„Corona-Virus stammt aus Wuhan-Labor“: Wissenschaftler legt Finger in die Wunde und wird diffamiert

Epoch Times21. März 2021 Aktualisiert: 21. März 2021 14:12
Der Wissenschaftler Roland Wiesendanger hat sich intensiv mit dem Ausbruch des Coronavirus in China beschäftigt. Er ist davon überzeugt, dass die Pandemie durch einen Laborunfall im Institut für Virologie im chinesischen Wuhan ausgelöst wurde. Seine umfassend recherchierte Studie wird in den deutschen Medien als Verschwörungstheorie abgehandelt.

Der Physiker und Spezialist für Nanostrukturen, Roland Wiesendanger, hat sich mit dem Ausbruch des Corona-Virus im kommunistischen China beschäftigt. Der Wissenschaftler ist an der Universität Hamburg tätig und wollte wissen, ob das SARS-CoV-2-Virus tatsächlich eine „Naturkatastrophe“ ist, wie es die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vermutet und etwa die Klimabewegung „Fridays for Future“ behauptet, oder ob das Virus aus dem Institut für Virologie im chinesischen Wuhan stammt.

Wiesendanger forschte intensiv und gelangte in einer Studie – die in deutschen Medien als Verschwörungstheorie bezeichnet wird – zu dem Ergebnis, dass das Virus nicht aus der Natur kommt. „Es kommt aus dem Labor“, so der Forscher. Sowohl die Zahl als auch die Qualität der Indizien sprächen für einen Laborunfall am virologischen Institut in Wuhan als Ursache der gegenwärtigen Pandemie.

Nach Angaben der Universität Hamburg wurde die Studie im Zeitraum von Januar 2020 bis Dezember 2020 durchgeführt. Sie basiert demnach auf einem interdisziplinären, wissenschaftlichen Ansatz sowie auf einer umfangreichen Recherche unter Nutzung verschiedenster Informationsquellen. Hierzu gehören unter anderem wissenschaftliche Literatur, Artikel in Print- und Online-Medien sowie persönliche Kommunikation mit internationalen Kolleginnen und Kollegen. Sie liefert „keine hochwissenschaftlichen Beweise“, wohl aber „zahlreiche und schwerwiegende Indizien“.

So sei etwa im Gegensatz zu früheren Coronaviren-bedingten Epidemien wie SARS und MERS bis heute – also weit über ein Jahr nach Ausbruch der gegenwärtigen Pandemie – kein Tier als Zwischenwirt identifiziert worden, welches die Übertragung von SARS-CoV-2 von Fledermäusen auf den Menschen ermöglicht haben könnte. Die Zoonose-Theorie als mögliche Erklärung für die Pandemie besitzt daher keine fundierte wissenschaftliche Grundlage.

Im Gespräch mit „Tichys Einblick“ sagte Wiesendanger: „Das Beharren auf einer Zoonose als mögliche Ursache der gegenwärtigen Pandemie ist meiner Meinung nach dadurch begründet, dass man lieber von einer „Naturkatastrophe“ spricht, weil etwas Schicksalshaftes für viele Menschen leichter zu ertragen scheint. Tatsächlich aber ist es keine Naturkatastrophe, sondern eine vom Menschen gemachte und zu verantwortende Katastrophe.“

Dies sei vielleicht eine „schreckliche Wahrheit“, aber als Wissenschaftler sei er der Wahrheit nun einmal verpflichtet.

Was auch gegen die Zoonose-Theorie spricht, ist die Tatsache, dass keine Fledermäuse auf dem in Verdacht geratenen Fischmarkt im Zentrum der Stadt Wuhan angeboten wurden. Im virologischen Institut Wuhan gibt es jedoch eine der weltweit größten Sammlungen von Fledermauserregern, welche von weit entfernten Höhlen in südchinesischen Provinzen stammen. „Es ist extrem unwahrscheinlich, dass sich Fledermäuse aus dieser Entfernung von nahezu 2.000 km auf natürliche Weise auf den Weg nach Wuhan begeben haben, um dann in unmittelbarer Nähe dieses virologischen Instituts eine weltweite Pandemie auszulösen“, so Wiesendanger.

„Gain-of-function“-Forschung in Wuhan

Ein weiteres schwergewichtiges Indiz ist, dass eine Forschungsgruppe im Wuhan-Labor über viele Jahre hinweg gentechnische Manipulationen an Coronaviren vorgenommen hat mit dem Ziel, diese für Menschen ansteckender, gefährlicher und tödlicher zu machen. Die Forschergruppe um Zheng-Li Shi im Wuhan-Labor „hat nicht nur natürlich vorkommende Coronaviren untersucht, sondern diese gezielt manipuliert, mit dem Ziel, diese perfekt an menschliche Zellrezeptoren anzupassen“, erklärte der Wissenschaftler.

Diese sogenannte „gain-of-function“-Forschung am Institut in Wuhan ist durch mehrere wissenschaftliche Originalpublikationen in referierten Fachzeitschriften belegt und kann nicht bestritten werden.

Außerdem sei es auch fraglich, warum ausgerechnet in der Nähe des Virenlabors, wo es die weltweit größte Sammlung von Coronaviren gibt, so eine Pandemie ausbricht. Genau dort, wo diese Viren manipuliert wurden, um sie für Menschen ansteckender zu machen. „Alle Ärzte, die mir geschrieben haben, haben gesagt: So etwas gab es bislang noch nicht, eine solch perfekte Adaption dieser Viren an menschliche Zellen. Es kommen ja jetzt immer mehr Wissenschaftler aus der Deckung und sagen: Es ist so offensichtlich, dass dieses Krankheitsbild von allem abweicht, was wir bisher gehabt haben, dass das ganz klar darauf hindeutet, dass SARS-CoV-2 entsprechend perfektioniert wurde für menschliche Zellen. Doch alle Wissenschaftler, die das gesagt haben, wurden diffamiert. Etwa auch Frau Yan“, sagte er zu „Tichys Einblick“.

Wiesendanger erläuterte, dass die „perfekte Adaption des SARS-CoV-2 an menschliche Zellrezeptoren“ unter anderem dafür sorgt, „dass nicht nur die oberen Atemwege und die Lunge, sondern auch zusätzliche innere Organe angegriffen werden“. Dieser seit längerer Zeit bekannte klinische Befund sorgt dafür, dass die Heilung von COVID-19 teilweise erheblich erschwert wird. Die Langzeitfolgen könnten sehr viel weitreichender sein als gedacht. „Insbesondere haben wir keinerlei Erfahrungen über die Wirkung künstlich erzeugter Viren“, betonte er.

Es gab auch „sehr viele Merkwürdigkeiten“ in Bezug auf das Virenlabor im chinesischen Wuhan. So etwa die Löschung von Daten über Coronaviren des virologischen Instituts. Zudem, so Wiesendanger weiter, durften Ärzte in China nicht über die Vorkommnisse in der Frühphase der Pandemie offen berichten. Auch wurden Proben von Patienten aus dem Zeitraum von Oktober bis Dezember 2019 nicht ausgehändigt, auch nicht jüngst gegenüber Mitgliedern der Untersuchungskommission der Weltgesundheitsorganisation.

Was noch auf einen Laborunfall hindeutet, ist die Tatsache, dass es im Wuhan-Labor bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie erhebliche Sicherheitsmängel gab.

Eine Verschwörungstheorie?

In den deutschen Medien, aber auch in Kreisen der Virologen, wird die These des Laborunfalls im chinesischen Wuhan generell als Verschwörungstheorie abgehandelt. Beispielsweise hat der Virologe Peter Daszak bereits im Februar 2020 26 prominente Virologen rekrutiert, um ein von ihm verfasstes Statement zu unterschreiben. Der Titel des Schriftstücks: Labor-Theorie ist eine „Verschwörungstheorie“. Schon vor mehr als einem Jahr will Daszak also gewusst haben, was bis heute weder bewiesen noch widerlegt werden kann. Unter den Unterzeichnern befindet sich auch der Virologe Professor Christian Drosten.

Interessant dabei ist, dass Daszak über Jahre hinweg eng mit den Forschern – so auch mit Zheng-Li Shi – in Wuhan zusammengearbeitet, gemeinsam publiziert und „gain-of-function“-Experimente mit Fledermausviren durchgeführt hat.

Wissenswert ist auch, was Wiesendanger diesbezüglich im Gespräch mit „Achgut“ erklärte: In den USA gibt es seit 1989 ein Anti-Biowaffenterrorismus-Gesetz, das es Amerika ermöglicht, Personen, die Know-how aus den USA in andere Staaten bringen und diese dadurch in die Lage versetzen, Erreger zu schaffen, die ein Sicherheitsrisiko für die amerikanische Bevölkerung darstellen, mit bis zu lebenslanger Haft zu verurteilen.

Wiesendanger sagte: „Es gibt dagegen kein internationales Gesetz, das Anwendung finden könnte. Aber in den USA gibt es ein solches Gesetz. Wenn also Daszak nachgewiesen würde, dass er Know-how nach China gebracht hat und aufgrund eines Laborunfalls wiederum hunderttausende amerikanische Staatsbürger ihr Leben verloren haben, so könnte er nach amerikanischem Recht verurteilt werden.“

Ein solches Szenario ist auch nicht unwahrscheinlich. Das macht der Wissenschaftler anhand des Beispiels Charles Lieber fest. Der berühmte Nanowissenschaftler der Harvard University, wurde letztes Jahr verhaftet und verurteilt. Er hatte gegen Bezahlung von chinesischer Seite, die er nicht deklariert hatte, mit einem Institut in Wuhan kooperiert. Also wenn Peter Daszak tatsächlich ein Verstoß gegen das Anti-Biowaffenterrorismus-Gesetz nachgewiesen werden könnte, müsste er mit einer Verurteilung rechnen. „Nun können Sie sich vorstellen, dass so jemand extremes Eigeninteresse hat, den Verdacht von diesem Labor wegzulenken“, so Wiesendanger.

Zudem befürchteten Virologen, dass im Falle des Nachweises eines Laborunfalls erheblich einschränkende Regulierungen von biotechnologischen Forschungsaktivitäten in Kraft treten könnten. „Viele Wissenschaftler fürchten wohl, dass die Katastrophe von Wuhan ähnlich drastische Konsequenzen für die Biotechnologie haben könnte wie im Falle der Kernkrafttechnologie nach dem Reaktorunglück von Fukushima.“

Aber angesichts der Gefährlichkeit der „gain-of-function“-Forschung brauche es internationale Regulierungen. „Die Folgen des Unfalls in Wuhan sind zu ungeheuerlich: Millionen Tote, Schäden für die Wirtschaft in astronomischer Höhe und ein nicht zu beziffernder Schaden für das Wohlergehen jedes Einzelnen. Das kann die Weltgemeinschaft so nicht hinnehmen. Wir dürfen uns nicht noch einmal einer solchen Gefahr aussetzen“, betonte der Physiker.

Wiesendanger zufolge gibt es aber weder in der Bundesregierung noch innerhalb der neuen US-Regierung ein Interesse daran, dem Ausbruch des Coronavirus auf den Grund zu gehen. „Das weiß ich über Kontakte in die USA, dass es so wörtlich ‚kein Interesse‘ gibt, das aufzuklären“, sagte er. Auch die Kommunistische Partei Chinas hat bereits mehrfach ihre Ablehnung gegenüber einer umfassenden Untersuchung gezeigt.

Deshalb müsse die Bevölkerung – die massiv durch die Pandemie geschädigt wurde und wird – ihr Interesse zeigen, die Sache aufzuklären. „Darum gibt es ja jetzt die Initiative der Gruppe von Wissenschaftlern, die an die Öffentlichkeit gegangen ist, um allen zu sagen: Lasst bitte nicht locker, fordert das ein. Fordert es ein von euren Parlamentsvertretern, von euren Regierungen, das ist euer Recht.“

In den Medien verunglimpft

Für Wiesendanger ist es frustrierend zu sehen, dass die Medien die These eines Laborunfalls verunglimpfen und mit Verschwörungstheorien in Verbindung bringen. Der Ausbruch des Coronavirus bewege die Bevölkerung wirklich und es sei sehr wichtig, dem auf den Grund zu gehen. Dies sei eine Aufgabe, die eigentlich Journalisten übernehmen sollten, so Wiesendanger. Doch diese scheuten sich offenbar, das heikle Thema anzufassen, und diffamierten stattdessen lieber.

Er selbst wurde auch in den Medien diffamiert. Wiesendangers Studie wurde rund um den Globus gelobt. Nicht aber Deutschland. Seine Arbeit wurde als „krude Verschwörungstheorie“ verunglimpft.

Das „ZDF“ etwa schrieb im „Fakten-Check“: „Uni Hamburg verbreitet fragwürdige Theorie.“ Wiesendanger stütze sich auf „fragwürdige Quellen“, „unter anderem ‚Focus‘, Twitter, Youtube und Epoch Times.“ Tatsächlich hat sich der Physiker bei seiner Recherche aber auf zahlreiche Quellen, unter anderem auf wissenschaftliche Publikationen, bezogen – wie oben bereits geschildert.

Der Sender interviewte den Wissenschaftler auch zu dem Thema und schrieb: „Wiesendanger selbst erzählt „ZDF heute“, dass er die Veröffentlichung gemeinsam mit Universitätspräsident Dieter Lenzen geplant habe. „Ich bin stolz auf den Präsidenten der Universität Hamburg. Wir haben sehr umfangreich über die Szenarien gesprochen, welche Reaktionen es auf die Veröffentlichung geben wird. Reaktionen, die uns in die Ecke von Verschwörungstheorien stellen wollen.“ Das soll der Wissenschaftler gesagt haben. Doch Wiesendanger zufolge hat er dies so nie gesagt. Offenbar wollte das „ZDF“ mit der Passage suggerieren, dass er bestätigte, Verschwörungstheorien zu verbreiten.

Wiesendanger sagte im Gespräch mit „Tichys Einblick“: Er habe diesen Satz in seinem Telefonat mit dem „ZDF“-Mitarbeiter Nils Metzger weder wörtlich noch sinngemäß gesagt. Über „Reaktionen, die uns in die Ecke von Verschwörungstheorien stellen wollen“, habe er mit Universitätspräsident Dieter Lenzen nie gesprochen. „Tichys Einblick“ schrieb diesbezüglich: Sollte das ZDF ausgerechnet in einem „Fakten-Check“, der im wesentlichen aus dem Vorwurf „unseriöser Quellen“ besteht, mit einem erfundenen Zitat gearbeitet haben, dann wäre das eine gewaltige journalistische Blamage. (oz)


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