Kap. 14: Parteikultur und Pop-Kultur: Moral und Etikette aufgeben, Dekadenz genießen (Teil 1)

Die Hippies der 70er Jahre entwickelten sich zu Subkulturen von Rock 'n' Roll, Punk, Gothik oder Hip-Hop weiter. Viele Texte der Rockmusik preisen den Satanismus. Sie verführen die Jugendlichen zu Gewalt, Drogen, sexueller „Befreiung“, kultureller Entfremdung und zu einer Neigung zu Dunkelheit und Tod.

Seit den 1960er Jahren versetzt Rock ’n’ Roll & andere Musik die Zuhörer in einen verrückten, irrationalen Geisteszustand. Hysterischer Gesang, begleitet von verzerrten E-Gitarren und intensiven Trommeln, führt dazu, dass die Zuhörer ihren sinnlichen Instinkten und Wünschen nachgeben. Die Vernunft wird aufgegeben und die dämonische Natur des Menschen, die normalerweise aufgrund der Anforderungen der Zivilisation in Schach gehalten wird, entfesselt – in vielen Fällen überlassen sich die Zuhörer einfach der Kontrolle niederer Mächte.

Was das Ganze noch schlimmer machte: Der Nihilismus wurde zur dominanten Philosophie des Rock, während viele Rock-Subgenres andere Verhaltensweisen förderten. Psychedelischer Rock förderte zum Beispiel den Gebrauch von Drogen. Einige psychedelische und andere, dunklere Formen von Rock rufen zu Rebellion, Selbstmord, Gewalt und Homosexualität oder fördern Promiskuität, Ehebruch und Ablehnung der Ehe. Liedtexte empfehlen Obszönität oder Lüsternheit, oder sie begeistern sich daran, das Böse zu loben und das Göttliche zu verurteilen.

Einige so genannte Rock-Superstars preisen mit ihren Texten die sexuelle Belästigung minderjähriger Mädchen, rufen zu Zwietracht auf – und loben Satan. Ein weithin bekanntes Lied heißt „Highway to Hell“: „Hey Satan … Ich bin auf dem Weg ins Gelobte Land, ich bin auf dem Highway zur Hölle“. Einige Rocksongs loben Sozialismus und Kommunismus. So fordert beispielsweise das berühmte Lied „Imagine“ seine Zuhörer auf, sich eine kommunistische Gesellschaft ohne Paradies, Hölle, Religion, Land und Privateigentum vorzustellen. … Die Epoch Times veröffentlicht hier den ersten Teil vom 14. Kapitel des neuen Buches „Wie der Teufel die Welt regiert“.

Inhaltsverzeichnis

Einführung
1. Kommunistische „Parteikultur“
2. Die Untergrabung der westlichen populären Kultur durch den Kommunismus
3. Popkultur und soziales Chaos
a) Hip-Hop und Rock ’n‘ Roll
b) Drogenmissbrauch
Quellen

Im zweiten Teil wird auf die Themen Pornografie, Videospiele, die Kultur der Gewalt sowie dekadente Mode eingegangen und ein Fazit gezogen.

Einführung

Die Menschheit wurde durch Gottheiten geschaffen. Sie legten im Laufe der Geschichte eine aufrichtige Kultur fest, nach der die Menschen leben konnten. Obwohl die Nationen der Welt unterschiedliche Kulturen haben, ist ihr Kern auffallend übereinstimmend. Alle ethnischen Gruppen im Osten und Westen messen den Tugenden Aufrichtigkeit, Freundlichkeit, Güte, Großzügigkeit, Gerechtigkeit, Mäßigung, Demut, Mut, Selbstlosigkeit und dergleichen Bedeutung bei – Eigenschaften, die jede Nation ihren Nachkommen durch ihre Klassiker übermittelt und gelehrt hat. Gemeinsam ist diesen Tugenden die Verehrung Gottes und die Treue zu Gottes Geboten – denn der Himmel hat den Menschen die Kultur und den Verhaltenskodex gegeben, den sie besitzen und verkörpern sollten. Das ist der Ursprung der universellen Werte.

Die Gründerväter der Vereinigten Staaten legten großen Wert auf Moral und Etikette. In seinen frühen Jahren hat Präsident George Washington persönlich „110 Rules of Civility & Decent Behavior in Company and Conversation“. [1] (dt.: 110 Regeln des Anstands und gegenseitigen Respekts in Gesellschaft und im Gespräch) herausgegeben. Obwohl sich einige der Besonderheiten der guten Etikette im Laufe der Zeit ändern können, gibt es dennoch stets viele Gemeinsamkeiten: dass man ehrfürchtig sein sollte, wenn man über Götter und verwandte Themen spricht; außerdem sollte man die Moral aufrechterhalten, andere respektieren, bescheiden sein, Menschen angemessen behandeln, auf die öffentliche Moral achten, die Gefühle und Interessen anderer nicht schädigen, sich bei allen Gelegenheiten anständig verhalten, sich ordentlich und sauber kleiden und guten Geschmack zeigen, von verletzenden Worten absehen, nicht hinter dem Rücken schlecht über andere sprechen, von den Weisen und Guten lernen, sein Gewissen bewahren und so weiter. Dem entsprachen auch die dreizehn Tugenden, die Benjamin Franklin aufzählte: Enthaltsamkeit, Schweigen, Ordnung, Entschlossenheit, Sparsamkeit, Fleiß, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, Mäßigung, Reinlichkeit, Gemütsruhe, Keuschheit und Demut. Diese Tugenden sind voll und ganz im Geiste der 110 Regeln Washingtons verfasst. [2]

Vor den 1950er Jahren entsprachen die Moralvorstellungen der meisten Menschen einem respektablen, gemeinsamen Standard. Die Menschen in Ost und West bewahrten viele der Traditionen und Bräuche, die der Mensch haben sollte. Selbst in China bewahrte die Gesellschaft nach 1949 viele der traditionellen Tugenden, die vor der Machtübernahme durch die Kommunistische Partei allgemein verbreitet waren – obwohl der Kommunismus bereits mit der Zerstörung von Chinas Erbe begonnen hatte, die Eliten ermordet  und die Moral systematisch korrumpiert wurde.

Mit der Erweiterung des kommunistischen Lagers setzten die Kommunisten ihre Pläne weiter um. Besonders nach den 1960er Jahren rutschten die Menschen in Ost und West immer weiter in die moralische Verdorbenheit.

Die Kulturrevolution der Kommunistischen Partei begann 1966 mit der Kampagne zur Ausrottung der „Vier Alten“, die ein Jahrzehnt dauerte. Es folgte die heftige Gegenkulturbewegung der Vereinigten Staaten in den 1968er Jahren sowie die anti-traditionellen Bewegungen – hauptsächlich gefördert von der Jugend. Diese Bewegungen verbreiteten sich weltweit. All dies waren globale Ereignisse, die sich ereigneten, um die Tradition zu zerstören und die Menschheit von den seit langem geltenden moralischen Normen abzubringen.

Diese politischen und kulturellen Bewegungen haben in der heutigen Welt tiefe Spuren hinterlassen. Seitdem sind die traditionellen kulturellen Grundlagen der chinesischen Gesellschaft vollständig zerstört worden, und die Moral befindet sich im schnellen Niedergang. In der westlichen Gesellschaft haben sich Rockmusik, Drogenmissbrauch, „sexuelle Befreiung“ und Promiskuität, Homosexualität, die Hippie-Kultur und spirituelle Leere durchgesetzt und damit das Fundament der westlichen Tradition schwer beschädigt.

Nachdem die jungen Radikalen der Gegenkultur in gesellschaftliche Machtpositionen gekommen waren, setzten sie ihre Bewegung mit anderen Mitteln fort. Avantgardistische Kunst und Literatur, moderne Ideologien und alternative Konzepte wurden zusammengeführt. Mit Hilfe von Fernsehen, Computern, Internet, Mobilfunk und verschiedenen Massenmedien wich die gesamte Menschheit schnell von der traditionellen Kultur und dem traditionellen Leben ab und steuerte den Abgrund der Zerstreuung und Verkommenheit an.

Wenn wir uns die Welt – besonders in den vergangenen Jahrzehnten – ansehen, ist der Niedergang der menschlichen Moral und die Verdorbenheit fast aller Aspekte der Populärkultur und aller Seiten des gesellschaftlichen Lebens schockierend. Nachdem die Kommunistische Partei Chinas die tiefgründige traditionelle chinesische Kultur durch unaufhörliche politische Mobilisierungen zerstört hatte, schuf sie ein böses System der „Parteikultur“. Die jüngere Generation wuchs in dieser „Parteikultur“ auf und weiß nichts über die traditionelle, göttlich inspirierte Kultur. Man kann sagen, dass es dem Kommunismus beinahe gelungen ist, sein Ziel zu erreichen, die menschliche Kultur und das gesellschaftliche Leben in der ganzen Welt zu zerstören. Nur einige Teile der Gesellschaft im Westen, die an der Tradition festhalten und sich weigern, sich verführen und unterwerfen zu lassen, sind noch übrig geblieben.

1. Kommunistische „Parteikultur“

Nach der „Reform und Öffnung“ der Kommunistischen Partei Chinas in den 1980er Jahren schockierte das Verhalten der Chinesen die Bürger anderer Länder. Zuvor hatten viele Westler den Eindruck gewonnen, dass das chinesische Volk sanft, höflich, bescheiden, freundlich, fleißig und einfach ist. Nach jahrzehntelanger Gehirnwäsche und Transformation durch die Kommunistische Partei hatte sich das chinesische Volk jedoch völlig verändert. Die Chinesen waren unhöflich und grob geworden und sprachen sehr laut. Sie stellten sich weder in eine Reihe, noch waren sie respektvoll und ruhig in der Öffentlichkeit. Sie rauchten vor Nichtraucher-Schildern. Sie kleideten sich schlampig, spuckten auf den Bürgersteig und warfen mit Müll. Außerdem nutzten sie andere gerne aus.

In den vergangenen Jahren hat das Verhalten einiger chinesischer Touristen die Weltöffentlichkeit schockiert. Sie besteigen und beschädigen Kulturdenkmäler und historische Stätten, lassen Kinder in der Öffentlichkeit ihre Notdurft verrichten, spülen die Toilette nach Gebrauch nicht, greifen übermäßig nach kostenlosen Waren, verschwenden Lebensmittel an Buffets in Restaurants, geraten wegen leichter Meinungsverschiedenheiten in Schlägereien und verursachen Probleme auf Flughäfen, was dazu führt, dass Flugpläne nicht mehr eingehalten werden können.

Was ist mit dem chinesischen Volk passiert? Was ist mit China passiert?

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Die Antwort ist eigentlich sehr einfach. Die von der Kommunistischen Partei Chinas angeführte proletarische Revolution verpasste denjenigen, die die traditionelle Moral, Zivilisation und Manieren aufrecht erhielten, das Etikett der “ausbeuterischen Klasse“. Die KP Chinas beschrieb die Gewohnheiten des Proletariats als revolutionär und gut, forderte die chinesischen Intellektuellen auf, sich im Schlamm zu wälzen und Schwielen an ihren Händen zu haben, und bezeichnete Läuse am Körper als „revolutionäre Käfer“. Vom Parteiführer bis zum gewöhnlichen Kader waren alle stolz auf grobe Worte und das Fluchen, weil es ihr Klassenbewusstsein, ihr Engagement für die Revolution und ihre Nähe zu den Volksmassen zeigen sollte.

So zwang die Partei die Menschen, das Elegante und Zivilisierte aufzugeben und stattdessen den rauen Lebensstil der proletarischen Hooligans zu akzeptieren. Ein Land mit einer so langen Geschichte, das für seine guten Manieren bekannt war, fiel so in einen Zustand des Aufruhrs, in dem alle um Ruhm und Reichtum kämpfen. Die Partei verwandelte China in ein Zentrum für Verdorbenheit, eine Ausstellungshalle für kommunistische Kultur.

Mit anderen Worten ka: die Kommunistische Partei hat ihre eigene Kultur erschaffen, um die Menschheit zu verderben. Der Begriff „Parteikultur“ bezieht sich auf die Art des Denkens, Sprechens und Verhaltens, die durch die Werte der Kommunistischen Partei geprägt sind. Die Leitideologie der „Parteikultur“ sind Atheismus und Materialismus. Dazu zählen auch die Ideen, die alle möglichen abweichenden kulturellen Faktoren sowie die schlimmsten Aspekte der Vergangenheit zusammenfassen und diese mit in ein neues Gesamtkonzept einbinden. All dies wird den Menschen unter der Herrschaft der Partei eingeflößt. Seit die KP Chinas die Macht an sich gerissen hat, hat sie zahlreiche Mittel eingesetzt, um die traditionelle Kultur zu zerstören, die „Parteikultur“ zu etablieren und zu stärken und die „Parteikultur“ effektiv zu nutzen, um die Gedanken des chinesischen Volkes systematisch zu verändern.

Unter der Kontrolle und Infiltration der „Parteikultur“ sind alle Lebensbereiche – einschließlich Literatur, Kunst und Bildung – verkommen. Die „Parteikultur“ zeigt überall die ideologischen Merkmale der Kommunistischen Partei: Atheismus, die Philosophie des Kampfes, die Weigerung zu glauben, dass Götter allgegenwärtig sind und dass es Gerechtigkeit in der Welt gibt. Die Partei will stattdessen „mit Himmel, Erde und Menschheit kämpfen“. Die „Parteikultur“ flößt eine Reihe von bösartigen Normen von Gut und Böse ein und verzerrt das Denken der Menschen. Diese Indoktrination wird durch staatliche Gewalt unterstützt. Die Untertanen der Partei werden unmerklich von dem beeinflusst, was sie vom Tag ihrer Geburt an ständig sehen und hören, denn die Partei monopolisiert alle gesellschaftlichen Ressourcen. Eine ständig pulsierende Propagandamaschine zwingt die Menschen, die Werke kommunistischer Führer zu lesen. Gleichzeitig wird die Elite unterwandert und animiert, Lehrbücher, Literatur, Filme, Nachrichten und so weiter zu produzieren, die alle der Förderung der „Parteikultur“ dienen müssen.

Es dauerte nur wenige Jahrzehnte, bis der Kommunismus das chinesische Volk dazu brachte, mit den Gedanken der Partei zu denken, mit der Sprache der Partei zu sprechen, nicht mehr an Götter zu glauben, ohne Rücksicht auf die Folgen zu handeln und fast alles zu wagen sowie alle schlechte Taten zu begehen. Fast jede zwischenmenschliche Interaktion kann mit Betrug verbunden sein, und nichts hat ein Nachspiel. Die zombieartige Sprache der Partei und ihre vorgefertigten Lügen sind überwältigend.

Vor fünfzig Jahren, während der Kulturrevolution, verfielen die Roten Garden der „Parteikultur“. Jetzt sind sie alt und haben durch ihre schlechten Gewohnheiten die jüngere Generation geprägt. Kinder und Jugendliche, die in der „Parteikultur“ aufgewachsen sind, sind gerissen und frühreif. Sie kennen schon in jungen Jahren alles Schlechte. Mitglieder der jüngeren Generation glauben nicht an Gott, sind unmoralisch und arrogant. Sexuelle Zurückhaltung und Moral sind nicht mehr vorhanden. Wenn sie provoziert oder verärgert werden, können sie brutal um sich schlagen. So tragen sie zur Zerstörung der Moral bei. Das chinesische Volk, das seine traditionellen Wurzeln verloren hat, übernahm die allerschlimmsten Teile der Gegenkulturbewegung des Westens.

Wegen der „Parteikultur“ entfernte sich das heutige chinesische Volk weit von den universellen Werten. Die Einstellungen, Gedanken und Verhaltensweisen der Menschen haben tiefgreifende Veränderungen erfahren. Sie weichen von normalen Familien-, Sozial-, Bildungs- und Arbeitsbeziehungen ab. Ihr Denken und Verhalten ist oft unvereinbar mit Menschen aus nicht-kommunistischen Gesellschaften und für diese schwer zu verstehen.

Die KP Chinas spricht aktuell von der Wiederherstellung der traditionellen Kultur, doch was sie „wiederherstellt“, ist keine echte traditionelle Kultur. Es ist einfach „Parteikultur“ mit traditionellem Aussehen, doch der wichtigste Aspekt der chinesischen Tradition fehlt – der Glaube an Gottheiten. Unter der Führung dieser „Parteikultur“ benutzen die Menschen sogar Gottheiten, um ein Vermögen zu verdienen. Der „Nainai Miao“ (Großmutter)-Tempel im Bezirk Yi, Provinz Hebei, ist sehr beliebt. Es heißt, dass die Menschen dort jede Art von „Göttern“ finden können, die sie verehren wollen. Wenn man Regierungsbeamter sein will, gibt es einen sogenannten „Gott der Beamten“, den man anbeten kann. Ebenso gibt es einen „Gott des Reichtums“, der sich aus Banknoten zusammensetzt, einen „Gott des Studierens“ und sogar einen „Gott der Autos“, der ein Lenkrad hält. Der Betreiber des Großmuttertempels erklärte: „Welcher Gott auch immer fehlt, mach einfach einen neuen.“ [3]

Das moderne China engagiert sich, um angeblich die Tradition wieder zu beleben. Doch angesichts der moralischen Verdorbenheit der Gegenwart – wie einfach ist es, wirklich zur Tradition zurückzukehren? Obwohl viele literarische und künstlerische Werke alte Geschichten wieder aufgreifen, wird der Inhalt durch zeitgenössische Ideen besudelt. Die Akteure tragen traditionelle Kleidung, engagieren sich aber im zeitgenössischen Drama. So wird die traditionelle Kultur zur Fassade und ihre wahre Bedeutung noch weiter ruiniert. So sind Palastdramen des kaiserlichen Chinas in den vergangenen Jahren populär geworden. Doch sie sind eine Mischung von Eifersucht und Intrigen – eine Darstellung des Kampfes und des Hasses, die dem Kommunismus innewohnen. Sie sind keine Darstellung historischer Realitäten.

In der willkürlichen Anpassung des Romans „Journey to the West“ (dt.: Reise in den Westen) umarmte und verliebte sich Sun Wukong sogar in jene Dämonen, die er im klassischen Roman bezwang. Noch beängstigender ist, dass viele – vor allem junge Menschen, die nichts von der traditionellen Kultur Chinas wissen – diese ganze Schauspielerei als irgendwie traditionell betrachten. Dies ist die Folge davon, dass die Partei die wahre göttliche Kultur Chinas zerstört, ersetzt und die Öffentlichkeit jahrzehntelang mit ihrer eigenen „Parteikultur“ indoktriniert hat. So sind die Chinesen zu dem Schluss gekommen, dass der ständige und allumfassende Kampf im Leben eine traditionelle Tugend sei. Sie nehmen an, dass Kunst, Literatur und Drama, die von den Ideen der „Parteikultur“ durchdrungen und in traditionelle Kostüme gekleidet sind, die Wahrheit zeigen.

Die „Parteikultur“ bringt die Menschen dazu, nicht an Gottheiten zu glauben. Eine Krise der Ehrlichkeit ist die direkteste Folge: Betrug, Produktpiraterie, giftige Lebensmittel, Korruption und mehr sind zu häufigen Phänomenen geworden. Die so genannte „Shanzhai-Kultur“ ist ein typisches Beispiel für diese Integritätskrise. Die „Shanzhai-Kultur“ bezieht sich auf die Fälschung bekannter, insbesondere ausländischer Produkte oder Marken. Es bedeutet sowohl Diebstahl als auch Täuschung. Der Begriff ist so bekannt geworden, dass er in das Oxford Chinesisch-Englisch Wörterbuch als Wortneuschöpfung aufgenommen wurde. [4]

Das „Shanzhai“-Verhalten in China verfälscht nicht nur Produkte, sondern auch ganze Geschäfte. In China wurden mehrfach gefälschte Apple Stores entdeckt. [5] Die Geschäfte sind sorgfältig mit allen Merkmalen echter Apple Stores ausgestattet: Glasfassade, helle Holztische, eine Stahltreppe, Poster von iPads und anderen Apple-Produkten sowie eine übersichtliche Wand mit Zubehör und weißen Apple-Logos. Die Mitarbeiter tragen die charakteristischen dunkelblauen T-Shirts mit dem Apple-Logo und scheinen sogar zu glauben, dass sie in einem echten Apple Store arbeiten. In einer gesellschaftlichen Atmosphäre, die von solchen Tricks und Mätzchen geprägt ist, schrecken manche Chinesen vor nichts zurück und fürchten keine Strafe durch Himmel oder Mensch. Lügen und Fälschungen wurden Teil des Mainstream. Diejenigen, die sich weigern, Dinge zu fälschen, gelten als Sonderlinge.

Die „Parteikultur“ hat auch die Sprache ruiniert. Dazu gehört unter anderem die Verwendung von übersteigerten Wörtern und Phrasen. Restaurants werden „Himmel jenseits des Himmels“, „Kaiser über allen Kaisern“, „König der Könige“ und dergleichen genannt. Literarische Stile neigen zu starken Übertreibungen. In der offiziellen Propaganda erscheinen regelmäßig Sätze wie „der Erste der Welt“, „der Eindrucksvollste der Geschichte“, „die Vereinigten Staaten haben Angst“, „Japan ist entsetzt“, „Europa bedauert“ und dergleichen. Nachrichten über WeChat, eine beliebte chinesische Social-Media-Anwendung, und Internet-Medien sind voll von solchen Schlagzeilen. Nachfolgend einige typische Beispiele: „Chinas wissenschaftliche und technologische Stärke übertrifft die der Vereinigten Staaten und steht an erster Stelle in der Welt.“ „China hat wieder den ersten Platz der Welt errungen, hat persönlich die US Blue Chips besiegt und Apple völlig in die Flucht geschlagen.“ „Etwas Großes wird passieren. Eine magische Waffe in China lässt die USA wieder Angst haben, die Welt ist fassungslos, Japan völlig verängstigt.“ „China ist auf einem weiteren Gebiet die Nummer eins der Welt! In nur dreißig Jahren einen historischen großen Wandel vollbracht und die USA, Japan und Südkorea zum Staunen gebracht.“ „Huawei gab bekannt, dass es den weltweit ersten 5G-Chip entwickelt hat, der die Welt in Erstaunen versetzt hat!“

Der Propagandafilm „Wunderschön, Mein Land!“ und die Fernsehserie „Mein Land ist großartig!“ sind ebenfalls voller Übertreibungen in Ton und Inhalt. Sie lassen es so aussehen, als würde sich die ganze Welt China ergeben. Sie vermitteln eine Haltung, die an die Propaganda während des Großen Sprunges nach vorn erinnert, als die Partei behauptete, „China würde Großbritannien übertreffen, zu den Vereinigten Staaten aufschließen und 50.000 Pfund pro Hektar produzieren.“

Die neue Welle der Übertreibungen ist die subtile Darstellung des „falschen, übertriebenen, leeren Ethos“ (wie es in China bezeichnet wird) der „Parteikultur“ im Online-Zeitalter. Die grundlegende Frage ist nach wie vor die der Integrität. Die Reform und Öffnung bis in die 1980er und 1990er Jahre brachte China Veränderungen. Die schlimmsten Aspekte der modernen westlichen Kultur wie sexuelle „Befreiung“, Drogenmissbrauch, Homosexualität, Computerspiele und dergleichen machten sich im Land breit. Die Unterhaltungsprogramme im Fernsehen sind vulgär geworden. Die gesamte Gesellschaft ist zu einem Vergnügungspalast geworden, in dem ungehemmt materiellen und fleischlichen Begierden gefrönt wird.

Der Kommunismus hat Menschen zu Unmenschen und China, ein Land, das einst zivilisiert, prächtig und schön war, zu einem unzivilisierten Ort gemacht.

2. Die Untergrabung der westlichen populären Kultur durch den Kommunismus

Die westlichen Länder der freien Welt sind bekannt für ihre zivilisierten Gesellschaften, in denen Männer vornehm und Frauen tugendhaft und anmutig sind, und in denen die Menschen einander mit Ehrlichkeit und Freundschaft begegnen. Der Kommunismus hat in den westlichen Ländern Vorkehrungen getroffen, um diese Zivilisation zu untergraben und zu sabotieren. Obwohl er Gewalt und Totalitarismus nicht dazu benutzen kann, die westliche Zivilisation und ihre Massenkultur so direkt zu schädigen wie in China, hat er – wie in China – die negativen, rebellischen Gedanken und Verhaltensweisen der Menschen provoziert, um die Tradition zu untergraben, die öffentliche Moral zu zerstören und die individuelle Moral zu ruinieren.

Nachdem die westlichen Länder im Zweiten Weltkrieg triumphiert hatten, und die Bevölkerung darüber froh war, beschäftigte sich eine andere politische Gruppe bereits intensiv mit den Bereichen Ideologie und Kultur. Während man über den Krieg und die nächsten neuen Trends der Ideologie nachdachte, trug diese Gruppierung zu einer planmäßigen Abschaffung der Traditionen bei, die den Menschen mit dem Göttlichen verbunden hatte.

In den Vereinigten Staaten stützt sich die Beat Generation, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstand, auf eine Gruppe von amerikanischen Nachkriegsautoren der 1950er Jahre. Sie waren die Vorfahren einer Kunst- und Literaturbewegung, deren Ziel es war, die Gesellschaft zu untergraben. Während sie zu Recht einen Teil der Heuchelei der moralischen Verderbnis in der Gesellschaft zu dieser Zeit verachteten, war ihre radikale Antwort darauf, alle traditionellen Moralvorstellungen zynisch zurückzuweisen und zu stürzen. Die Mitglieder der Beat Generation waren weitgehend nihilistisch und zynisch. Sie plädierten für uneingeschränkte Freiheit, lebten ihre eigenen persönlichen Vorstellungen von der Welt voll aus, lehnten traditionelle Tugenden ab, vertieften sich in Pseudomystik, Drogen und Verbrechen und führten ein undiszipliniertes, eigennütziges Leben. Ihre versuchte radikale Kritik an der bürgerlichen, kapitalistischen Gesellschaft fiel mit dem ideologischen Druck des Kommunismus im Westen zusammen, und so wurden sie leicht zu einem Werkzeug des Kommunismus.

Viele Mitglieder der Beat Generation waren in der Tat stark von der kommunistischen und sozialistischen Ideologie beeinflusst. So schrieb Jack Kerouac, der Gründer der Bewegung, die Kurzgeschichte „The Birth of a Socialist“ (dt.: Die Geburt eines Sozialisten), bevor er berühmt wurde. Die Geschichte handelte von seiner Rebellion gegen die kapitalistische Gesellschaft. [6] Ein weiterer Vertreter der Bewegung, Allen Ginsberg, wurde später offen Kommunist (siehe Kapitel 11 dieses Buches) und unterstützte die Pädophilie. Seine Werke folgen nicht den traditionelle Konventionen und Strukturen traditioneller Schöpfungen, waren bewusst desorganisiert, die Formen sind oft unstrukturiert, die Sprache ist rau und grob. Dies war die erste Gruppe, die gezielt von den grundlegenden Regeln und Prinzipien der Tradition abwich. Sie vertrat in der Anfangsphase die Gegenkulturbewegung, die in den 1960er Jahren den Westen eroberte.

In den 1960er Jahren wurde das, was die Beat Generation vorgelegt hatte, weiterentwickelt und mit Subkulturen wie Hippie, Punk, Gothic und mehr erweitert. Diese gegenkulturellen Trends fanden in den städtischen Gebieten des Westens ein reges Publikum und verführten einen Jugendlichen nach dem anderen zu Gewalt, Drogenmissbrauch, sexueller „Befreiung“, unangemessener Kleidung, kultureller Entfremdung und letztlich zu einer Neigung zu Dunkelheit und Tod.

1968 erreichte die Bewegung ihren Höhepunkt mit den Morden an Martin Luther King sowie Robert Kennedy und der Eskalation des Vietnamkriegs. Im Frühjahr 1968 versammelten sich etwa zweitausend Hippies für mehrere Tage und Nächte im Golden Gate Park von San Francisco und zeigten ihren Widerstand gegen die Gesellschaft mit bizarrem Verhalten, Rock ’n’ Roll, Liedern, Poesie, Nacktheit und Drogenkonsum.

Im Sommer 1969 versammelten sich mehr als vierhunderttausend Menschen auf die gleiche Art und Weise in Woodstock am Rande von New York City. Sie riefen die Slogans „Liebe“, „Freiheit“ und „Frieden“. Hunderttausende ergötzten sich in Ausschweifungen und wildem Vergnügen. Dies trug alles dazu bei, die Teilnehmer und die Gesellschaft in einen vulgären, dekadenten und moralischen Niedergang zu führen. Woodstock war ein bedeutendes kulturelles Ereignis in der Popmusikgeschichte für die 1960er Jahre. In den folgenden Jahrzehnten wurden der New Yorker Central Park, der San Francisco Golden Gate Park und Woodstock zu Symbolen der amerikanischen Gegenkultur.

Gerade als die Gegenkultur in den Vereinigten Staaten an Fahrt gewann, brachen in Frankreich Massenunruhen mit Millionen von Menschen aus. Die heute als „Pariser Mai“ oder „Mai 1968“ bekannten Ereignisse begannen mit wütenden jungen Studenten, die gegen die traditionelle Moral und Kultur rebellierten. Damals gab es in den Schulen strenge Trennungen zwischen männlichen und weiblichen Schülerschlafsälen. Beiden Geschlechtern war verboten, frei in den Schlafzimmer der anderen ein und aus zu gehen. Die Abschaffung dieser Bestimmung und die Forderung nach dem Recht auf sexuelle Aktivitäten in Studentenwohnheimen wurde zu einem der Hauptziele der ersten Proteste. Die Rebellion der Studenten fand damals die Unterstützung der sozialistischen und kommunistischen Parteien in Frankreich. So begann die jüngere Generation durch Chaos und Rebellion die moralischen Prinzipien und Beschränkungen, die alte Ethik, die die Gottheit für die Menschheit geschaffen hat und die seit der Antike bewahrt worden war, zu zerschlagen.

In den späten 1960er Jahren gab es zwei Zentren der Revolution: Das eine war Peking, wo die Kulturrevolution in vollem Gange war, das andere war Paris, wo die Ereignisse vom Mai 1968 die Welt erschütterten. Diese wurden von vielen als Kulturrevolution des Westens bezeichnet. Damals marschierten chinesische Studenten mit Slogans und Bannern für die französischen Studentenrebellen, während die „Westlichen Roten Garden“ im fernen Paris zur Unterstützung der Maoisten in China grüne Militärmützen und Uniformen mit roten Armbändern trugen. Sie hielten riesige Porträts von Mao Tse-tung in ihren Paraden hoch, und die „drei M‘s“ – Marx, Mao und Marcuse – wurden zu ihrem ideologischen Standbein. [7]

In Japan begann in den 1960er Jahren ebenfalls eine Gegenkulturbewegung. Die von der Kommunistischen Partei Japans gegründete japanische linksradikale Dachorganisation von Studenten, der „Zengakuren“ (dt.: Alljapanischer Allgemeiner Verband der studentischen Selbstverwaltungen), hatte damals großen Einfluss auf die Studenten. Dieser Dachverband wurden von der Kommunistischen Partei kontrolliert, organisiert und als Reaktion auf die Aktivitäten der Roten Garde in China mobilisiert. Der „Zengakuren“ organisierte später in Japan zusammen mit anderen linken Studentenorganisationen wie der „Japanischen Roten Armee“ („Nihon Sekigun“, eine linksradikale Terrororganisation, die zwischen 1971 und 2001 agierte) und den „All-Campus Joint Struggle Councils“ zahlreiche Demonstrationen gegen die Kultur und Tradition. Der Verband ging sogar so weit, Gewalt auszuüben, Straßenschlachten mit der Polizei anzuzetteln sowie die japanische Gesellschaft zu bedrohen. [8]

Ähnliche Studentenunruhen und Chaos gab es in einigen latein- und mittelamerikanischen Ländern. So schickten beispielsweise die mexikanische Studentenbewegung „Plaza de las Tres Culturas“ und weitere linke Studentengruppen unter dem Einfluss der kubanischen Kommunistischen Partei Telegramme an die Studenten in Paris, um den „Pariser Mai 1968“ zu unterstützen.

Viele mögen die obige Serie von Aktionen als weitgehend zufällig betrachten. Aus einer größeren Perspektive war jedoch die gesamte Gegenkulturbewegung in Ost und West Teil des vorsätzlichen Arrangements des bösartigen Gespensts des Kommunismus. Das Ziel war, die Moral der Gesellschaft zu untergraben. Die moralischen Traditionen und universellen Werte, die den Menschen vom Himmel gegeben wurden, hatten eine tausendjährige Geschichte hinter sich. Doch unter dem Einfluss der globalen Bewegungen, die von dem bösartigen kommunistischen Gespenst sorgfältig arrangiert wurde, haben sie enormen Schaden erlitten. Es ging darum, Unzufriedenheit zu wecken und die Gesellschaft in einen Rausch zu versetzen, um traditionelle Moral und Ideen zu untergraben. Chinas 5.000 Jahre alte traditionelle Kultur wurde vernichtet, als die „Vier Alten“ in der Kulturrevolution angegriffen und zerstört wurden.

Westliche Rockmusik, Drogenmissbrauch, sexuelle „Befreiung“, Abtreibungen, eigenwillige Kleidung und avantgardistische Kunst waren allesamt Abweichungen von traditionellen Normen und orthodoxem Glauben. Darüber hinaus sind abweichende sexuelle Eigenarten wie Homosexualität und Promiskuität populär geworden, was nachhaltige negative Auswirkungen auf die gesamte westliche Gesellschaft hat.

Die Herrlichkeit der göttlichen Kultur ist im Westen weitgehend vertrieben worden – und die westliche Zivilisation hat ihre Pracht und ihren Glanz verloren.

3. Popkultur und soziales Chaos

Mit dem Angriff und der Auflösung der traditionellen Kultur begannen die negativen Faktoren der anti-traditionellen Ideologie einzudringen und Chaos zu erzeugen. Der folgende Abschnitt will das Chaos aufdecken, welche diese kulturellen Verfehlungen für die zeitgenössische amerikanische Gesellschaft von heute mit sich bringen. Da Amerika de facto in den Trends der globalen Populärkultur führend ist, hatte die Beeinflussung der amerikanischen Kulturproduktionen enorme negative Auswirkungen auf die Welt. Einige traditionell eher konservative Länder mit tief verwurzelten traditionellen Kulturen wie China und Japan fanden die zerrüttete Populärkultur der Vereinigten Staaten unwiderstehlich und eiferten ihr nach. Das Ergebnis war die weltweite Ausbreitung von übermütigem, ungezügeltem Verhalten und einem rebellischen, asozialem und unmoralischem Lebensstil voller Zynismus, Selbstgefälligkeit und Dekadenz.

a) Hip-Hop and Rock ’n’ Roll

Der Schwerpunkt der traditionellen Musik lag darin, den Sinn der Menschen für die Schönheit und das Göttliche zu wecken, der Pflege der Tugend und der Stärkung der geistigen und körperlichen Gesundheit der Menschen. Seine Wirkung war gesellschaftliche Ausgeglichenheit und Harmonie zwischen Mensch und Natur. Schöne Musik, die die Herrlichkeit Gottes feierte, wurde gefördert, während atonale, chaotische oder unzüchtige Musik als Gräuel galt. Heute jedoch ist die populäre Musik voll von schockierend verdorbenen Kompositionen, wobei Hip-Hop und Rock-and-Roll markante Beispiele dafür sind.

Hip-Hop entstand in den 1970er Jahren in den Straßen von New York. Zuerst beeinflusste er zuerst die Schwarzen, dann Latinos und jamaikanische Amerikaner. Hip-Hop-Performer oder Rapper äußerten ihre Unzufriedenheit mit Gesellschaft und Politik durch ihre Texte. Viele Einwohner in armen Gemeinden, die keine produktiven Tätigkeiten ausübten oder kein Geld für normale Musikinstrumente hatten, beteiligten sich daran. Die Ursprünge des Hip-Hop, einschließlich der damit verbundenen Praktiken wie Rap, Breakdance und Graffiti, waren daher Produkte von Armut und Langeweile. Der Schwerpunkt der Rap-Texte liegt auf Themen wie Gewalt, Waffen, Pornografie, Obszönitäten, Dekadenz, Rassismus und Armut, die alle durch sich reimende Texte verherrlicht werden, die zu einem Beat gesungen werden.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden Rap und Breakdance aus New York exportiert und zu einem globalen Trend. Hip-Hop ist in Asien, Europa und vielen afrikanischen Städten Teil der Populärkultur geworden. Trotz der offensichtlichen moralischen Verdorbenheit dieser Musik, die oft auf sexuelle Freizügigkeit, Töten, Gewalt und Drogen ausgerichtet ist, hat sie weltweite Anerkennung erlangt und wird sogar in weltberühmten Theatern gefeiert.

Im Broadway-Musical „Hamilton“ wurde im Jahr 2015 das Leben von Alexander Hamilton, dem ersten Finanzminister der Vereinigten Staaten, gesungen und auf der Bühne gerappt. Das Musical war ein sofortiger Erfolg im amerikanischen Showbusiness und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Es wurde fast drei Monate lang in Washington, D.C.’s Kennedy Center aufgeführt. Die Show stellte Kassenrekorde am Broadway auf, und die teuren Tickets konnten gekauft werden, nachdem man online gebucht und dann in einer Warteschlange mit Tausenden von Menschen gewartet hatte. [9]

Der Rock ’n’ Roll hat seinen Ursprung vor dem Hip-Hop und geht bis in die 1940er Jahre zurück. Rock ’n’ Roll verwendet Schlagzeug und Gitarre als Untermalung seiner Texte, im Gegensatz zu Hip-Hop, der einen Beat etabliert, auf dem Reime gerappt werden. Rock ’n’ Roll war eng mit der Beat Generation verbunden, und zahlreiche Rocksänger ließen sich von ihnen inspirieren. Die beiden Gruppen waren oft eng miteinander verbunden und arbeiteten zusammen.

In den 1960er Jahren war Rock ’n’ Roll zum Thema der Gegenkultur geworden. Er versetzte die Zuhörer in einen verrückten, irrationalen Geisteszustand. Der hysterische Gesang, begleitet von verzerrten E-Gitarren und intensiven Trommeln, führte dazu, dass die Zuhörer ihren sinnlichen Instinkten und Wünschen nachgaben. Die Vernunft wurde aufgegeben und die dämonische Natur des Menschen, die normalerweise aufgrund der Anforderungen der Zivilisation in Schach gehalten wird, entfesselt – in vielen Fällen überließen sich die Zuhörer einfach der Kontrolle niederer Mächte.

Was das Ganze noch schlimmer machte: Der Nihilismus wurde zur dominanten Philosophie des Rock, während viele Rock-Subgenres andere Verhaltensweisen förderten. Psychedelischer Rock förderte zum Beispiel den Gebrauch von Drogen, während einige psychedelische und andere, dunklere Formen von Rock zu Rebellion, Selbstmord, Gewalt und Homosexualität aufriefen oder Promiskuität, Ehebruch und Ablehnung der Ehe förderten. Liedtexte empfahlen Obszönität oder Lüsternheit, oder sie begeisterten sich daran, das Böse zu loben und das Göttliche zu verurteilen.

So rechtfertigten einige so genannte Rock-Superstars mit ihren populären Texten die sexuelle Belästigung minderjähriger Mädchen, was das Publikum für eine Kultur des sexuellen Missbrauchs und der Freizügigkeit desensibilisierte. Einige Texte waren voll von Aufrufen zu Zwietracht und Streit: „Hey! Ich sagte, ich heiße Aufruhr! Ich werde schreien und brüllen, ich werde den König töten, Ich werde über all seine Diener schimpfen…“ (aus „Street Fighting Man“ von The Rolling Stones). Ein Song trug den Titel „Sympathy For The Devil“ („Mitgefühl für den Teufel“). Ein Album einer psychedelischen Rockgruppe hieß „Their Satanic Majestic Request“. In dem weltweit bekannten Lied „Highway to Hell“ heißt es beispielsweise: „Hey Satan … Ich bin auf dem Weg ins Gelobte Land, ich bin auf dem Highway zur Hölle“. Einige Rocksongs loben Sozialismus und Kommunismus. So fordert beispielsweise das berühmte Lied „Imagine“ seine Zuhörer auf, sich eine kommunistische Gesellschaft ohne Paradies, Hölle, Religion, Land und Privateigentum vorzustellen.

Selbst religiöse Gruppen finden es schwer, den negativen Auswirkungen von Rock ’n’ Roll zu widerstehen. Christliche Kirchenmusik sollte Gott loben, während Rock ’n’ Roll wegen seiner Schwäche für das Böse ausgeschlossen war. Doch mit der Popularität von Rock ’n’ Roll nahm die moderne Musik der christlichen Kirchen Rock-Elemente an, um junge Menschen anzusprechen, was zur Entstehung der so genannten Zeitgenössischen Christlichen Musik führte. [10]

Begleitet wird Rock ’n’ Roll von Ehebruch, Gewalt, Dekadenz, Drogenmissbrauch, Korruption und Widerstand gegen den Glauben an Gottheiten. Mit dem Aufstieg des Rock sind verschiedene Arten von korruptem Verhalten aufgetaucht, die durch traditionelle Moral und Glauben verboten waren.

b) Drogenmissbrauch

Drogenmissbrauch ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einem globalen Thema geworden. In der Anfangsphase war die Ursache für den massiven Drogenmissbrauch im Westen die Gegenkultur. In ihrem Kampf gegen die bürgerliche Moral versuchten die Hippies, alle Traditionen zu zerschlagen und zu untergraben und ihre eigenen Überzeugungen, moralischen Standards und ihren eigenen Lebensstil zu entwickeln. LSD- und Trips mit halluzinogenen Pilzen zählten zu ihren spirituellen Erkundungen, während sie Amphetamin oder Kokain als Aufputschmittel und Heroin und Barbiturate als Beruhigungsmittel verwendeten. Sie wollten aus der Welt flüchten und sich in einen anderen Zustand versetzen.

Viele junge Mitglieder der Gegenkulturbewegung hatten ein großes Interesse an östlicher Philosophie und ihren Kultivierungspraktiken. Die Psychedelika wurden zu einer vermeintlichen Abkürzung für sie, um nach Erkenntnissen zu suchen. Sie sahen keine Notwendigkeit, die Herausforderungen der Kultivierung des Geistes oder den körperlichen Schmerz der Meditation zu ertragen. Stattdessen nahmen sie einfach eine Tablette LSD, die ihnen eine pseudogeistige Erfahrung bescherte, ohne ihnen jedoch eine tatsächliche spirituelle Erfahrung zu ermöglichen. Solche Drogen bringen den physischen Körper einfach nur in die Hände von niederen Wesen, die überhaupt nichts mit echten, aufrichtigen Kultivierungspraktiken zu tun haben. Es ist sehr schade, dass diese Erfahrungen viele Menschen mit wahren spirituellen Bestrebungen auf einen falschen Weg geführt haben.

Viele Popsänger und Rockstars sterben in ihren Zwanzigern oder Dreißigern, oft aufgrund von Überdosen. Der längste und traurigste Krieg der Vereinigten Staaten ist wahrscheinlich der Krieg gegen Drogen. Das Land hat sich seit Jahrzehnten der Verhaftung und Überwachung von Millionen von Drogenhändlern verschrieben. Regierungsbeamte warnen immer wieder vor Drogen, doch der illegale Drogenkonsum ist nach wie vor massiv. Seit 2000 sind über dreihunderttausend Amerikaner an einer Überdosis Opium gestorben. Am 26. Oktober 2017 erklärte Präsident Trump die Opium-Krise zu einem Notfall im Gesundheitswesen und beschrieb, wie er das Problem bekämpfen würde. [11]

Laut dem Bericht des „National Institute on Drug Abuse for Teens“ für 2017 ist der Marihuanakonsum unter Jugendlichen sehr ausgeprägt: 45 Prozent der Zwölftklässler sagten, dass sie einmal Marihuana verwendet hatten, und 37,1 Prozent von ihnen verwendeten es im vergangenen Jahr; 71 Prozent der Älteren in der High School glaubten, dass der häufige Gebrauch von Marihuana harmlos sei. [12]

Der Konsum von Ecstasy und das Rauchen von Marihuana sind bei jungen Menschen zur Mode geworden, während immer neue und stärkere Drogen auftauchen. Fentanyl-gebundenes Heroin zum Beispiel ist viel stärker als Heroin selbst. Während bei Heroin 30 Milligramm einer tödlichen Dosis entsprechen, reichen bei Fentanyl lediglich 3 Milligramm. [13] Fentanyl wurde sogar als chemische Waffe bezeichnet. Doch solche zerstörerischen Drogen überfluten die amerikanischen Straßen in einem erschreckenden Tempo und töten viel mehr Menschen als andere Opioide, einfach weil man sie so leicht überdosieren kann.

Nach Angaben des „Nationalen Instituts für Drogenmissbrauch“ waren von den 65.000 Menschen, die 2016, im Jahr der Opioidkrise, an einer Drogenüberdosis starben, 20.000 an Fentanyl gestorben. [14] Der Schmuggel von Fentanyl aus China wurde ausführlich berichtet. Im Juli 2018 entdeckten und beschlagnahmten die Hafenbehörden in Philadelphia bei einer Routinekontrolle 55 Kilogramm Fentanyl in Frachtgütern aus China mit einem Verkaufswert von 1,7 Millionen Dollar. [15]

In China wird der Drogenmissbrauch auch zu einem Krebsgeschwür in der Gesellschaft. Die Produktion und der Missbrauch von Drogen, insbesondere von synthetischen Drogen, ist weit verbreitet. Auch der Drogenverkauf im Internet ist außer Kontrolle geraten. Laut dem Bericht der „China National Narcotic Control Commission“ (CNNCC) aus dem Jahr 2015 übersteigt die Zahl der illegalen Drogenkonsumenten vierzehn Millionen. Die tatsächliche Zahl ist wahrscheinlich noch höher. Zu den Drogenkonsumenten gehören auch zunehmend Angestellte, Freiberufler, Entertainer und Beamte. [16] Der „China Narcotics Situation Report 2017“ der CNNCC zeigt, dass Chinas Drogendezernate 140.000 Drogenfälle aufgedeckt, 5.534 illegale Drogenhandelsgruppen zerstört, 169.000 Verdächtige verhaftet, 89,2 Tonnen Drogen beschlagnahmt und 870.000 Razzien durchgeführt haben, bei denen 340.000 neue Drogenkonsumenten entdeckt wurden. [17]

Der Konsum von Drogen kann Menschen den Verstand verlieren lassen. Die Substanzen machen oftmals stark süchtig und haben zur Folge, dass Menschen ihre Familien zerstören, ihre Karriere ruinieren, ihren Ruf und ihre Freundschaften kaputt machen oder ihr Leben durch eine Überdosis verlieren. Einige werden zu Kriminellen. Der Drogenkonsum und -handel schadet Einzelpersonen, Familien und der gesamten Nation, und er ist damit zu einem weiteren dunklen Phänomen der modernen Gesellschaft geworden.

Fortsetzung

Quellen

[1] “George Washington’s Rules of Civility and Decent Behavior in Company and Conversation,” Foundations Magazine, http://www.foundationsmag.com/civility.html.
[2] Benjamin Franklin, The Autobiography and Other Writings on Politics, Economics, and Virtue (Cambridge: Cambridge University Press, 2004), 68–69.
[3] Xue Fei, “‘If a god is missing, just make one’: Chaos at the grandmother temple, Hebei.” The Epoch Times Chinese edition, August 10, 2017, http://www.epochtimes.com/gb/17/8/9/n9513251.htm, [In Chinese]
[4] “Oxford Dictionary Adds Popular Chinese Terms,” China Daily, September 6, 2010, http://www.chinadaily.com.cn/business/2010-09/06/content_11259791.htm.
[5] Loretta Chao, “The Ultimate Knock-Off: A Fake Apple Store,” The Wall Street Journal, July 21, 2011, https://blogs.wsj.com/chinarealtime/2011/07/21/the-ultimate-knock-off-a-fake-apple-store/.
[6] Jack Kerouac, “The Birth of a Socialist,” Atop an Underwood: Early Stories and Other Writings (New York: Penguin, 2000).
[7] Roberto Franzosi, review of “Power and Protest: Global Revolution and the Rise of Détente,” by Jeremi Suri, American Journal of Sociology, 111 (5), 1589.
[8] Meredith Box and Gavan McCormack, “Terror in Japan,” The Asia-Pacific Journal: Japan Focus, 2 (6), June 25, 2004, https://apjjf.org/-Meredith-Box–Gavan-McCormack/1570/article.pdf.
[9] Georgia Wallen, “The Seven Stages of the ‘Hamilton’ Kennedy Center Queue,” The Washington Post,  March 30, 2018, https://www.washingtonpost.com/opinions/the-seven-stages-of-the-hamilton-kennedy-center-queue/2018/03/30/c1ae15fc-31f8-11e8-8bdd-cdb33a5eef83_story.html.
[10] Amy D. McDowell, “Contemporary Christian Music,” Oxford Music and Art Onlinehttps://doi.org/10.1093/gmo/9781561592630.article.A2234810.
[11] “The Opioid Crisis,” https://www.whitehouse.gov/opioids/.
[12] Drug Facts: Marijuana, National Institute on Drug Abuse for Teens, https://teens.drugabuse.gov/drug-facts/marijuana.
[13] Allison Bond, “Why Fentanyl Is Deadlier than Heroin, in a Single Photo,” Stat News, September 29, 2016, https://www.statnews.com/2016/09/29/why-fentanyl-is-deadlier-than-heroin/.
[14] “Overdose Death Rates,” National Institute on Drug Abuse, September 2017, https://www.drugabuse.gov/related-topics/trends-statistics/overdose-death-rates.
[15] Amanda Hoover, “110 Pounds of Fentanyl Seized at Port in Shipment from China,” New Jersey, July 2, 2018,https://www.nj.com/news/index.ssf/2018/07/110_pounds_of_fentanyl_found_in_philadelphia_port.html.
[16] “China Drug Report: More than 14 million drug users nationwide,” BBC Chinese-language website, June 24, 2015,  http://www.bbc.com/zhongwen/simp/china/2015/06/150624_china_drugs_report. [In Chinese]
[17] Zhang Yang, “China’s Drug Situation Report 2017: Released: 140,000 Drug Criminal Cases Cracked Across China,” People’s Daily Online, June 26, 2018. http://yuqing.people.com.cn/n1/2018/0626/c209043-30088689.html. [In Chinese]

Chinesisches Original: http://www.epochtimes.com/
Englische Version: https://www.theepochtimes.com/how-the-specter-of-communism-is-ruling-our-world

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Kurzform: Einführung, Kap. 1: 36 Strategien Teil 1, Teil 2Kap. 2: Marx Teil 1, Teil 2Kap. 3: NovemberrevolutionKap. 4: Der verborgene Feind der freien Gesellschaft Teil 1, Teil 2 Kap. 5: Offene oder verdeckte Gewalt Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 – Kap. 6: Eine Generation ohne traditionelle Kultur Teil 1, Teil 2 – Kap. 7: Die Zerstörung der Familien Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4Kap. 8: Sozialstaat und Politik Teil 1, Teil 2Teil 3Kap. 9: Die Wohlstandsfalle Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4Kap. 10: Justiz, Gesetze und Staatsterrorismus Teil 1, Teil 2Kap. 11: Kunst Kap. 12: Bildungswesen Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4Kap 13: Medien Teil 1, Teil 2Kap. 14: Parteikultur und Pop-Kultur Teil 1, Teil 2Kap. 15: Terrorismus – Kap. 16:  Umweltschutz Teil 1, Teil 2Kap. 17: Globalisierung Kap. 18: Globaler Anspruch des „Modell China“ Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4Ausblick