Die erstaunliche Nahtoderfahrung einer jungen Frau verändert nicht nur ihr Leben

Epoch Times7. February 2018 Aktualisiert: 7. Februar 2018 17:28
Tricia Barker war depressiv. Die 21-Jährige studierte Englisch an einem College, war sich aber unsicher darüber, wie es danach weitergehen sollte. Ihr Leben empfand sie als schmerzlich und hoffnungslos. An einem besonders düsteren Tag schluckte sie eine Handvoll Pillen, die sie mit Alkohol herunterspülte, um sich das Leben zu nehmen.

36 Stunden später wachte sie jedoch in ihrem eigenen Zimmer wieder auf. Niemandem würde sie von ihrem Selbstmordversuch erzählen, aber sie beschloss, ihr weiteres Leben aktiv gestalten zu wollen. Als Symbol dafür, wie ernst es ihr war, begann sie mit dem Training für einen 10-Kilometer-Lauf.

Auf dem Weg zum Lauf passierte es

Nach wochenlangem Training fuhr Tricia zum 10-Kilometer-Lauf. Aber ausgerechnet bei dieser Fahrt hatte sie einen Frontalzusammenstoß mit einem anderen Wagen und erlitt schwere Verletzungen. Mit inneren Verletzungen, einer mehrfach angebrochenen Wirbelsäule und ohne Gefühl in den Beinen, lag sie mehrere Stunden nur notdürftig versorgt und ohne Schmerzmedikamente in einem Krankenhausbett. Da sie keine Krankenversicherung hatte, dauerte es ein paar Stunden, bis ein Chirurg sich bereit erklärte, sie zu operieren.

Schließlich kam Tricia endlich auf einen der Operationstische und wurde betäubt.

„Der Anästhesist setzte mir die Maske auf und dann war ich auch schon außerhalb meines Körpers“, sagte sie und schnippte dabei mit den Fingern, um den kurzen Moment zu veranschaulichen, in dem es geschah.

„Zu der Zeit war ich agnostisch und deshalb sehr schockiert, dass der Geist weiterlebt. Ich wollte wieder zurück in meinen Körper schlüpfen, aufwachen und all meinen Freunden sagen: ‚Hey, nach dem Tod geht es tatsächlich weiter!‘“, erzählte sie in einem Video, in dem sie über ihre Erfahrungen spricht.

Plötzlich war Tricias Bewußtsein außerhalb ihres Körpers

Sie sah ihren eigenen Körper auf dem Tisch liegen, mit einem offenen Rücken und Blut überall. Zwei Engel kamen zu ihr, um sie zu beruhigen. Sie sah, wie die Engel Licht durch die Chirurgen hindurch in ihren Körper sendeten.

In diesem Moment wusste sie, dass die Chirurgen in der Lage sein würden, die Schäden an ihrer Wirbelsäule in Ordnung zu bringen, sodass sie wieder gehen können würde.

Gleich darauf sah sie jedoch, wie ihr Herz aufhörte zu schlagen und sich eine Nulllinie auf dem Monitor abzeichnete. Sie starb auf dem Operationstisch.

Während ihr lebloser Körper dort lag, besuchte sie ihre Angehörigen und sah verschiedene Ereignisse, die später bestätigt wurden.

Erschüttert über den Anblick ihres leblosen Körpers und unsicher darüber, wie die Ärzte sie wiederbeleben konnten, wollte sie diese Szene nicht länger mitansehen. Durch diesen einen Gedanken befand sie sich plötzlich im Erdgeschoss des Krankenhauses und sah, was dort vor sich ging.

Dort passierte etwas, das ihren Fall für Forscher, die sich mit Nahtoderfahrungen (NTE) befassen, interessant machte. Sie sah wie ihr Stiefvater – ein Gesundheitsfanatiker, der Süßigkeiten niemals auch nur anfassen würde – einen Schokoriegel aus einem der Automaten zog und aß. Später wurde bestätigt, dass dies tatsächlich so geschehen war.

„Veridikale Wahrnehmung“

Ein solches Ereignis nennt man eine „veridikale Wahrnehmung“. Veridikale Wahrnehmungen sind Beobachtungen, die eine Person während einer außerkörperlichen Erfahrung macht, die auch unabhängig verifiziert werden können. Es handelt sich hierbei um Dinge, die man im Normalfall nicht hätte wissen können.

Einige Wissenschaftler, wie auch der Neurologe Kevin Nelson von der University of Kentucky, versuchen, NTEs als Prozesse im Gehirn zu erklären. Solche Prozesse im Gehirn werden mit dem Träumen oder dem Zustand bei plötzlichem Sauerstoffmangel verglichen.

Viele Wissenschaftler haben versucht, NTEs als reine Gehirnprozesse zu erklären. Dr. Jan Holden argumentiert jedoch, dass keine dieser Theorien eine Antwort auf das Phänomen der veridikalen Wahrnehmung ist.

Die Vorgänge im Gehirn reichen als Erklärung nicht aus

Dr. Jan Holden, Professorin an der University of North Texas und langjährige NTE-Forscherin, hat bereits etwa 100 Fälle von veridikalen Wahrnehmungen identifiziert. Durch ihre Untersuchungen an Hunderten von NTE-Fällen, stellte sie fest, dass dieses häufige Phänomen nicht durch die von Nelson vorgeschlagenen, gewöhnlichen Prozesse zu erklären wäre.

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„In jeder materiellen Erklärung, die bisher vorgenommen wurde, gibt es Unzulänglichkeiten, die einige Erscheinungen der Nahtoderfahrung nicht erklären können“, sagte Holden in einem Vortrag, den sie zur Erscheinung ihres Buches „The Handbook of Near-Death Experiences“ (Das Handbuch der Nahtoderfahrungen) hielt.

„Keines dieser Modelle kann erklären, woher Tricia wusste, dass ihr Stiefvater einen Schokoriegel kaufte, während sie bewusstlos im Operationssaal lag,“ sagte Holden. Triciass Fall gehört auch zu den vielen NTE-Fällen, die Holden untersuchte.

Viele Menschen mit Nahtoderfahrung schweigen darüber

Dr. Holden fand heraus, dass etwa jeder fünfte Mensch, der solch eine Konfrontation mit dem Tod hatte, eine ähnlich tiefgreifende, außerkörperliche Erfahrung gemacht hat. Viele Leute sprechen aber aus Angst vor Spott nicht offen darüber. Einige wurden sogar in die Psychiatrie eingewiesen, nachdem sie ihre Erfahrungen preisgaben.

Holden fand heraus, dass die psychische Gesundheit der Menschen mit Nahtoderfahrung derjenigen der normalen Bevölkerung entspricht. Diese Menschen sind geistig genauso gesund, wie jeder andere auch und die Auswirkungen dieser Erfahrungen sind eher positiv. Etwa 90 Prozent der Menschen, die eine solche Erfahrung machten, empfanden sie als ein angenehmes Erlebnis und viele von ihnen kamen glücklicher und mit einem starken Sinn für ihre eigene Bestimmung zurück.

Tricias Erfahrung endete nicht mit dem Schokoriegel. Sie hörte die stillen Gebete ihrer Mutter, ihrer Tante und anderer. Als sie die Trauer in den Gebeten ihrer Familie hörte, wollte sie fast zurückkehren. Aber ein helles Licht lockte sie. „Das Licht war so unglaublich, ich hatte noch nie eine solche Liebe gespürt – die Liebe einer Mutter, eine romantische Liebe, nichts war vergleichbar.“

Diese Art Liebe hatte sie noch nie erlebt

Sie befand sich in einem Feld, das realer und schöner war als alles andere auf der Erde. Ihr verstorbener Großvater war mit ihr.

Dann sah sie hunderte von Lichtern und sie wusste, dass jedes von ihnen einen ihrer zukünftigen Schüler repräsentierte. Sie wusste, dass sie Lehrerin werden sollte und dies ihr Berufsweg werden würde. Sie würde nicht nur Englisch unterrichten, sondern auch das, was sie während ihres Todes erlebt hatte.

Viele „kleine“ Dinge sind wichtiger als wir glauben

Sie spürte, wie es war, auf der Empfängerseite ihrer Handlungen zu stehen und welche Auswirkungen sie auf andere hatte.

Sowohl die Vergangenheit als auch ihre Zukunft zogen in einem Augenblick an ihr vorbei. Es waren nicht unbedingt die wichtigsten Ereignisse oder Beziehungen in ihrem Leben, die hervorgehoben wurden, sondern vielmehr ihre Interaktionen mit Menschen, die kleine Rollen gespielt hatten. Es gab Leute, mit denen sie sich nicht verbunden fühlte, weil sie glaubte, dass sie anders waren als sie, aber sie sah, dass sie während ihrer Depression für sie gebetet und sich um sie gesorgt hatten.

Sie fühlte und sah, wie sich ihre Handlungen auf andere auswirkten. Dr. Holden sagte, dass dies keine ungewöhnliche Erscheinung während einer NTE sei. Es hatte oft zur Folge, dass sich die Betroffenen ihrer Handlungen und deren Folgen bewusster wurden, da sie nun wussten, dass sie die ausgelösten Gefühle anderer selber am Ende ihres Lebens nochmals durchleben müssten.

Der Himmel verurteilte sie nicht

Obwohl Tricia für manche ihrer Taten Reue empfand, spürte sie, dass die Engel und Gott sie für die Dinge, die sie getan hatte, nicht verurteilten. Vielmehr waren sie traurig über manche Fehlentscheidungen, die Tricia im Leben getroffen hatte und wollten nur das Beste für sie.

Sie sah, dass es, statt ihres Selbstmordversuches, mehrere Wege gegeben hätte, die sie hätte einschlagen können. Sie hätte zum Beispiel auf die Menschen um sich herum zugehen und sich ihnen öffnen können.

Wer sich selbst zu schätzen weiß, kann auch andere Menschen wertschätzen

Sie sah auch, dass sich selbst zu schätzen und mit Barmherzigkeit zu behandeln, die wichtigste Entscheidung gewesen wäre, die sie hätte treffen sollen. „Wenn du daran glaubst, dass du deiner eigenen Liebe würdig bist, fängst du an, ein Leben um dich herum zu erschaffen, das viel besser ist“, sagte sie.

Obwohl es für sie schwierig war, ihre Fehler nochmals zu durchleben, war es eine wunderbare Erfahrung für sie. Sie wollte nicht mehr in ihren Körper zurückkehren, jedoch sprach Gott zu ihr und überzeugte sie vom Gegenteil. Sie würde andere dabei unterstützen zu begreifen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und ihnen damit helfen, ihre Angst loszulassen.

Nach dieser übernatürlichen Erfahrung, als sie wieder in ihren Körper schlüpfte, fühlte sie sich sehr eingeschränkt. Es fühlte sich an wie ein „Kostüm“ und sie sprach in den ersten Momenten ausschließlich in der dritten Person, als wäre „Tricia Barker“ nur eine eingeschränkte Inkarnation ihres ewigen Wesens.

Tricia erholte sich von ihren Rückenverletzungen, wie sie es während ihrer außerkörperlichen Erfahrung vorhergesehen hatte. Nur ein Jahr später lief sie den 10-Kilometer-Marathon. Dieser symbolisierte nicht nur ihre Genesung nach einem Selbstmordversuch, sondern auch ihre Lebenskraft nach einer Nahtoderfahrung, die sie tiefgreifend verändert hatte.

Im Video erzählt Tricia von ihren Erlebnissen (englisch):

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