Bayerischer Landtagswahlkampf: Fliegende Tomaten, Buttersäure-Gestank – MdB Von Storch lässt sich nicht stoppen

Epoch Times10. September 2018 Aktualisiert: 11. September 2018 13:34
"Wir glauben an den Bürger und nicht an den Staat", sagt MdB Beatrix von Storch als Gastrednerin auf einer Wahlkampfveranstaltung der bayerischen AfD in München. "Franz Josef Strauß wäre der AfD nie beigetreten – nein er hätte sie gegründet," sagt sie.

Tomaten werfende Gegendemonstranten, ein Antifa-Rufkonzert (Antifa…Antifa…) aus einem Pulk von teils lautstarken mit Trillerpfeifen ausgerüsteten 2.000 Gegendemonstranten – und widerlich stinkende Buttersäure. Die Wahlkampfveranstaltung der Münchner AfD am Samstag auf dem historischen Marienplatz in München trug schon einige Herausforderungen in sich.

Doch die Landtagswahlkandidaten der Bayern-AfD und die aus Berlin angereiste Unterstützung, wie die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch, nahmen es  leicht. Die Wurfobjekte wurden auf dem Podium aufgereiht und der Buttersäuregestank, so unangenehm er war, verflog mit der Zeit. Dann bekamen die Zuhörer durch Von Storch in knapper Form alle wesentlichen politischen Positionen der AfD in den Kernfragen vorgestellt.

Von Storch: „Die AfD wird in den bayerischen Landtag einziehen, egal wie viel ihr schreit“

„Im Oktober wird die AfD in den bayerischen Landtag einziehen, egal wie viel ihr schreit“, dies war die Antwort von Beatrix von Storch, die ihre ganze Stimme einsetzen musste, um hörbar zu sein. Sie erklärte: „Franz Josef Strauß wäre der AfD nie beigetreten – nein er hätte sie gegründet.“

Sie blieb weiter bei Strauß: „ Was hätte Strauß 2015 getan, als 1.000.000 Million Illegaler hier herein kamen? Hätte Strauß zugelassen, dass die CSU weiter in der Merkel-Regierung bleibt? Hätte er das kritisiert, ohne etwas dagegen zu tun? Hätte Strauß Merkels Wiederwahl unterstützt? Das ist doch vollkommen unvorstellbar.“

Strauß hätte die CSU, nach Ansicht von Von Storch, angewiesen die Regierung zu verlassen. Er hätte die bayerischen Beamten angewiesen, die Grenze zu sichern und hätte es auf einen Konflikt mit der Bundesregierung ankommen lassen. „Spätestens dann wäre das Asyldesaster zu Ende gewesen und die Ära Merkel auch“, so die AfD-Politikerin. Sie führte weiter aus: „Franz Josef Strauß hätte das getan, was die AfD immer fordert. Strauß ist unser Mann!“

„Strauß hatte ein Wort für Leute wie Seehofer, Söder, Dobrindt und Blume, er nannte sie Leichtmatrosen. Schluss mit den Leichtmatrosen – die AfD kommt“, so Von Storch.

Anschließend stand Söder im Fokus der Bundespolitikerin: „Wo war eigentlich der Söder, als 10.000 Migranten unkontrolliert über die bayerische Grenze kamen? Wo war der Söder bei dem Streit zwischen Seehofer und Merkel, als die Merkel durchgesetzt hat, dass weiter niemand an der bayerischen Grenze zurückgewiesen wird“, fragte Von Storch rhetorisch.

„Was haben sie da von Söder gehört? … Der Söder hat sich weggeduckt, die ganze Zeit“, so das Fazit der AfD-Politikerin. „Die Merkel duckt sich vor der Realität. Der Söder duckt sich vor der Merkel. Das ist der Duck-Söder, tituliert Von Storch Söder. Sie fasste schließlich zusammen: „Wer Söder wählt – wählt Merkel. Wer Merkel wählt – wählt Chaos.“ Denn das „C“, so in der CSU steht nicht mehr für christlich sondern für Chaos. Und die CSU ist dabei der Steigbügelhalter für die CDU.“

Über Chemnitz und den Tod von Daniel H. kommt Von Storch wieder zur Kanzlerin und ihrer „Flüchtlingspolitik“: „Angela Merkel hat mit dem Leben der Bürger Russisch-Roulette gespielt. (…) Und kommt schließlich zum Schluss: „Merkel muss weg!“

Von Storch: „Für die Bunten ist als Erstes der Islam eine Gefahr“

Nun ging es direkt um die Islamisierung Deutschlands: „Die Islamisierung ist vor allem eine Gefahr für die, die so bunt sein wollen [und zeigt auf die lautstarke Masse von Gegendemonstranten], die sich vor Homosexuelle und Transsexuelle stellen wollen, die genau das im Blick haben. Genau für diese Menschen ist als Erstes der Islam eine Gefahr, aber ihr seid zu bunt um das zu verstehen“, rief die Berlinerin den nur 30 Meter entfernten Gegendemonstranten zu.

Sie erklärte weiter, dass der Islam in seinen meisten Auslegungen einen politischen Herrschaftsanspruch hätte, er sei nicht nur ein Glaubensbekenntnis. Unter der Herrschaft dieses Islam gäbe es keine zweite Wahrheit als den Koran. Christen und Juden wären Menschen zweiter Klasse. Andersgläubige hätten kaum den Status von Menschen. Frauen und Homosexuelle hätten kaum Rechte, „denn der Dschihad gegen alle nicht islamischen Länder ist deren oberste Pflicht“, so Von Storch.

Dann erzählte sie, was die AfD tun will, um die Islamisierung in Deutschland aufzuhalten: „Wir werden die Finanzierung von Moscheen in Deutschland aus der Türkei und Saudi Arabien unterbinden. Wir drehen den Islamisten den Geldhahn zu wir werden uns niemals unterwerfen.“

Von Strorch: „Patriot zu sein ist keine Frage des Blutes, es ist eine Frage des Herzens“

Patriot zu sein ist für sie keine Frage des Blutes, „es ist eine Frage des Herzens“, so die Bundespolitikerin. „Deswegen sagen wir besonders an die Türken gerichtet: Wer ja zu Deutschland sagt, muss nein zu Erdogan sagen.“

Dann sprach die stellvertretende Fraktionsvorsitzende davon, dass wir nicht nur vor der Wahl „Freiheit oder Islam“ ständen, sondern auch vor der Wahl „Freiheit oder Sozialismus“.

Das Einkommen des Bürgers gehört dem Bürger nicht dem Staat.“

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Spätestens ab einer Steuerabgabenlast von 50 Prozent höre der freie Bürger auf und es begänne der Staatssklave, so Von Storch.

„Wenn man in einem der reichsten Länder der Welt nicht mal eine Familie von einem Einkommen ernähren kann, dann ist etwas faul im Staate Deutschland“, erklärte die Berlinerin. Sie führt weiter aus, dass die Politik Mütter am liebsten abschaffen will und durch den Staat ersetzen.

Wer dann die Kinder zu Hause betreuen möchte, macht sich fast schon verdächtig. Das Ideal ist heute die rundum staatliche Ganztagsbetreuung und Ganztags-Indoktrination. Die Wahlfreiheit wird ersetzt durch die staatliche Bevormundung“, so die AfD-Politikerin.

„In einem Punkt ist das Establishment sogar noch schlimmer als die SED“, stellte die Bankkauffrau und Juristin fest. „Nicht einmal das SED-Regime hat versucht, die Geschlechter abzuschaffen. Das will die Gender-Ideologie – die Geschlechter abschaffen – was für ein Irrsinn.“ (er)

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