61]

Die kommunistische Ideologie ist eine Ideologie des Teufels, und im Laufe der Zeit sahen die Menschen immer deutlicher, dass der Kommunismus überall mit Gewalt, Lügen, Krieg, Hungersnot und Diktatur einhergeht. Die Frage ist:

Warum gibt es immer noch so viele Menschen, die dem Teufel vom ganzen Herzen helfen, seine Lügen zu verbreiten und sogar zu seinen gehorsamen Werkzeugen werden?

In den Vereinigten Staaten wurden Menschen zu unterschiedlichen Zeiten aus unterschiedlichen Gründen vom Kommunismus angezogen. Die frühesten Mitglieder der Kommunistischen Partei der USA waren Einwanderer. Ihr wirtschaftlicher Status war niedrig, und es war schwer für sie, sich in die Gemeinschaft einzugliedern. Der Gruppendruck aus ihren Heimatländern (vor allem Russland und Länder Osteuropas) bewirkte, dass sie der Kommunistischen Partei beitraten.

Nach der Weltwirtschaftskrise (1929-1941) nahm der Einfluss des Marxismus im Westen dramatisch zu. Fast die gesamte intellektuelle Schicht im Westen erfuhr einen Linksruck. Zahlreiche Intellektuelle besuchten die Sowjetunion. Nach ihrer Rückkehr hielten sie Reden und schrieben Bücher zur Förderung der kommunistischen Ideologie. Beteiligt waren zahlreiche einflussreiche Denker, Schriftsteller, Künstler und Reporter.

Die Generation der „Baby-Boomer“ in den USA ging in den 1960er Jahren aufs College. Die jungen Menschen wuchsen zwar im Wohlstand der Nachkriegszeit auf, doch wurden sie von kommunistisch geprägten Ideologien irregeführt. Dazu gehören Positionen der Gegenkultur wie die Anti-Kriegsbewegung, Frauenrechte und dergleichen. Die nächste Generation von Schülern und Studenten bekam linksgerichtetes Material direkt aus ihren Lehrbüchern serviert, weil ihre Lehrer die „verbeamteten Radikalen“ waren – damit hatte der „lange Marsch des Kommunismus durch die Institutionen“ letztendlich Erfolg, und so begann ein Kreislauf, der darauf angelegt ist, sich auf ewig zu wiederholen.

In seinem Buch „Masters of Deceit“, das der Aufdeckung des Kommunismus gewidmet ist, hat FBI-Direktor J. Edgar Hoover, der sein Amt 37 Jahre ausübte, kommunistische Aktivisten in fünf Gruppen eingeteilt: Offene Parteimitglieder, geheime Parteimitglieder, „Mitreisende“, Opportunisten (die die Partei aus Eigennutz unterstützen) und Betrüger. [62] In Wirklichkeit gibt es nur sehr wenige extrem böse und hartnäckige kommunistische Aktivisten; wurde die Mehrheit der Mitglieder der Kommunistischen Partei nicht einfach hereingelegt?

Die Bücher „Zehn Tage, die die Welt erschütterten“ des amerikanischen Reporters John Silas Reed sowie Edgar Snows „Roter Stern über China“ spielten eine wichtige Rolle bei der Förderung der kommunistischen Ideologie auf der ganzen Welt. Reed ist einer von drei Amerikanern, die in der Nekropole an der Kremlmauer bestattet wurden – was bedeutet, dass er selbst ein kommunistischer Aktivist war. Seine Beschreibung der Oktoberrevolution war keine objektive Berichterstattung über die tatsächlichen Ereignisse, sondern sorgfältig ausgearbeitete politische Propaganda.

Snow war ein „Mitreisender“ im Kommunismus. Im Jahr 1936 gab er einen Interviewentwurf an ein Mitglied der KP Chinas weiter. In diesem standen Fragen zu einigen Bereichen, darunter Diplomatie, Verteidigung gegen feindliche Invasionen, Ansichten über ungleiche Verträge, ausländische Investitionen, Ansichten über Nazis und mehr. Mao Tse-tung traf sich mit Snow in einem Höhlenhaus in Shanbei (dem nördlichen Teil der Provinz Shaanxi), um seine Fragen zu beantworten. Ziel war, einen positiven Eindruck der KP Chinas zu erzeugen. Der junge und naive Snow wurde als Werkzeug benutzt, um sorgfältig ausgearbeitete Lügen in die Welt zu tragen.

Der ehemalige KGB-Spion Juri Bezmenow empfing als Teil seiner Spionagetätigkeit ausländische “Freunde”. Ihr Tagesplan wurde vom Auswärtigen Nachrichtendienst des KGB festgelegt. Die Besuche in Kirchen, Schulen, Krankenhäusern, Kindergärten, Fabriken und vielem mehr wurden vorbereitet. Die Beteiligten waren Kommunisten oder politisch vertrauenswürdige Personen, die zuvor geschult wurden, um sicherzustellen, dass sie ein einheitliches Bild abgaben. Als Beispiel nannte er die Reportage des amerikanischen Magazins „Look“, das in den 1960er Jahren Journalisten in die Sowjetunion schickte und am Ende von sowjetischen Sicherheitskräften vorbereitete Druckmaterialien, einschließlich Fotos und Druckvorlagen, veröffentlichte.

So wurde sowjetische Propaganda unter dem Namen eines US-Magazins in der Öffentlichkeit verbreitet und konnte massenhaft US-Bürger in die Irre führen. Juri Bezmenow sagte, dass viele westliche Politiker explizit Lügen erfanden und die Zusammenarbeit mit sowjetischen Kommunisten suchten, um ihr Ansehen zu heben und Geld zu machen. Dass Journalisten, Schauspieler und Top-Athleten bei einem Besuch in der Sowjetunion die Realität nicht sahen, sei zu entschuldigen – das Verhalten der westlichen Politiker jedoch unverzeihlich. Bezmenow bezeichnete diese Politiker als moralisch korrupt. [63]

In dem Buch „You Can Still Trust the Communists (to Be Communists)“ analysierte Dr. Fred Schwartz, warum gerade junge Männer aus wohlhabenden Familien oft dem Kommunismus verbunden waren. Er nannte vier Gründe: Erstens, die Enttäuschung über den Kapitalismus; Zweitens, den Glauben an eine materialistische Lebensphilosophie; Drittens, intellektuelle Überheblichkeit. Intellektuelle Überheblichkeit bezieht sich auf die Erfahrung junger Menschen im Alter von etwa 18-20 Jahren, die aufgrund ihres Teilverständnisses der Geschichte, ihres anti-autoritären Grolls und ihres Wunsches, gegen Tradition, Autorität und die ethnische Kultur, in der sie aufgewachsen sind, zu rebellieren, leicht der kommunistischen Propaganda zum Opfer fallen.

Der vierte Grund sind unerfüllte religiöse Bedürfnisse. Mit unerfüllten religiösen Bedürfnissen ist die Tatsache gemeint, dass jeder Mensch eine Art religiösen Impuls in sich trägt, der ihn dazu treibt, über sich selbst hinauszugehen. Der Atheismus und die in den Schulen vermittelte Evolutionstheorie machen ihn jedoch unfähig, Befriedigung aus der traditionellen Religion zu ziehen. Die kommunistische Fantasie der Befreiung der Menschheit nutzt dieses latente menschliche Bedürfnis aus und dient als Ersatzreligion. [64]

Intellektuelle tendieren dazu, sich von radikalen Ideologien täuschen zu lassen. Dieses Phänomen beschäftigt die Wissenschaft. In seinem Buch „The Opium of the Intellectuals“ (zu Deutsch: Das Opium der Intellektuellen) wies Raymond Aron nachdrücklich darauf hin, dass Intellektuelle des 20. Jahrhunderts einerseits das traditionelle politische System scharf kritisierten, andererseits aber die Diktatur und das Gemetzel in kommunistischen Staaten großzügig tolerierten oder sogar ignorierten. Er betrachtete die linken Intellektuellen, die ihre Ideologie in eine säkulare Religion verwandelten, als heuchlerisch, launenhaft und fanatisch.

In seinem Buch „Intellectuals: From Marx and Tolstoy to Sartre and Chomsky“ analysierte Paul Johnson, ein britischer Historiker, das Leben und die radikalen politischen Ansichten von Rousseau und einem Dutzend Intellektueller nach ihm. Johnson stellte fest, dass sie alle die verhängnisvollen Schwächen von Arroganz und Egozentrismus teilten. [65]

Auch der amerikanische Wissenschaftler Thomas Sowell hat in seinem Buch „Intellectuals and Society“ die außergewöhnliche Arroganz der Intellektuellen ausführlich dargestellt. [66]

Diese Wissenschaftler haben ihre Analysen der kommunistischen Intellektuellen auf eine sorgfältige Beurteilung und Untersuchung gestützt, aber wir möchten die Aufmerksamkeit auf einen anderen Grund lenken, den sie nicht abgedeckt haben, der erklärt, warum Intellektuelle so leicht getäuscht werden können. Der Kommunismus ist eine dämonische Ideologie, die zu keiner traditionellen Kultur der menschlichen Gesellschaft gehört. Da er gegen die menschliche Natur kämpft, kann er vom Menschen nicht auf natürliche Weise entwickelt werden, sondern muss von außen aufgezwungen und eingeflößt werden. Unter dem Einfluss von Atheismus und Materialismus hat die zeitgenössische Wissenschaft und Bildung den Glauben an Gott aufgegeben. Der blinde Glaube an die Wissenschaft und die Verehrung der sogenannten menschlichen Vernunft machen es möglich, dass Menschen Sklaven dieser dämonischen Ideologie werden.

Seit den 1960er Jahren unterwanderte der Kommunismus das amerikanische Bildungssystem. Noch schlimmer ist, dass viele junge Menschen – von linken Medien bombardiert und mit einer vereinheitlichten Bildung versehen – viel Zeit mit Fernsehen, Computerspielen, Internet und sozialen Medien verbringen. Sie werden in sogenannte „Schneeflocken“ verwandelt: Menschen, denen es an Wissen, einer globalen Perspektive, Verantwortungsbewusstsein, Geschichtsbewusstsein und der Fähigkeit zur Bewältigung von Herausforderungen mangelt. Die Generation ihrer Eltern flößt ihnen kommunistische oder vom Kommunismus abgeleitete Ideologien ein, die sie indoktrinieren. Sie nutzen einen verzerrten Rahmen zur Bewertung neuer Fakten, die sie sehen und hören. Das heißt, dass die kommunistischen Lügen sie wie eine Hülle umgeben, die sie daran hindert, einen unverfälschten Blick auf die Realität zu werfen.

Um Menschen zu täuschen, hat der Teufel die menschlichen Schwächen der Dummheit, Ignoranz, Egoismus, Gier und Leichtgläubigkeit so weit wie möglich ausgenutzt. Auch den Idealismus und die romantischen Fantasien von einem schönen Leben vieler Menschen nutzte er für seine Zwecke. Das ist das Traurigste von allem. Tatsächlich hat ein kommunistischer Staat nichts mit den romantischen Fantasien der wahren Kommunismus-Gläubigen gemeinsam. Würden sie tatsächlich unter einem kommunistischen Regime leben, anstatt diesem einfach nur einen gemütlichen Besuch abzustatten, könnten sie dies erkennen.

Das kommunistische Gespenst tarnte sich bei seiner Infiltration des Westens gut. Nur wenn wir die konkreten Phänomene mit etwas Abstand und aus der Metaebene betrachten, können wir wirklich sein Gesicht und seine teuflischen Ziele sehen.

Der wahre Grund, warum der Teufel sein Ziel erreichen konnte, besteht darin, dass die Menschheit ihren Glauben an Gott aufgegeben und ihre moralischen Standards gelockert hat. Eine Befreiung vom Einfluss der Dämonen und ihrer Kontrolle wäre nur möglich, indem wir unseren Glauben wiederbeleben, unseren Geist reinigen und unsere Moral erhöhen. Wenn die gesamte menschliche Gesellschaft zur Tradition zurückkehren könnte, hätte das kommunistische Gespenst keinen Platz zum Verstecken.

Quellen

[56] SPD-Medienbeteiligungen: https://sciencefiles.files.wordpress.com/2016/04/spd-beteiligungen.pdf „SPD-Bilanz: 217 Millionen Euro Vermögen – 0 Euro aus gewerblicher Tätigkeit trotz hunderter Firmenbeteiligungen“, Epoch Times Deutschland, 30. Mai 2018, https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/spd-bilanz-217-millionen-euro-reinvermoegen-0-euro-aus-gewerblicher-taetigkeit-a2450524.html

[57] Malte Cordes, Medienbeteiligungen politischer Parteien, (Cuvillier Verlag Göttingen, 2009), https://cuvillier.de/uploads/preview/public_file/2525/9783867278843.pdf

[58] „Geschichte aktuell: 50 Jahre Sozialistische Internationale“, Deutschlandfunk, 30. Juni 2001, https://www.deutschlandfunk.de/geschichte-aktuell-50-jahre-sozialistische-internationale.724.de.html?dram:article_id=97273%20]

[59] „Révolution Culturelle: Macron multiplie les références aux maoistes“, Le Parisien, 3. März 2017, http://www.leparisien.fr/insolite/revolution-culturelle-macron-multiplie-les-references-aux-maoistes-03-03-2017-6731943.php

[60] „Kern in den Vorstand der Progressiven Allianz gewählt“, Spoe.at, 13. März 2017, https://spoe.at/story/kern-den-vorstand-der-progressiven-allianz-gewaehlt

[61] Paul Hollander, Political Pilgrims (New York: Oxford University Press, 1981).

[62] J. Edgar Hoover, Masters of Deceit (New York: Henry Holt and Company, 1958), 81-96.

[63] Tomas Schuman (Juri Besmenow), No “Novoste” Is Good News (Los Angeles: Almanac, 1985), 65–75.

[64] Fred Schwartz and David Noebel, You Can Still Trust the Communists…to Be Communists (Socialists and Progressives too) (Manitou Springs, Colo.: Christian Anti-Communism Crusade, 2010), pp. 44–52.

[65] Paul Johnson, Intellectuals: From Marx and Tolstoy to Sartre and Chomsky, 2007 (Harper Perennial), p. 225.

[66] Thomas Sowell, Intellectuals and Society (Basic Books, 2012)

Chinesisches Original: http://www.epochtimes.com/

Englische Version: https://www.theepochtimes.com/how-the-specter-of-communism-is-ruling-our-world

Ein Ausblick auf die weiteren Kapitel, die nach und nach ebenfalls hier veröffentlicht wurden und werden:

(0) Einführung

(1) Kap. 1: Strategien des Teufels zur Zerstörung der Menschheit – Teil 1 / Teil 2

(2) Kap. 2: „Ich will mich an dem Einen rächen, der dort oben regiert“ –  Teil 1 / Teil 2

(3) Kap. 3: Der Kommunismus braucht einen Feind – wenn es keinen gibt, muss einer erfunden werden Link

(4) Kap. 4: Export der Revolution: Asien, Lateinamerka, Afrika, Europa – Teil 1Teil 2

(5) Kap. 5: Offene oder verdeckte Gewalt – Jedes Mittel ist erlaubt – Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Verbreitung des Sozialismus in Europa, Warum fallen wir auf die Tricks des Teufels herein?

(6) Verdrehung und Zerstörung der Religionen

(7) Die Zerstörung der Familie, Feminismus, „sexuelle Befreiung“

(8) Politik, Die sozialistische Ideologie dominiert in Europa, Linke Politik, Liberalismus und Progressivismus und andere neue Varianten des Kommunismus

(9) Hohe Steuern, Sozialpolitik, sozialistische Ökonomie

(10) Recht und Gesetz

(11) Der Einfluss auf Kunst und Kultur, Umkehrung der traditionellen Ästhetik: Das Hässliche als Kunst, Perversion der Literatur

(12) Sabotage der Bildung und Kampf gegen die Klassiker

(13) Die Übernahme der Medien, der Filmindustrie (Hollywood) und des Fernsehen, Verantwortung in die Medien zurückbringen

(14) Partykultur, populäre Kultur, Woodstock, Rockmusik, Drogenmissbrauch, Pornographie, sexuelle Befreiung und Promiskuität, Homosexualität, die Hippie-Kultur, Videospiele, Online-Kultur und spirituelle Leere, die Kultur der Gewalt …

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