Deutschland im Krisenmodus: Wird das Coronavirus die Weltuntergangspropheten dahinraffen?

Von 17. März 2020 Aktualisiert: 17. März 2020 11:50
Die derzeit Platz greifenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens infolge des Coronavirus beschäftigen auch das Feuilleton. In der „Welt“ mahnt Don Alphonso zur Individualvorsorge, Blogger Ramin Peymani hofft auf ein Ende von Phänomenen wie „Fridays for Future“.

Der angeordnete Stillstand des sozialen Lebens, den bereits Länder wie Italien oder Österreich veranlasst hatten, um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, hat nun auch Deutschland erreicht. Während ein Teil der entsprechenden Maßnahmen erst in Kraft treten muss, machen bereits erste Gerüchte über privat geplante „Corona-Partys“ die Runde.

Der „Shutdown“, der vorerst bis Ostern anberaumt ist, beschäftigt auch deutsche Medien und die Bloggerszene. Einer, der sich ausführlich den Corona-bedingten innenpolitischen Entwicklungen widmet, ist „Welt“-Feuilletonist Don Alphonso. Er wirft der Regierung einen zynischen Umgang mit der Bedrohung vor und erklärt, dass sie – im Zusammenspiel mit loyalen Medien – bereits jetzt mehrfach der Desinformation überführt wäre.

Im Gegensatz zur Selbststilisierung als „bestens vorbereiteter“ Staat sprächen bisherige Entwicklungen eine andere Sprache. So lege das auf Nachfrage vom Robert-Koch-Institut abgegebene Bekenntnis, Tote nicht mehr auf COVID-19 zu testen, den Schluss nahe, dass es neben den offiziellen Zahlen über den Verbreitungsgrad der Seuche in Deutschland noch eine erhebliche Dunkelziffer gäbe.

„Rechte Hetze“ von gestern wird zum Faktum von heute

Während es noch Ende Februar aus dem Gesundheitsministerium geheißen habe, das Land sei gerüstet, seien wenig später panisch Beatmungsgeräte bestellt und die Lieferung von Atemmasken nach Italien blockiert worden. Zudem wurden noch vor wenigen Tagen von offiziellen Regierungsaccounts und öffentlich-rechtlichen Medien Aussagen über eine bevorstehende Einschränkung des öffentlichen Lebens als „rechte Hetze“ und „Fake-News“ bezeichnet.

Don Alphonso vergleicht diese Form des Umgangs mit der Krise mit der unterschiedlichen Interessenlage zwischen Regierungen und Armeen, die das systemische Risiko im Auge haben, und der Zivilbevölkerung, der es um das individuelle Überleben geht, im Kriegsfall. Diese unterschiedlichen Interessen schafften unterschiedliche Prioritäten:

„Spahn, Merkel, die Regierung haben andere Prioritäten als ich. Ich möchte zuerst, dass meine Familie und meine Freunde überleben. Spahn und Merkel wollen einen Ausgang, der sich gut in den Medien verkaufen lässt, weil er das höhere Ziel der Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellt. […] Die Politik agiert schon jetzt im beginnenden Kriegsmodus und optimiert ihre Risiken auf Kosten individueller Gefahren – zuerst mit dem Kleinreden einer Pandemie, dann mit dem Verleumden der Warnenden und nun mit Ansagen, die nach 24 Stunden unwahr sind.“

Auf Rationierungen von Treibstoff und Bargeld einstellen

Da aber das systemische Risiko zur Folge habe, dass das Undenkbare von vor zwei Wochen die Normalität von heute sei, sei man bestmöglich beraten, sich möglichst wenig auf regierungsamtliche Verlautbarungen und etablierte Medien zu verlassen. Stattdessen sei man selbst in der Verantwortung, sich für die kommenden Wochen zu rüsten.

Zu den wichtigen Elementen dabei gehöre unter anderem das Abheben einer bestimmten größeren Summe Bargelds – nicht nur, um wiederholte Wege zum Geldautomaten zu vermeiden, den potenziell auch Infizierte benutzen, sondern auch, um Kartensperren oder Nachverfolgungen zu entgehen, wie sie etwa in Wuhan Menschen zuteilwurden, die sich ihre Bewegungsfreiheit erhalten wollten.

Auch mache Volltanken Sinn, weil in Anbetracht möglicher Unwägbarkeiten hinsichtlich der Transportkapazitäten auch jederzeit mit Schritten wie Benzinrationierungen zu rechnen sei. Um die Versorgung mit Vitaminen sicherzustellen, solle man sich mit Äpfeln eindecken, da die Versorgung mit Südfrüchten insbesondere aus Italien akut gefährdet sein könnte. Ein funktionstüchtiges Fahrrad könnte ebenfalls von Nutzen sein, um ohne stetige Kontrolle längere Distanzen überwinden zu können.

Schützt „das Hübsche und Zarte, das die Schönheit der Städte ausmacht“

In einer Zeit, in der man als individueller Risikoträger selbst als Todesfall nur „eine Zahl in der Corona-Statistik des Robert-Koch-Instituts“ wäre, sei es vor allem aber wichtig, Menschlichkeit zu bewahren – und Menschen gerade aus den Hauptrisikogruppen zu helfen. Selbst wenn diese aus falschem Stolz heraus Hilfe ablehnen sollten, weil sie darauf verweisen, selbst schon schlechte Zeiten überstanden zu haben:

„Mag sein, aber es stimmt nicht. Eine Zeit, die so schlecht wie diese ist, kennt heute keiner unter 70 Jahren mehr. Also sollte man helfen. Vielleicht nicht jenen kreativen Hofschranzen der Berliner Kaste, die die Seuche nutzen, um ihre politischen Ziele von BGE bis Mietfreiheit durchzusetzen. Aber den Alleinerziehenden. Denen, die es auch so nicht leicht haben. Den kleinen Läden und ihren Besitzern. Denen, die Gutscheine anbieten. All das Hübsche und Zarte, das die Schönheit der Städte ausmacht. Man muss es ja nicht plakativ tun, man kann auch ein Angebot machen, so nett, dass sie nicht nein sagen können, und ohne die Probleme anzusprechen.“

Im Übrigen solle man sich darum bemühen, in schweren Zeiten möglichst leicht zu leben:

Wer eine volle Geldtasche und Nothunderter im Zuckerfach hat, ein vollgetanktes Auto, mit dem Rad immer zu jedem Ziel durchkommt, daheim mehr zu essen besitzt, als man in fünf Wochen schafft, und über Medien jenseits der regierungsnahen Sender verfügt, ist für das Undenkbare von heute schon recht gut vorbereitet.“

Generation Schneeflocke lernt, was eine reale Bedrohung bedeutet

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In einem anderen vielbeachteten Beitrag zur Coronavirus-Krise diagnostiziert Ramin Peymani auf seinem Blog, die am Wochenende auch in Deutschland veranlasste Grenzschließung sei ein äußeres Zeichen dafür, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel de facto entmachtet sei.

„Bis zuletzt hatte sich Merkel gegen die Schließung der deutschen Grenzen gesperrt“, schreibt Peymani. „In ihrer Wahnvorstellung, Sie müsse als ‚Open Border Hero‘ in die Geschichtsbücher eingehen, weigerte sie sich beharrlich, die Realitäten anzuerkennen, die in ganz Europa geschaffen wurden.“

Während man sich in allen anderen Ländern Europas vehement der Pandemie entgegengestellt habe, habe Deutschland bis zuletzt an einem gefährlichen Schlingerkurs festgehalten und die Bürger verunsichert. Diese Strategie sei Merkel nun auf den Kopf gefallen:

Merkels Politik des Aussitzens ist am Ende. Die DDR-Politikerin, die keine eigene Linie vertritt und lieber abwartet, was die veröffentlichte Meinung vorgibt, steht vor den Scherben ihres opportunistischen Wirkens.“

Die Corona-Krise werde das Land nachhaltig verändern, vieles werde in den kommenden Monaten auf den Prüfstand kommen. Dies sei Chance und Risiko zugleich. Nicht nur bezogen auf technische Aspekte oder das Gesundheitswesen werde sich eine Änderung der Wahrnehmung vollziehen. Die Hoffnung sei wach, dass Phänomene wie „Fridays for Future“ der Vergangenheit angehören könnten:

„Menschen, die die Erfahrung einer existentiellen Bedrohung durchlebt haben, dürften der dekadenten Selbstbeschäftigung der polit-medialen Kaste sowie deren konstruierten Horrorszenarien künftig ein Stück weit skeptischer gegenüberstehen. Und die wohlstandverwahrloste ‚Generation Schneeflocke‘ sieht sich zum ersten Mal in ihrem Leben direkt damit konfrontiert, dass es neben ihren eingebildeten auch echte Gefahren gibt. Die Hoffnung keimt, dass weniger anfällig für Weltuntergangspropheten ist, wer reale Bedrohungen kennengelernt hat.“

„Regime der politisch korrekten Weltenretter ist gescheitert“

Andererseits sei zu befürchten, dass die EU versuchen werde, die Pandemie zu missbrauchen, um weitere Machtmaximierung zu betreiben. Zudem werde eine längere Rezession Platz greifen. Es werde zu einer Neubewertung vieler Finanzanlagen kommen und zum Platzen von Blasen. Immerhin bedeute das aber, dass gesinnungsethische Wohlfühlprojekte auf der Basis künstlich erzeugter Wachstumswellen und auf Kosten künftiger Generationen an ihre Grenzen stoßen würden:

„Das Regime der politisch korrekten Weltenretter, die eine überreife Demokratie ausgehöhlt und die im Zuge des Neuaufbaus nach dem II. Weltkrieg geschaffenen Privilegien des Parteienstaats immer schamloser ausgenutzt haben, ist gescheitert. Sie haben kraftvolle Staaten in den wirtschaftlichen Abgrund geführt und starke Gesellschaften destabilisiert. Die Corona-Pandemie legt dies gnadenlos offen. Sie sollte uns aber den Blick dafür nicht verstellen, dass jeder Krise eine Chance innewohnt. Wo Althergebrachtes nicht mehr taugt, entstehen neue Ideen.“

Im „European“ wendet sich Ansgar Graw wiederum gegen die These, die Corona-Krise sei ein Argument gegen die Globalisierung. Immerhin zeige sich auch die Forschung an Präparaten und Impfstoffen gegen Seuchen dieser Art als eine international koordinierte und weltweite – und gerade deshalb sei es eine „rechte Lebenslüge“, dass sich auf Herausforderungen wie diese eine Antwort im nationalstaatlichen Rahmen finden ließe.

Coronavirus lässt linke und rechte Lebenslügen platzen

Gleichzeitig widerlege die Krise aber auch linke Lebenslügen und zeige, dass der Nationalstaat durchaus noch gebraucht werde – ebenso wie Individualverkehr, Wirtschaftswachstum und die von der Linken ständig verteufelte Pharma-Industrie.

„Die EU ist derzeit kein Player, von ihr kommen keine Beiträge zur Lösung der Krise“, schreibt Graw. „Das kann man bedauern, aber was man nicht bestreiten kann: Nationalstaaten sind bis auf weiteres die größten handlungsfähigen Subjekte des weltpolitischen Agierens. Sie funktionieren.“

In Zeiten wie diesen seien zudem nicht nur Menschen auf dem Land auf ihr Auto angewiesen, um Ärzte und Krankenhäuser erreichen zu können.

„Auch in den Großstädten gilt zwecks Minderung der Gefahr einer Weitergabe des Virus das behördliche Gebot des ‚social distancing‘ und des möglichst geringen Kontakts zwischen Menschen. Darum fahren viele Menschen zur Arbeit und zum Einkaufen im eigenen Pkw und vermeiden so die Passagen in überfüllten U-Bahnen und Bussen. Gut, dass wir das Auto haben! Der Individualverkehr ist in Krisenzeiten unverzichtbar – auch das ist eine Lehre dieser Tage und Wochen.“

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.

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