Atomsprengkopf.Foto: iStock

Internationaler Vertrag zum Verbot von Atomwaffen tritt im Januar 2021 in Kraft – Deutschland boykottiert den Vertrag

Epoch Times25. Oktober 2020 Aktualisiert: 25. Oktober 2020 11:34
Der internationale Vertrag zum Verbot von Atomwaffen wird in Kraft treten. Die Atommächte boykottieren das Abkommen – Deutschland auch. Damit hat der Vertrag eher symbolischen Charakter.

Der internationale Vertrag zum Verbot von Atomwaffen wird am 22. Januar 2021 in Kraft treten. Das Abkommen wurde inzwischen von 50 Staaten ratifiziert, womit das Quorum für seine Gültigkeit erreicht ist, wie ein UN-Vertreter in der Nacht zum Sonntag mitteilte. Demnach ratifizierte Honduras als 50. Land den Vertrag. Das Abkommen wird allerdings von den Atommächten und auch diversen anderen Staaten – darunter Deutschland – boykottiert.

Der Vertrag war im Juli 2017 von der UN-Vollversammlung mit den Stimmen von 122 Staaten verabschiedet worden. 84 Länder sind ihm seither beigetreten, nicht alle diese Staaten haben aber bereits den Ratifizierungsprozess abgeschlossen. Der Vertrag verbietet den Einsatz, die Entwicklung, Produktion und Lagerung von Atomwaffen sowie auch die Drohung mit deren Einsatz.

Nachdem nun 50 Staaten den Vertrag ratifiziert haben, kann dieser nach Ablauf einer Frist von 90 Tagen in Kraft treten, wie der UN-Vertreter am Hauptsitz der Weltorganisation in New York mitteilte. Damit wird das Abkommen ab 22. Januar 2021 gültig.

Weitgehend symbolischer Charakter

Da die Atommächte dem Vertrag nicht beigetreten sind, hat dieser zunächst nur weitgehend symbolischen Charakter. Die Befürworter des Abkommens setzen gleichwohl darauf, dass dieses über die Zeit eine starke Druckwirkung für die atomare Abrüstung entfaltet.

Die Atommächte – darunter die USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und China – argumentieren, dass ihre Arsenale eine abschreckende Wirkung hätten. Die größten Nuklearmächte verweisen zudem auf ihre Zugehörigkeit zum Atomwaffensperrvertrag, der die Verbreitung von Nuklearwaffen untersagt.

De-facto-Atommächte Indien, Pakistan und Israel gehören dem Atomwaffensperrvertrag allerdings nicht an. Nordkorea war im Jahr 2003 aus diesem Vertrag ausgestiegen.

Internationale Organisationen begrüßen das Abkommen

Das nun absehbare Inkrafttreten des Abkommens zum Atomwaffenverbot wurde von internationalen Organisationen, die sich für die atomare Abrüstung einsetzen, begrüßt.

Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican), die 2017 den Friedensnobelpreis erhalten hatte, freute sich über einen „historischen“ Schritt und „ein neues Kapitel für die nukleare Abrüstung“. Es sei nun zu erwarten, dass Unternehmen die Produktion von Atomwaffen einstellten und Finanzinstitutionen nicht mehr Geld in Unternehmen steckten, die solche Waffen produzieren, erklärte Ican-Exekutivdirektorin Beatrice Fihn.

Der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Maurer, bezeichnete die künftige Gültigkeit des Vertrags als „einen Sieg für die Menschlichkeit und das Versprechen für eine sicherere Zukunft“. Zu häufig würden Atomwaffen noch als „unvermeidbare Komponenten einer internationalen Sicherheitsarchitektur“ betrachtet, kritisierte Maurer. Der Verbotsvertrag mache eine Welt vorstellbar, in der die Welt von diesen „inhumanen Waffen befreit“ sei.

Auch Österreich, das dem Atomwaffenverbotsvertrag angehört, begrüßte das Erreichen des Quorums. „Mit diesem Erfolg sind wir unserem Ziel einer atomwaffenfreien Welt einen wichtigen Schritt nähergekommen!“ schrieb Bundeskanzler Sebastian Kurz im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Seit den 75. Jahrestagen im vergangenen August der US-Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki im Zweiten Weltkrieg hatte eine größere Zahl von Staaten den Nuklearwaffenverbotsvertrag ratifiziert, darunter Irland, Malta, Malaysia, Nigeria und Tuvalu. (afp)Nuclear warhead. use nuclear weapons. threat.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Unsere Buchempfehlung

Bei der Gründung der Vereinten Nationen und der Ausarbeitung der UN-Charta spielte die damalige Sowjetunion eine entscheidende Rolle. Auch nach dem Zusammenbruch des sowjetischen Regimes blieb ihr kommunistisches Erbe in den Vereinten Nationen weitgehend erhalten. Die Leiter vieler wichtiger UN-Agenturen sind Kommunisten oder gleichgesinnte Sympathisanten. Viele Generalsekretäre der UNO waren Sozialisten und Marxisten.

Die heutigen transnationalen politischen und wirtschaftlichen Gruppierungen haben enorme Ressourcen unter Kontrolle. Von großen Themen wie Umwelt, Wirtschaft, Handel, Militär, Diplomatie, Wissenschaft und Technologie, Bildung, Energie, Krieg und Einwanderung bis hin zu kleinen Themen wie Unterhaltung, Mode und Lifestyle werden alle zunehmend von Globalisten manipuliert.

Sobald eine globale Regierung gebildet ist, wäre es einfach, mit einem einzigen Befehl die ganze Menschheit zu verändern oder sogar zu zerstören. Genau darum geht es im Kapitel 17 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ mit dem Titel: „Globalisierung - Ein Kernstück des Kommunismus“. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]