Ein medizinisches Team kontrolliert Reisende nach ihrer Rückkehr aus dem Iran.Foto: HUSSEIN FALEH/AFP via Getty Images

Coronavirus-Epidemie im Iran: Nachbarländer machen Grenze dicht

Epoch Times23. Februar 2020 Aktualisiert: 11. März 2020 15:13
Die Türkei ist besorgt: "Wir haben nach einem Anstieg der Fallzahlen im Iran beschlossen, unsere Landgrenze (zum Iran) zu schließen." Auch andere Nachbarländer reagierten mit drastischen Maßnahmen.

Wegen der Ausbreitung der neuartigen Lungenseuche Covid-19 im Iran haben mehrere Staaten Schutzmaßnahmen wie Grenzschließungen und Einreiseverbote verfügt. „Wir haben nach einem Anstieg der Fallzahlen im Iran beschlossen, unsere Landgrenze (zum Iran) zu schließen“, sagte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Sonntag. Diese vorübergehende Maßnahme sei nach einem Austausch mit den iranischen Behörden angeordnet worden.

Koca führte aus, der Straßen- und Bahnverkehr zwischen den beiden Ländern werde ab Sonntagnachmittag eingestellt. Flugzeuge aus dem Iran dürften ab 20.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MESZ) nicht mehr landen. Flüge aus der Türkei in den Iran seien aber weiter möglich.

Der Iran hatte erst vor wenigen Tagen seine ersten Infektionsfälle gemeldet. Mittlerweile steckten sich mehr als 40 Menschen in der Islamischen Republik an. Mit acht Todesopfern wurde der Iran zu dem Land mit den meisten Toten durch das neuartige Coronavirus außerhalb Chinas. Die meisten Infizierten leben in Kom oder hatten sich dort aufgehalten. Die Stadt ist ein Zentrum für islamische Studien und ein beliebtes Touristenziel.

Die iranischen Behörden schlossen wegen der Epidemie am Sonntag vorläufig Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen in 14 der 31 Provinzen im Land. Der Präsident des Teheraner Stadtrats, Mohsen Haschemi, sagte dem Staatsfernsehen, wenn die Zahl der Infizierten in der iranischen Hauptstadt weiter steige, werde sie unter Quarantäne gestellt. Teheran hat mehr als acht Millionen Einwohner.

Reiseverbote und Grenzschließungen

Pakistan schloss am Sonntag ebenfalls seine Grenze zum Iran, wie ein hochrangiger Behördenvertreter in der südwestlichen Provinz Baluchistan mitteilte. Irans Nachbarland Afghanistan untersagte vorläufig alle Reisen zwischen den beiden Staaten. Damit solle das neuartige Coronavirus von Afghanistan weiter ferngehalten werden, erklärte der Nationale Sicherheitsrat in Kabul.

Jordanien untersagte nicht nur Einreisen von Menschen aus dem Iran, sondern auch aus Südkorea und China. Es handele sich um Vorsichtsmaßnahmen angesichts der gestiegenen Fallzahlen im Iran und in Südkorea, teilte der Staatsminister für Medienangelegenheiten, Amdschad Adayleh, mit. Das vorläufige Einreiseverbot gilt demnach für Ausländer. Menschen mit jordanischer Staatsbürgerschaft dürfen aus den drei Ländern einreisen, werden dann aber für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt.

In der Türkei, in Jordanien und Afghanistan wurden bislang keine Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt. In Südkorea gibt es bereits mehr als 550 Infizierte. Damit ist es das Land mit den meisten Fällen außerhalb Chinas. (afp)

Epoch Times Sonderdruck zum Coronavirus: unzensierte Informationen, exklusives Interview, Undercover-Recherche, Hintergründe und Fakten

Mit dem 36-seitigen Epoch Times Sonderdruck zum Coronavirus können Sie sich gründlich über das Thema Coronavirus informieren: Was passiert wirklich in China? Wie gut ist Europa auf das Coronavirus vorbereitet? Welche Folgen hat das für die Wirtschaft? Wie können Sie sich schützen – gesundheitlich und rechtlich?

Jetzt bestellen!


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion