Marihuana und Bitcoins.Foto: istock

Darknet: Weltweit zweitgrößter illegaler Marktplatz ausgehoben

Epoch Times3. Mai 2019 Aktualisiert: 3. Mai 2019 11:27
„Wall Street Market" so hieß die zweitgrößte Plattform im Darknet, auf der vor allem Drogen angeboten wurden. Drei mutmaßliche Betreiber aus Deutschland sitzen in Haft. Günther Krings (CDU) fordert schärfere gesetzliche Regeln für die Bestrafung von Online-Marktplatzbetreibern, die illegale Güter handeln.

Behörden aus Europa und den USA ist gemeinsam ein Schlag gegen den Handel mit illegalen Waren im Internet gelungen. Die Ermittler hoben den nach ihren Angaben weltweit zweitgrößten illegalen Marktplatz im sogenannten Darknet aus.

Auf der Plattform „Wall Street Market“ seien gestohlene Daten, gefälschte Dokumente und vor allem Drogen angeboten worden, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Freitag.

Mutmaßliche Betreiber zwischen 22 und 31 Jahren

Nun säßen die drei mutmaßlichen Betreiber in Haft. Beim Darknet handelt es sich um einen abgeschirmten Teil des Internets. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) über das Thema berichtet.

Bei den Männern soll es sich um einen 31-Jährigen aus Bad Vilbel (Hessen), einen 22-Jährigen aus Kleve (Nordrhein-Westfalen) und einen 29-Jährigen aus dem Landkreis Esslingen (Baden-Württemberg) handeln. Die Verdächtigen sollen an den Verkäufen über die Plattform verdient haben. Weitere Details wollen die Ermittler heute auf einer Pressekonferenz in Wiesbaden bekanntgeben.

Krings fordert schärfere gesetzliche Regeln

Nach dem Fahndungserfolg des Bundeskriminalamtes (BKA) gegen „Wall Street Market“ hat Innenstaatssekretär Günter Krings (CDU) schärfere gesetzliche Regeln für die Bestrafung von Online-Marktplatzbetreibern gefordert, die illegale Güter handeln.

„Der aktuelle Fall unterstreicht, dass solche Plattformbetreiber nicht weit weg sind, sondern ihr Unwesen oftmals unerkannt in unserer Mitte treiben“, sagte Krings der „Rheinischen Post“ (Online-Ausgabe). Neben „intensiverer Ermittlungsarbeit“ brauche man „daher auch gesetzliche Verschärfungen, insbesondere eine selbstständige Strafbarkeit von Marktplatzbetreibern, auf deren Plattformen illegale Güter gehandelt werden“, so der Innenstaatssekretär weiter.

Dazu gebe es „entsprechende Festlegungen im Koalitionsvertrag, zu denen das Bundesjustizministerium jetzt zügig einen wirksamen Gesetzesvorschlag vorlegen muss“, forderte Krings. Er begrüßte den Fahndungserfolg.

„Ich gratuliere dem Bundeskriminalamt zu diesem Schlag gegen die kriminelle Darknet-Szene“, sagte der Staatssekretär im Bundesinnenministerium. „Polizei und Justiz gebühren Dank dafür, dass sie konsequent gegen solche Handelsplattformen vorgehen“, so der CDU-Politiker. Derartige Marktplätze, „die im Darknet weit verbreitet sind“, stellten eine „ernste Gefahr für unsere Sicherheit dar“. Nur durch eine solche Quelle etwa habe der Münchner Amokläufer vor drei Jahren an seine Waffe kommen können, mit der er später neun Menschen tötete, sagte Krings der „Rheinischen Post“. (dpa/dts)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion