Bald sind die Zugvögel wieder unterwegs.Foto: iStock

Klassik des Tages: Die Mondscheinsonate

Epoch Times31. August 2021 Aktualisiert: 31. August 2021 16:56
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Ludwig van Beethoven (1770-1827) nannte sie nicht Mondscheinsonate und doch war sie schon zu seinen Lebzeiten so populär, dass er selbst anmerkte, „doch wahrhaftig besseres geschrieben“ zu haben.

Hier seine Klaviersonate Nr. 14 op. 27 Nr. 2 in cis-Moll, gespielt vom B&B-Project – Tetjana Mazur (Bandura) und Sergei Shamray (Knopfakkordeon).

B&B Project ist eine ukrainische Gruppe, welche alte Volksinstrumente wie die Bandura, die „ukrainische Lautenzither“, in der heutigen Zeit popularisieren möchte. Die Bandura kann bis zu 65 Saiten haben.

Beethoven gab seinem Klavierkonzert Nr. 14 den Beinamen Sonata quasi una Fantasia („gleichsam eine Fantasie“). Anfangs wurde sie als „Laubensonate“ bekannt, da Beethoven den ersten Satz in einer Laube improvisiert haben soll. Er widmete die Sonate einige Zeit nach ihrer Veröffentlichung seiner damals 20-jährigen Klavierschülerin Gräfin Julie Guicciardi, in die er für kurze Zeit verliebt war.

Der Musikschriftsteller Ludwig Rellstab (1799-1860) fühlte sich durch den ersten Satz an eine Bootsfahrt auf dem Vierwaldstättersee erinnert. Er gab ihr den Namen „Mondscheinsonate“ – einige Jahre nach dem Tod von Beethoven. Seither ist dieser Name gebräuchlich.

Eine andere Deutung ist, dass es sich um ein Stück voller Trauer oder eine Todesszene handelt. Der Musikschriftsteller Christian Wilhelm von Lenz (1808-1883), der zu Beethoven forschte, erklärt, dass Beethoven die Sonate an der Bahre eines Freundes improvisiert habe.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an offic[email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion