Chinas Banken im Visier der USA: Trump erwägt Handelsstopp wegen Nordkorea

Von 5. September 2017 Aktualisiert: 10. September 2017 13:33
US-Präsident Trump erwägt, den Handel mit jedem Land zu stoppen, das mit Nordkorea Geschäfte macht. Eine Warnung an China – und chinesische Banken.

„Die Vereinigten Staaten erwägen (…), jeglichen Handel mit jedem Land zu stoppen, das mit Nordkorea Geschäfte macht,“ twitterte US-Präsident Donald Trump am Sonntag, nach dem neuesten Atomtest Nordkoreas.

Ähnlich wie Trump äußerte sich auch Finanzminister Steven Mnuchin. Er sagte laut „Fox News“, dass er ein Sanktions-Paket vorbereite, mit dem er „jeglichen Handel und andere Geschäfte“ mit Nordkorea abschneiden wolle. „Es gibt viel mehr, das wir ökonomisch machen können“, so Mnuchin.

Chinas zwiespältige Rolle

Der wichtigste Handelspartner Nordkoreas ist China – und bezogen auf China wäre der von Trump vorgeschlagene Handelsstopp eine radikale Maßnahme: Die USA importieren jährlich Waren im Wert von rund 40 Milliarden US-Dollar aus China.

Chinas Rolle in der Atomkrise ist gespalten: Während Staatschef Xi Jinping das Regime von Kim Jong Un ablehnt und diesen nie traf, gibt es innerhalb Chinas eine Fraktion, die Nordkorea schon vor Jahren zum atomaren Störenfried aufbaute und das abgeschottete Land weiterhin unterstützt.

Druck auf Chinas Banken

Um den Einfluss der chinesischen Politmafia auf Nordkorea zu mindern, könnte eine Sanktionierung chinesischer Großbanken ein effektiver Weg sein. Sanktionierungen von Banken hätten für US-Präsident Trump den Vorteil, dass er nicht Peking direkt angreifen müsste, so ein Artikel von CNBC.

Chinas Großbanken kamen bisher ungestraft davon. Stattdessen wurden kleinere Finanzinstitute wie die Bank of Dandong auf die US-Sanktionsliste gesetzt. Im August sagte Finanzminister Mnuchin, er wolle Banken, die Nordkorea unterstützen, vom US-Finanzsystem abschneiden. Einige chinesische Großbanken haben Sitze in den USA und helfen von dort aus kleineren chinesischen Banken beim Zugang zum Dollarsystem – zum Beispiel die Industrial and Commercial Bank of China, die China Construction Bank und die Bank of China.

Man könnte diesen Banken mit Zugangsverlust zum US-Finanzsystem drohen, falls sie bei Geschäften mit nordkoreanischen Staatskonzernen erwischt werden.

Politmafia unterstützt Nordkorea

Chinas Staatschef Xi Jinping hat den USA wegen Nordkorea Hilfe zugesichert, aber bis heute nicht Nordkoreas großen „Paten“ kaltgestellt – den 91-jährigen Ex-Staatschef Jiang Zemin, dessen Netzwerk an Getreuen die nordkoreanische Bedrohung aktiv am Leben hält. Würde Jiang Zemin öffentlich verhaftet, wären die Provokationen Kim Jong Uns nicht mehr denkbar und der Zusammenbruch seines Regimes nur eine Frage der Zeit, schätzen chinesische Beobachter.

Mehr Hintergründe:

Chinas geheime Machtspiele mit Atomwaffen – Kim Jong Un ist Xi Jinpings großes Problem

Nordkoreas Abhängigkeit von China: Wagt Trump einen größeren Handelskrieg?

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