Brand-Anschlag auf AfD-Kreisvorsitzenden in Arendsee: Staatsschutz bisher nicht involviert – Erste Reaktionen

Epoch Times30. Juli 2019 Aktualisiert: 30. Juli 2019 12:48
Alle Umstände sprechen für einen politischen Anschlag auf den AfD-Kreisvorsitzenden und seine Freundin nach dem Sommerfest der Jungen Alternative auf demselben Grundstück. Doch der Staatsschutz wurde bisher nicht eingeschaltet. Dennoch: Die Polizei zieht ein politisches Attentat mit in Betracht, ermittelt jedoch in alle Richtungen.

„Feuer, Feuer!“, rief die junge Frau, als sie durch ungewöhnliche Geräusche erwachte und noch eine Person vor dem Fenster weghuschen sah. Vor dem Fenster loderten bereits Flammen. Der unbekannte Täter hatte einen brennenden 5-Liter-Benzinkanister unter das Fenster an die Holzhütte gestellt. Glücklicherweise wurde der Brand rasch bemerkt, das Feuer gelöscht.

Staatsschutz nicht eingeschaltet

Nach dem Brandanschlag auf den Kreisvorsitzenden der AfD Altmark-West Sebastian Koch (32) und dessen 27-jährige Freundin in der Nacht zum Sonntag, 28. Juli, gegen 3.30 Uhr, auf einem Grundstück in Arendsee, ermittelt nun die Polizei Stendal wegen versuchten Mordes.

Man ermittle in alle Richtungen, hieß es. Zwar schließe die Polizei laut MDR ein politisches Motiv der Tat nicht aus, jedoch ermittle der Staatsschutz in dem Fall nicht.

Politischer Anschlag vermutet

Der Vorfall ereignete sich unmittelbar nach einem Sommerfest der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative. Nach AfD-Angaben hatten rund 100 Personen das Sommerfest besucht. Nachts schliefen viele der Teilnehmer, darunter auch Kinder, in Zelten und Holzhütten am Arendsee.

Sebastian Koch vermutet aufgrund der zeitlichen Nähe zum Sommerfest der Jungen Alternative und der Tatsache, dass er und seine Freundin sich erst gegen 3 Uhr schlafen legten, dass das „eine Tat gegen die AfD“ gewesen sei.

=> MDR-Audio-Interview mit Sebastian Koch

Erste Reaktionen

Norman Klebe, der Bürgermeister des Luftkurorts Arendsee, ist schockiert. Dies sei kein Kleiner-Jungen-Streich, sondern eine schwere Straftat und er hoffe, dass der Täter gefunden und seiner Strafe zugeführt werde, so der Rathauschef gegenüber dem MDR.

Der Landtagsabgeordnete der Linken, Andreas Höppner, beklagte, dass sich seit 2015 die verbale und auch direkte Gewalt in der Politik erhöht hätten. Dagegen müssten sich alle stellen, so der Abgeordnete. Dies gelte auch für den Fall in Arendsee, wenn sich herausstelle, dass es einen politischen Hintergrund der Tat gebe.

JA-Landeschef verweist auf Trump-Initiative gegen Antifa

Die AfD Burgenlandkreis brachte eine Pressemitteilung zu dem Fall heraus, in der auch der Landesvorsitzende Sachsen-Anhalt der Jungen Alternative, Jan Wenzel Schmidt, zu Wort kommt. Schmidt bezog sich dabei auf eine von US-Präsident Donald Trump angestoßene Debatte über die Einstufung der Antifa als Terrororganisation.

Die in einer Holzhütte schlafenden JA Mitglieder waren durch diesen feigen Mordanschlag in höchster Lebensgefahr. Wir sind froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Jedoch zeigt uns dieser Vorfall wie skrupellos gegen uns vorgegangen wird. Unsere Veranstaltungen finden grundsätzlich als Familienfeste statt, sodass mehrere Kinder unweit der Holzhütte untergebracht waren. Sollte sich bewahrheiten, dass der Täter der linken Szene entstammt, so müssen wir zum Schutz von Leib und Leben endlich Konsequenzen ziehen. Die vom US-amerikanischen Präsidenten angestoßene Debatte um eine Einstufung der Antifa als Terrororganisation, ist spätestens seit dem G20 Gipfel auch in Deutschland nötig.“

(Jan Wenzel Schmidt, Landtagsabgeordneter, AfD)

Unter dem Facebook-Post der Pressemitteilung fragte ein betroffener User: „Wo sind die Sondersendungen im TV. Was sagt der Präsident?“

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