Für Prof. Jhy-Wey Shieh, Repräsentant der Taiwan-Vertretung in Deutschland, kann nur eine Demokratie China sicher machen. (The Epoch Times)

China und Taiwan – wohin führt der Weg

Von 12. Juni 2005 Aktualisiert: 12. Juni 2005 1:07
Jingshen Wei: „Von der KPC geht eine Gefahr für den Weltfrieden aus“

Erstmalig hielt „Die Neue Epoche“ am 1. Juni in Berlin ein Symposium über die Austrittswelle aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) in deutscher Sprache ab. Anlaß war der 16. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking am 4. Juni 1989. Wie in Brüssel, Paris und Wien diskutierte die prominente Besetzung des Podiums in Berlin den aktuellen Zustand und mögliche Zukunftsperspektiven der VR China. In einem Punkt waren sich alle Redner einig: von der KPC gehe eine Gefahr für den Weltfrieden aus.

„Die USA trauen sich nicht, einen Krieg mit China zu führen, umgekehrt traut sich China sehr wohl“ erklärte einer der bedeutendsten chinesischen Dissidenten, Wei Jingsheng. Die KPC sei durch fehlenden Rückhalt in der chinesischen Bevölkerung bereits stark geschwächt. Sie könnte deshalb noch vor den olympischen Spielen 2008 versuchen einen Krieg mit Taiwan anzufangen um überhaupt die nächste Zeit zu überleben. Nur zu leicht könne ein derartiger Krieg weltweite Auswirkungen haben.

Für Jhy-Wey Shieh, Repräsentant der Taiwan-Vertretung in Deutschland, kann nur eine echte Demokratie China sicher machen. Für den Germanisten Prof. Shieh bedeutet die Abkürzung für die Kommunistische Partei Chinas, KPC, schlichtweg „Künstliche Periode Chinas“. Die KPC befinde sich in einer ernsten Krise: „Ich bin der Meinung, dass die kommunistische Regierung nicht das Volk vertreten kann.“ so Shieh.

„Um nicht so wie Russland unterzugehen, gibt es keine freie Medienkultur“ berichtet der Insider Michael Wu über die Pressefreiheit in China. Herr Wu arbeitete in den achtziger Jahren in Paris für die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Als er 1989 im französischen Fernsehen Zeuge des Tiananmen Massakers wurde, kündigte er seine Arbeit und kehrte nie wieder nach China zurück. Bis heute gebe es keine unabhängige Nachrichtenredaktion. Die kommunistischen Parteikomitees zensierten die Nachrichten und schrieben sie gemäß der offiziellen Parteilinie um.

„Wenn die Tendenz so weitergeht, führen die Menschen die Befehle der KPC nicht mehr aus“ erklärt Lea Zhou, Chefredakteurin der europäischen Ausgabe der chinesischen Zeitung The Epoch Times. Nachdem im vergangenen November die „Neun Kommentare über die Kommunistische Partei“ erstmals in der chinesischen Zeitung veröffentlicht wurden, erklären derzeit täglich rund 30.000 Chinesen ihren Austritt aus der KPC. Bisher waren es schon mehr als zwei Millionen Menschen.

Jian Zhang, ein Studentenführer der Demokratiebewegung vom 4. Juni, hat sich eine Gewehrkugel im Bein zur Erinnerung an das Massaker bis heute nicht entfernen lassen. Seine Hoffnungen auf eine änderungsfähige KPC wurden 1989 unter Panzerketten begraben. Als evangelischer Pfarrer hat er seitdem eine neue Lebensaufgabe gefunden, nämlich „die Seelen vor dem Kommunismus zu schützen.“

 

 



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