Volkskongress.Foto: How Hwee Young/dpa

Niall Ferguson: „Solange KP-Regime in China herrscht, ist die Menschheit nicht sicher“

Von 12. April 2020 Aktualisiert: 13. April 2020 16:52
Analyst Niall Ferguson befasst sich in der NZZ mit der Propaganda des KP-Regimes in China während der Corona-Krise – und wirft sechs Fragen auf, die sich jedermann mit Blick auf das Gebaren der kommunistischen Führung stellen sollte.

In einem Beitrag für die „Sunday Times“, der in deutscher Übersetzung in der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ) erschien, hat sich der bekannte Analyst Niall Ferguson mit der Verantwortung des KP-Regimes in China für die Corona-Pandemie befasst.

Dabei erklärt er, sich durch die Reaktion Pekings und die nunmehrige Maskendiplomatie an eine populäre chinesische Science-Fiction-Erzählung erinnert zu fühlen, in der chinesische Wissenschaftler erst eine planetare Gefahr heraufbeschwören, um diese am Ende zu bannen: „Die drei Sonnen“ von Liu Cixin.

Frage nach Ursprung immer noch offen

Wie in diesem Epos habe China diese Katastrophe hervorgebracht, wolle „nun aber das Verdienst für sich beanspruchen, uns davor zu retten“. Deshalb exportiere man nun – nicht immer funktionstüchtige Test-Kits und Schutzkleidung. Flankierend dazu preise die eigene Propaganda das Wirken der Kommunistischen Partei und versuche, durch Fake-News und Verschwörungstheorien über die USA den eigenen Anteil an der Verbreitung des Virus vergessen zu machen.

Abseits aller Selbstbeweihräucherung blieben das Regime und Machthaber Xi Jinping jedoch die Antworten auf sechs zentrale Fragen schuldig, die entscheidend seien, um ein adäquates Bild vom Beitrag der chinesischen Führung zur Ausbreitung der Pandemie erlangen zu können.

Die erste betreffe den Ursprung des Virus, über den das Regime immer noch schweige. Sollte eine Fledermaus oder ein Pangolin vom „Wet Market“ in Wuhan die Quelle der Verbreitung von SARS-CoV-2 sein, den man zu schließen vergessen habe, wäre dies schlimm.

Noch schlimmer wäre es jedoch, sollte eine Schlamperei im Chinesischen Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention der Ausgangspunkt sein: „Es ist schlicht verrückt, die Forschung an potenziell tödlichen Zoonosen wie dem Coronavirus mitten in einer riesigen Metropole wie Wuhan zu betreiben.“

China ließ noch lange Direktflüge aus Wuhan ins Ausland zu

Die zweite Frage betreffe die Vertuschung der hohen Ansteckungsgefahr und der Übertragbarkeit von Mensch zu Mensch: Wie man heute wisse, habe es zwischen dem 12. Dezember und dem Ende des Monats bereits 104 Fälle der neuen Krankheit mit vier Toten gegeben. China habe jedoch noch am 31. Dezember offiziell die Aussage vertreten, es gebe „keine klaren Beweise“ für eine Übertragung von Mensch zu Mensch. Erst am 20. Januar rückte man von dieser Einschätzung ab.

Die dritte betreffe die deutlichen Unterschiede im Umgang mit der Frage nach dem Flugverkehr. Als offiziell klar war, dass das Virus hoch ansteckend sei und von Mensch zu Mensch übertragen werden könne, habe man zwar den Flugverkehr aus der Provinz Hubei in den Rest Chinas, nicht aber jenen in andere Teile der Welt eingestellt. Zum Teil noch bis in den Februar hinein seien Linienflüge von Wuhan aus direkt nach London, Paris, Rom, New York und San Francisco gegangen. Schnell hingegen hatte das Regime in Peking den eigenen Luftraum für ausländische Maschinen geschlossen, als das Virus sich in die Welt zu verbreiten begann.

Die übrigen Fragen beträfen die Gründe für die Verbreitung von Verschwörungstheorien durch den Sprecher des chinesischen Außenministeriums, den Verbleib verschwundener Personen wie des Tycoons Ren Zhiqiang [gegen den das Regime, wie es mittlerweile zugibt, ein Strafverfahren führt; ET] und der Wuhaner Ärztin Ai Fen, die Kritik am Krisenmanagement des Regimes geübt hatten – und die Frage nach den tatsächlichen Opferzahlen.

Ferguson: „Fünftel der Menschheit dem Willen einer korrupten Organisation unterworfen“

Er erwarte sich keine ehrlichen Antworten auf diese Fragen, erklärt Ferguson – „ebenso wenig, wie wir von der sowjetischen Kommunistischen Partei nach Tschernobyl ehrliche Antworten erwartet haben“. Man müsse sie jedoch fragen, um die westlichen Gesellschaft gegen das Virus der Desinformation zu schützen, bezüglich dessen Peking vom russischen Vorbild gelernt habe.

Chinas Problem sei – wie das Russlands vor 1991 – das „Ein-Partei-Problem“, betont Ferguson: „Und solange ein Fünftel der Menschheit dem Willen einer verantwortungslosen, korrupten und machthungrigen Organisation mit einer langen Geschichte von Verbrechen gegen das eigene Volk unterworfen ist, wird auch die übrige Menschheit nicht sicher sein.“

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