Pekings Top-Berater enthüllt: KP Chinas will neuen Wertmaßstab bestimmen und US-Dollar als Weltreservewährung ersetzen

Von und 6. April 2021 Aktualisiert: 6. April 2021 18:22
Um, wie geplant, die globale Vorherrschaft bis Mitte des Jahrhunderts zu erreichen, warten für China noch ein paar Hürden, die zu überwinden sind. Eine davon ist, den Dollar als Weltreservewährung abzulösen. Um das zu schaffen, wird daran gearbeitet einen globalen Sekundärmarkt zu entwickeln, der vom chinesischen Yuan dominiert wird. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Belt and Road Initiative.

Das chinesische Regime will die Dominanz des US-Dollars auf den globalen Märkten und im Handel brechen, indem es die durch die Pandemie verursachten wirtschaftlichen Verschiebungen ausnutzt. Die Pläne enthüllte kürzlich der chinesische Professor Di Dongsheng.

China soll nach der Pandemie „derjenige sein, der den Wertmaßstab bestimmt“, sagte Di Dongsheng, stellvertretender Dekan der School of International Studies an der Renmin University in Peking, in einem am 4. Februar in den chinesischen sozialen Medien veröffentlichten Video. „Die Währung, die den Preis festlegt, wird letztendlich der Renminbi sein“, erklärte er.

Der Professor beschrieb die Pandemie im vergangenen April als eine „seit 100 Jahren nicht mehr dagewesene“ Gelegenheit für das Regime, sein Ziel zu verwirklichen, „alle sieben Milliarden Menschen auf der Welt für [China] zahlen zu lassen.“

Wenn der chinesische Yuan (oder Renminbi) die globale Hegemonie erlangt habe, werde Peking in der Lage sein, mehr Geld zu drucken, um den Wert des Yuan, der von der Weltbevölkerung gehalten wird, zu verwässern – und damit Reichtum nach China zu transferieren, erklärte er.

Di erlangte Ende letzten Jahres in den USA wegen des Videos einer Rede Bekanntheit. Darin sagte er, dass das Regime die Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten durch „alte Freunde“ an der Wall Street beeinflusst habe. In seiner Biografie auf der Website der Renmin-Universität steht, dass der Professor „zur Außenwirtschaftspolitik Chinas beigetragen“ hat und regelmäßig an politischen Diskussionen und Auslandsbesuchen verschiedener Gremien des chinesischen Regimes teilnimmt.

Eine goldene Gelegenheit ergreifen

Das chinesische Regime war ein großer Nutznießer der Niedrigzinspolitik der westlichen Volkswirtschaften. Ausländische Investoren haben laut Bloomberg Chinas hochverzinsliche Anleihen aufgekauft und in den 12 Monaten bis zum 30. September 2020 135 Milliarden Dollar in chinesische Anleihen gepumpt.

Die globale Wirtschaftstheorie besagt, dass Investoren, abgesehen von Kreditkonzernen, normalerweise Gelder von Niedrigzinsländern (z. B. den USA) in Hochzinsländer (z. B. China) umleiten. Um chinesische Anleihen, die auf Yuan lauten, zu kaufen, muss der Investor Dollar (Währung der Niedrigzins-Wirtschaft) verkaufen und Yuan kaufen, um die Yuan-Anleihen zu erwerben. Diese Aktion erhöht theoretisch den Wert des Yuan und wertet den Dollar ab.

Dekan Di schlug im vergangenen April vor, dass das Regime die Chancen, die sich durch die Pandemie bieten, nutzen sollte, um mehr globale Investoren anzuziehen. Yuan sollte freigegeben werden, um Länder und Unternehmen, die Bargeld benötigen, zu unterstützen.

Das chinesische Regime hat schon seit langem den Wunsch geäußert, den US-Dollar als Weltreservewährung abzulösen. Im Jahr 2009 forderte der damalige Gouverneur der Zentralbank des Regimes, Zhou Xiaochuan, den US-Dollar durch eine internationale Reservewährung zu ersetzen, um den Einfluss des Yuan zu vergrößern.

Nach den Daten des International Monetary Institute der Renmin University stieg der Anteil des chinesischen Yuan am weltweiten Zahlungsverkehr von 2011 bis 2020 von 0,02 Prozent auf über drei Prozent. Der Yuan hat jedoch noch einen weiten Weg vor sich, um die Dominanz des US-Dollars zu brechen.

Kredite an Entwicklungsländer „extrem großzügig“ vergeben

Di schlug weiter vor, dass das Regime Kredite an Entwicklungsländer vergeben sollte, die von Industrieländern sonst keine Kredite erhalten würden. Auf diese Weise könnte das Regime hohe Zinszahlungen kassieren, um die Kosten der relativ hohen Zinsen, die China auf seine Anleihen zahlt, auszugleichen. Dieser Trick birgt aber auch ein erhöhtes Risiko von Zahlungsausfällen.

Im vergangenen April beschwor Di das Regime, gegenüber den Entwicklungsländern „extrem großzügig“ zu sein. Er schlug vor, dass Peking sogar seinen riesigen Vorrat an Devisenreserven verkaufen könnte, um diese Kredite zu finanzieren.

Die Kehrseite der Aufnahme einer großen Anzahl von Gläubigern sei, dass dies den Yuan zu sehr aufwerten und die Möglichkeiten der Kontrolle des Wechselkurses durch das Regime beeinträchtigen könnte. – Eine große Herausforderung für das Regime, das sich historisch auf eine schwache Währung verlässt, um die Exporte anzukurbeln.

Rechte ausländischer Investoren erleichtern

Kritiker haben dem Regime jahrzehntelang vorgeworfen, die Währung künstlich abzuwerten, um der Industrie zu helfen und den Export anzukurbeln.

Außerdem würden die Gläubiger die Kontrolle der chinesischen Finanzmärkte verschärfen, was dem Regime weniger Spielraum für Manipulationen ließe, so Di. Der Professor empfahl Peking auch, regulatorische Änderungen vorzunehmen, um Investitionen aus dem Ausland zu begünstigen.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden viele ausländische Investoren mit Kapitalkontrollen vom Regime daran gehindert, ihre Erlöse aus dem chinesischen Markt zu transferieren. Vielen westlichen Geschäftsleuten wurde auch ihr geistiges Eigentum von lokalen Geschäftspartnern oder Beamten gestohlen, und sie hatten aufgrund der fehlenden Rechtsstaatlichkeit im Land keine Rechtsmittel.

Im April 2020 sagte Di: „[Unsere Gesetze] sollen andere Länder glauben lassen, dass China das Vermögen anderer Länder nicht konfiszieren wird; sie sollen glauben lassen, dass sie kaufen können, was immer sie kaufen wollen, wenn sie ihr Geld nach China überweisen; sie sollen glauben lassen, dass sie ihr Geld abheben können, wann immer sie wollen.“

Im Jahr 2019 verabschiedete das Regime das Gesetz über ausländische Investitionen, das darauf abzielt, die Rechte ausländischer Investoren zu erleichtern und zu schützen. Diese Politik habe funktioniert, sagte Di und verwies auf den Anstieg der ausländischen Investitionen in China im Jahr 2020.

Neue Seidenstraße nutzen

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Plans des Regimes sei es, Pekings „Belt and Road Initiative“ (BRI) oder „Neue Seidenstraße“ zu nutzen, um den Umlauf des Yuan in den Entwicklungsländern anzukurbeln, sagte Di.

BRI ist eine massive globale Investitionsstrategie, die von der Kommunistischen Partei Chinas im Jahr 2013 ins Leben gerufen wurde. Durch sie soll der wirtschaftliche und politische Einfluss in Asien, Europa, Afrika und Südamerika vergrößert werden.

Laut Di sei es das Ziel, eine Zirkulation des Yuan innerhalb der BRI-Partnerländer zu erreichen, insbesondere in Entwicklungsländern mit Milliarden von Einwohnern: China investiere in den Ländern in Yuan, bezahle die dort eingestellten Menschen mit Yuan und fordere die Länder auf, Waren aus China in Yuan zu kaufen.

Dadurch werde die chinesische Währung in verschiedenen Nischenmärkten als Zahlungsmittel legitimiert. Da Vermögenswerte und Waren zunehmend in Yuan gepreist würden, wäre dies eine gute Grundlage für die Verwendung des Yuan in Nicht-BRI-Ländern, insbesondere wenn diese mit BRI-Partnerländern Geschäfte machen oder Handel treiben wollen.

„Unser Ziel sind die Aktien dieser BRI-Partnerländer, nicht die Anleihen“, sagte Di im Februar. „Wir planen, diese Aktien zu nutzen, um einen globalen Sekundärmarkt zu entwickeln, der vom chinesischen Yuan denominiert wird. Dann wird das Kapital auf der Welt zu diesem Markt und zu den BRI-Projekten hingezogen.“

Laut dem Professor liegen ausländische Ökonomen falsch, die denken, dass es bei der BRI um die Jagd nach natürlichen Ressourcen und Mineralien geht. Vielmehr sei das Regime daran interessiert, die menschlichen Ressourcen der Partnerländer zu nutzen. „Die Quelle des Reichtums sind Menschen und nicht Dinge“, sagte Di.

Das Original erschien in The Epoch Times USA mit dem Titel: Beijing Accelerating Plans to Replace US Dollar as World Reserve Currency: Chinese Professor (deutsche Bearbeitung von mk)



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