„Und keiner spricht darüber“: Größter Rückgang der US-Fabrikaufträge seit 3,5 Jahren

Immer mehr Anzeichen deuten auf einen spürbaren Wirtschaftsabschwung in den USA hin. JPMorgan-CEO Jamie Dimon warnt bereits: „Bereiten Sie sich vor!"
Titelbild
Arbeiter montieren am 24. Juni 2019 Autos im Ford Montagewerk in Chicago, Illinois.Foto: Jim Young/AFP via Getty Images
Von 6. Dezember 2023

Die Auftragseingänge für Waren „Made in USA“ sind so stark zurückgegangen wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Das verstärkt unter Marktanalysten die Sorge vor einer bevorstehenden Rezession in der größten Wirtschaftsnation.

Laut den letzten Daten des US-Handelsministeriums gingen die Fabrikaufträge im Oktober um insgesamt 3,6 Prozent zurück. Bei den langlebigen Industriegütern sogar um 5,4 Prozent, nachdem sie erst im September um 4,0 Prozent gestiegen waren.

US-Wirtschaft gerät ins Stocken

Allerdings sind das nicht die einzigen Indizien, die auf einen Wirtschaftsabschwung in den USA hindeuten.

Der viel beachtete Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management zeigt einen 13 Monate anhaltenden Rückgang im verarbeitenden Gewerbe.

Das ist die längste Negativserie seit der Finanzkrise 2008/09. Das verarbeitende Gewerbe macht etwa 11 Prozent der US-Wirtschaft aus.

Anstieg der Zahl der Sozialhilfeempfänger

Daten der letzten Woche zufolge sind Konsumausgaben im Oktober um mäßige 0,2 Prozent gewachsen, nach einem Plus von 0,7 Prozent im September.

Außerdem sind die Erstanträge auf staatliche Arbeitslosenunterstützung für die am 25. November endende Woche um 7.000 auf 218.000 gestiegen, wie das US-Arbeitsministerium berichtete.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Personen, die Sozialleistungen erhalten, auf 1,927 Millionen an – der höchste Stand seit November 2021.

Laut Prognose des Conference Boards wird die US-Wirtschaft im Jahr 2024 um magere 0,8 Prozent wachsen. Der Marktanalyst geht angesichts der anhaltend hohen Inflation, den hohen Zinssätzen und den sinkenden Konsumausgaben von einer kurzen Rezession aus.

US-Wirtschaftswachstum trügt

Nach Ansicht einiger Analysten täuschen die Zahlen für das Wachstum im dritten Quartal. Obwohl das Bruttoinlandsprodukt um 5,2 Prozent stieg, wuchs das Bruttonationaleinkommen nur um 1,5 Prozent.

„Die Zahlen sollten übereinstimmen und korrelieren im Laufe der Zeit auch. Aber der Unterschied zwischen den Kennzahlen ist verblüffend“, schrieb der Analyst Mike Shedlock in einem Blogbeitrag.

Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Veröffentlichung ist, dass die Wirtschaft wahrscheinlich nicht so brummt, wie es die Medien und [US-Präsident Joe] Biden darstellen.“

„Deuten auf Inflation hin“

Jüngste Daten vom Oktober zeigen, dass 69 Prozent der US-Verbraucher und 84 Prozent der Führungskräfte in den nächsten 12 Monaten eine Rezession erwarten.

Der CEO von JPMorgan, Jamie Dimon, warnte kürzlich davor, dass sich die Inflation wieder beschleunigen und eine Rezession folgen könnte.

„Viele Dinge da draußen sind gefährlich und deuten auf Inflation hin. Bereiten Sie sich vor“, sagte er am 29. November.

Die geopolitischen Spannungen und die Energiewende würden die Regierungen dazu veranlassen, ihre Ausgaben zu erhöhen, was zu einer Inflation führt.

Sollte es zu einem neuen Inflationsschub kommen, würde dies die Federal Reserve (US-Notenbank) unter Druck setzen, die Zinssätze weiter anzuheben, was die Wirtschaft in einen Abschwung stürzen könnte.

Die Zinssätze könnten steigen und das könnte zu einer Rezession führen“, warnte er.

Immer mehr Verbraucher nehmen Geld von ihrer staatlichen Altersvorsorge, um Rechnungen zu bezahlen und Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen, da sie ihre Ersparnisse während der Pandemie aufgebraucht hatten.

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von Fidelity, dem landesweit größten Anbieter von Rentenplänen, zeigt diesen beunruhigenden Trend.

Hauptgründe für die Ausgaben waren die Vermeidung einer Zwangsvollstreckung, Zwangsräumung oder die Deckung von Gesundheitskosten.

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel: “US Factory Orders Suffer Biggest Drop in 3.5 Years in Warning Sign for Economy“ (deutsche Bearbeitung nh).



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