Baltische und belgische Landwirte protestieren, am 20. Februar in Brüssel, gemeinsam gegen geplante Kürzungen im nächsten EU-Haushalt. Auch in EU-Ländern, wie Spanien oder Frankreich protestieren die Landwirte.Foto: ARIS OIKONOMOU/AFP via Getty Images

EU-Landwirte machen mobil gegen vorgeschlagene Kürzungen im EU-Haushaltsplan

Epoch Times20. Februar 2020 Aktualisiert: 20. Februar 2020 15:22
Überall in der EU machen Landwirte gegen geplante Kürzungen im EU-Haushaltsplan mobil. Nicht nur absolute Summen würden dadurch gekürzt, sondern auch Gelder die zur Unterstützung der Landwirte angedacht sind in bisher vollkommen undefinierte "Klimaschutzprojekte" umgeleitet.

Europas Landwirte blicken mit Sorge auf die Verhandlungen zum nächsten EU-Mehrjahreshaushalt. Mehrere hundert baltische Landwirte demonstrierten zum Auftakt des EU-Sondergipfels am Donnerstag in Brüssel gegen geplante Kürzungen im Agrarbereich. Sie erhielten Unterstützung von den Staats- und Regierungschefs Litauens, Lettlands und Estlands, wie auf Fotos auf Twitter zu sehen war. Die größte europäische Bauern-Gewerkschaft Copa-Cogeca bezeichnete die Verhandlungsbasis für ein Gemeinschaftsbudget für die Jahre 2021 bis 2027 als „völlig inakzeptabel“.

Die Staats- und Regierungschefs aller EU-Länder kommen am Nachmittag zusammen, um sich auf einen gemeinsamen Haushaltsrahmen zu verständigen. Die von Ratspräsident Charles Michel vorgeschlagene Diskussionsgrundlage sieht rund 329 Milliarden Euro an EU-Mitteln für die Landwirtschaft vor. Das sind 53 Milliarden weniger als im vorherigen Sieben-Jahres-Haushalt. Der Anteil der Agrarmittel am Gesamtbudget der EU würde demnach von 35 auf 30 Prozent sinken.

Brexit hinterlässt Finanzlücke

Die Kürzungen sollen dazu dienen, das durch den Brexit entstehende Haushaltsloch zu stopfen. Auch soll mehr Geld in neue Bereiche wie Sicherheit, Bildung und Forschung fließen. Als Ausgleich schlug Michel mehr Flexibilität bei der Auszahlung der Agrarmitteln aus den verschiedenen Töpfen vor. Außerdem soll es den Mitgliedstaaten möglich sein, die Gelder aus Brüssel mit eigenen Mitteln aufzustocken.

„Der Vorschlag bietet den Landwirten keine ausreichende Unterstützung, um die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen“, kritisierte die Copa-Cogeca. Die Gewerkschaft verwies auf die Klimaschutzziele der EU-Kommission, zu deren Erreichen die Landwirtschaft einen Beitrag leisten soll.

Baltische und belgische Landwirte protestieren gemeinsam

Die Regierungschefs von Estland, Lettland und Litauens Präsident Gitanas Nauseda sicherten ihren Landwirten bei Besuchen der Demonstration Unterstützung zu. Ratas forderte eine Angleichung der Direktzahlungen für baltische Landwirte. Bislang variieren die gezahlten Agrarhilfen pro Hektar von Land zu Land – in der Regel zu Ungunsten der Osteuropäer. Am Nachmittag schlossen sich dutzende belgische Bauern mit ihren Traktoren den Protesten an.

Neben den ost- und südeuropäischen EU-Ländern wehrt sich vor allem Frankreich gegen Kürzungen im Agrarbereich. Die Landwirtschaft habe „zentrale und absolute Priorität“, hieß es aus dem Pariser Elysée-Palast. In Spanien steht Regierungschef Pedro Sánchez unter Druck, nachdem in mehreren Regionen Landwirte mit Autobahnen-Blockaden ihre Unzufriedenheit kundgetan hatten.(afp/al)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Bei der Gründung der Vereinten Nationen und der Ausarbeitung der UN-Charta spielte die damalige Sowjetunion eine entscheidende Rolle. Auch nach dem Zusammenbruch des sowjetischen Regimes blieb ihr kommunistisches Erbe in den Vereinten Nationen weitgehend erhalten. Die Leiter vieler wichtiger UN-Agenturen sind Kommunisten oder gleichgesinnte Sympathisanten. Viele Generalsekretäre der UNO waren Sozialisten und Marxisten.

Die heutigen transnationalen politischen und wirtschaftlichen Gruppierungen haben enorme Ressourcen unter Kontrolle. Von großen Themen wie Umwelt, Wirtschaft, Handel, Militär, Diplomatie, Wissenschaft und Technologie, Bildung, Energie, Krieg und Einwanderung bis hin zu kleinen Themen wie Unterhaltung, Mode und Lifestyle werden alle zunehmend von Globalisten manipuliert.

Sobald eine globale Regierung gebildet ist, wäre es einfach, mit einem einzigen Befehl die ganze Menschheit zu verändern oder sogar zu zerstören. Genau darum geht es im Kapitel 17 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ mit dem Titel: „Globalisierung - Ein Kernstück des Kommunismus“. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion