USA und Kanada fordern Konfliktparteien zu Gewaltlosigkeit, Ordnung und Dialog auf

Epoch Times13. August 2019 Aktualisiert: 13. August 2019 12:11
"Gesellschaften hilft es am meisten, wenn verschiedene politische Ansichten respektiert werden und frei und friedlich ausgedrückt werden können", sagte ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung. Auch Kanada rief zu respektvollem Umgang mit den Demonstranten auf.

Die USA haben die Konfliktparteien in Hongkong nach teils gewaltsamen Auseinandersetzungen zu Zurückhaltung aufgerufen. „Gesellschaften hilft es am meisten, wenn verschiedene politische Ansichten respektiert werden und frei und friedlich ausgedrückt werden können“, sagte ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung am Montag. „Die Vereinigten Staaten mahnen alle Seiten dazu, von Gewalt Abstand zu nehmen.“

US-Präsident Donald Trump hatte sich bislang nur sehr zurückhaltenden zu den wochenlangen Massenprotesten in der chinesischen Sonderverwaltungszone geäußert. Anfangs sorgte er für Unmut in Peking mit seiner Aussage, dass „die meisten Menschen Demokratie“ wollen. Zuletzt bezeichnete er den Konflikt als Angelegenheit zwischen Hongkong und China.

Kanada besorgt

Kanadas Premierminister Justin Trudeau zeigte sich „extrem besorgt“ über die derzeitige Lage in Hongkong. „Wir rufen zu Frieden, Ordnung und Dialog auf“, sagte Trudeau auf einer Pressekonferenz. Er fügte hinzu:

Wir appellieren natürlich an China, sehr vorsichtig und respektvoll im Umgang mit Menschen zu sein, die legitime Sorgen in Hongkong haben.“

Am Wochenende hatten erneut tausende Menschen in Hongkong gegen die pekingtreue Regierung protestiert. Dabei setzte die Polizei Tränengas unter anderem in U-Bahnstationen ein. Nach Angaben der Regierung wurden insgesamt 45 Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Mehr als 5000 Menschen protestierten am Montag am Hongkonger Flughafen gegen Polizeigewalt.

Die seit zehn Wochen andauernden Proteste in der ehemaligen britischen Kronkolonie waren ursprünglich durch ein – später auf Eis gelegtes – Auslieferungsgesetz ausgelöst worden, das die Überstellung von Verdächtigen an Festland-China erlaubt hätte. Die Demonstrationen weiteten sich danach zu einer Bewegung gegen den wachsenden Einfluss Pekings in Hongkong und für mehr Demokratie aus.

Nachdem gestern alle Flüge auf Hongkongs Flughafen aufgrund von Demonstrationen gesperrt wurden, nahm dieser seinen Betrieb heute früh wieder auf.  (afp/sua)



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